Wer kennt sie nicht, die vertrauten Gesichter des Düsseldorfer Kneipenlebens: das Uerige, das Füchschen, den Spiegel, das Einhorn, die Zicke oder das Kreuz Herreneck. Der Leipziger Maler Metulczki hat sie alle besucht, studiert und auf die Leinwand gebracht. Am Samstag, 28. März, eröffnet die Galerie Grafik Bild Kunst am Schwanenmarkt 6 um 19 Uhr seine Ausstellung “Ein bisschen Frieden…” – eine hyperrealistische Hommage an die Brauereien, Kneipen und Szenelokale der Landeshauptstadt.
Metulczki ist kein Maler der großen Gesten. Der Leipziger mit wachem Blick für das Alltägliche widmet seine Kunst seit Jahren jenen Orten, an denen Menschen sich begegnen, ohne viel Aufhebens darum zu machen. Seine Gemälde wirken wie leise Beobachtungen: das gedämpfte Licht einer Brauerei, das Klirren von Gläsern, die zufälligen Gesten der Gäste, die stille Vertrautheit zwischen Fremden. Er malt keine Räume – er malt Atmosphären.
Wer seine Werke kennt, denkt unweigerlich an Hopper, an Spitzweg, vielleicht auch an Hemingway. Doch Metulczki ist ganz er selbst: ein trinkfester Mann mit romantischem Blick, dessen Bilder nicht verklären und nicht entlarven, sondern das Poetische im Gewöhnlichen sichtbar machen. Seine Werke sind bezahlbar, werden geliebt und sind oft ausverkauft.
Der Titel der Schau klingt auf den ersten Blick bescheiden, fast kitschig. Doch “Ein bisschen Frieden…” trägt in seiner Schlichtheit eine große Sehnsucht. Er erzählt vom Wunsch nach Ruhe in einer lauten Welt, nach Nähe in Zeiten der Vereinzelung, nach Momenten, in denen man sich selbst wieder spürt. Metulczki selbst sagt über seine Ausstellung: Der Wunsch nach Frieden beginne im Inneren, bei Ruhe im Herzen, weniger Sorgen, einem Gefühl von Sicherheit und Zuhause. Mit einem Augenzwinkern fügt er hinzu, den Titel solle man bitte auch als Botschaft an die Außenwelt verstehen.
So ist die Ausstellung zugleich eine Hommage an die Düsseldorfer Lokalkultur und ein stiller Appell, die Poesie des Alltags nicht zu übersehen – eine Liebeserklärung an eine Trinkkultur aus der Zeit vor dem Aperol-Spritz, in der das Bier noch mit Bedacht getrunken und dabei über Gott und die Welt philosophiert wurde.
Ab etwa 20 Uhr findet ein Künstlergespräch statt, bei dem Metulczki für Fragen zur Verfügung steht. Im Innenhof gibt es einen Bar- und Raucherbereich, Getränke und Snacks werden gegen Spende angeboten. Wer sich bereits per WhatsApp angemeldet hat, muss sich nicht erneut über Eventbrite registrieren – diese Anmeldungen gelten. Alle anderen können sich per Eventbrite oder per E‑Mail unter info@grafikbildkunst.de anmelden. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung jedoch erforderlich.
Ausstellung “Ein bisschen Frieden…”, Grafik Bild Kunst, Schwanenmarkt 6, Düsseldorf. Eröffnung: Samstag, 28. März 2026, 19 Uhr.





