Angermunder haben den Karneval eröffnet
Von Gabriele Schreckenberg
Die Elf Pille Karnevalsgesellschaft ist aus dem Angermunder Vereinsleben nicht wegzudenken, erst recht nicht in der närrischen Session, die die Angermunder am 7. November offiziell eingeläutet haben. Dabei gab es manche Überraschungen.
Zum Beispiel den neuen Prinzen Karneval. Christian Tscholl heißt er und ist in Angermund ein bekanntes Gesicht. Er ist Vorsitzender des Angermunder Kulturkreises und lebt mit seiner Familie in der Alten Kellnerei. Der 47-Jährige ist Betriebswirt und selbstständig tätig. An seiner Seite ist Viola Schütte (52), die durch ihre Töchter mit dem Karnevalsvirus infiziert wurde. Sie stammt aus dem Sauerland, ist viel in der Welt gereist und schließlich mit ihrer Familie in Angermund angekommen.
Was mag das neue Prinzenpaar am Karneval? Dass alle Menschen mitfeiern, egal, welcher Herkunft sie sind. Karneval, darin sind sich beide einig, verbindet und macht Freude – Erwachsenen und Kindern.
Die neue Kindercrew
Um 15.11 Uhr eröffnete die Kindercrew die Kürung im Pfarrheim, das blau-weiß geschmückt war. Und das Programm war lebhaft: Die Disco stimmte alle ein, Babette de Fries übergab den Stadtschlüssel an die Kinder, Julius Kaufmann und Samuel Kurtz, ehemalige Mitglieder der Kindercrew, moderierten den Nachmittag und der Kinderhoppeditz Julius Säcker erwachte pünktlich zur Veranstaltung. Kamelle gab es reichlich. Sehr peppig sind die Kinderparagraphen: So muss am 11.11. um genau 11.11 Uhr jeder Lehrer und jede Lehrerin an der Friedrich-von-Spee-Grundschule seinen beziehungsweise ihren Lieblingswitz aufsagen. Dass der Tanz der Angersternchen wie stets großartig war, darf betont werden.
Die neue Kindercrew besteht aus Prinz Joshua I. (Lange), seiner Venetia Viktoria I. (Koch), der Pagin Dora Maria (Brachter) und Maximilian (Ludwig). Zwei Geschäfte aus Angermund bringen sich besonders ein: das Eiscafé Rose mit Disco-Eis und „Mehr als Brot“ mit Disco-Berlinern. Die Erlöse aus dem Pin-Verkauf gehen an die Stiftung der Kinderkrebsklinik in Düsseldorf. So sollen auch die Kinder Freude haben, die gerade keinen Karneval feiern können.

