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Düsseldorfer Flughafen erreicht erstmals Klimastufe 4

Der Düsseldorfer Flughafen setzt unter anderem auf den Ausbau erneuerbarer Energien, etwa mit dieser Photovoltaikanlage direkt an der Start- und Landebahn. Jetzt wurde der Airport erstmals mit Stufe 4 der Airport Carbon Accreditation ausgezeichnet.© Lokalbüro

Der Düs­sel­dor­fer Flug­ha­fen setzt unter ande­rem auf den Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gien, etwa mit die­ser Pho­to­vol­ta­ik­an­lage direkt an der Start- und Lan­de­bahn. Jetzt wurde der Air­port erst­mals mit Stufe 4 der Air­port Car­bon Accre­di­ta­tion aus­ge­zeich­net.© Lokalbüro

Der Düs­sel­dor­fer Flug­ha­fen hat beim Kli­ma­schutz einen wei­te­ren Schritt gemacht: Erst­mals wurde der Air­port mit der Stufe 4 der Air­port Car­bon Accre­di­ta­tion (ACA) aus­ge­zeich­net. Das Zer­ti­fi­zie­rungs­pro­gramm des inter­na­tio­na­len Flug­ha­fen­ver­bands ACI bewer­tet, wie kon­se­quent Flug­hä­fen ihre Treib­haus­gas­emis­sio­nen erfas­sen und sen­ken. Den Aus­schlag für die höhere Ein­stu­fung gab nach Anga­ben des Flug­ha­fens vor allem, dass er auch die Emis­sio­nen sei­ner Part­ner am Stand­ort in den Blick nimmt.

Auch die Emis­sio­nen der Part­ner zählen
Für Stufe 4 reicht es nicht, nur die eige­nen Emis­sio­nen zu mes­sen und zu ver­rin­gern, etwa den Gas­ver­brauch der Block­heiz­kraft­werke oder den Sprit­ver­brauch der Win­ter­dienst-Fahr­zeuge. Der Air­port muss zusätz­lich die Emis­sio­nen Drit­ter sys­te­ma­tisch erfas­sen, etwa die von Flug­ge­sell­schaf­ten, und diese in sei­nen Reduk­ti­ons­plan ein­be­zie­hen. Das gelingt nur im Zusam­men­spiel mit Air­lines, Boden­ver­kehrs­dienst­leis­tern und Ener­gie­ver­sor­gern. „Fort­schritte bei der wei­te­ren Redu­zie­rung von Emis­sio­nen und unser Ziel eines kli­ma­neu­tra­len Flug­ha­fens kön­nen wir nur gemein­sam mit unse­ren Part­nern am Stand­ort errei­chen“, sagt Vero­nika Bap­pert, Lei­te­rin Cor­po­rate Sus­taina­bi­lity am Flughafen.

Bereits 80 Pro­zent weni­ger CO₂ seit 2010
Der Flug­ha­fen will spä­tes­tens 2035 kli­ma­neu­tral wirt­schaf­ten. Seit 2010 hat er sei­nen CO₂-Aus­stoß nach eige­nen Anga­ben um rund 80 Pro­zent gesenkt und damit das gemein­same Kli­ma­schutz­ziel der deut­schen Flug­hä­fen für 2030 schon jetzt deut­lich über­trof­fen. Künf­tig will der Air­port auch andere kli­ma­wirk­same Gase aus dem eige­nen Betrieb berück­sich­ti­gen, etwa Käl­te­mit­tel­ver­luste aus Klimaanlagen.

Was­ser­stoff, Bio­me­than und Sonnenstrom
Die größte Bau­stelle blei­ben die bei­den erd­gas­be­trie­be­nen Block­heiz­kraft­werke, auf die mehr als 75 Pro­zent der CO₂-Emis­sio­nen ent­fal­len. Geprüft wird, sie künf­tig mit Was­ser­stoff oder Bio­me­than zu betrei­ben. Hinzu kommt der Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gien: Im Juni ging eine neue Pho­to­vol­ta­ik­an­lage in Betrieb, die nach Anga­ben des Flug­ha­fens die größte ihrer Art direkt an der Start- und Lan­de­bahn eines deut­schen Air­ports ist. Außer­dem prüft der Flug­ha­fen einen stär­ke­ren Anschluss ans Fern­wär­me­netz, will die Ener­gie­ef­fi­zi­enz sei­ner Gebäude stei­gern und seine Fahr­zeug­flotte wei­ter auf alter­na­tive Antriebe umstel­len, samt mehr Ladesäulen.

Tank­la­ger mit Gleis­an­schluss für nach­hal­ti­ges Kerosin
Ein wei­te­res Groß­pro­jekt ist der Bau eines neuen Tank­la­gers mit Bahn­an­schluss. Nach­hal­ti­ger Flug­kraft­stoff (SAF) soll damit künf­tig per Schiene ange­lie­fert wer­den, wodurch sich lang­fris­tig rund 30.000 Lkw-Fahr­ten pro Jahr von der Straße auf die Schiene ver­la­gern lie­ßen. Zugleich unter­stützt der Flug­ha­fen die Air­lines bei der Umstel­lung auf SAF.

Das Pro­gramm im Überblick
Die Air­port Car­bon Accre­di­ta­tion wurde 2009 vom euro­päi­schen Flug­ha­fen­ver­band ACI Europe ins Leben geru­fen und gilt als unab­hän­gi­ges Zer­ti­fi­zie­rungs­ver­fah­ren spe­zi­ell für Flug­hä­fen. Betrach­tet wer­den sämt­li­che Treib­haus­gas­emis­sio­nen am Stand­ort, auch jene, auf die der Betrei­ber kei­nen direk­ten Ein­fluss hat. Nach der Erstel­lung des CO₂e-Fuß­ab­drucks wer­den Reduk­ti­ons­ziele fest­ge­legt und über­prüft. Wei­tere Infor­ma­tio­nen gibt es auf der Seite des Pro­gramms: https://www.airportcarbonaccreditation.org

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