Einbau der neuen Lüfter © Lokalbüro

Ein­bau der neuen Lüf­ter © Lokalbüro

 

Im der­zeit gesperr­ten Rhein­ufer­tun­nel lau­fen die Arbei­ten mit hohem Tempo. Seit Beginn der Maß­nahme wird im Schicht­be­trieb gear­bei­tet, zeit­weise sind bis zu 27 Fach­kräfte gleich­zei­tig im Tun­nel und im zuge­hö­ri­gen Betriebs­ge­bäude im Ein­satz. Ziel ist es, zen­trale tech­ni­sche Anla­gen zu moder­ni­sie­ren und die Ver­kehrs­si­cher­heit lang­fris­tig zu erhöhen.

Ein sicht­ba­rer Fort­schritt ist beim Aus­tausch der Lüf­tungs­tech­nik erreicht. Erste Bau­teile neuer Axi­al­ven­ti­la­to­ren wur­den ange­lie­fert und mit­hilfe eines Krans durch eine rund zwei­ein­halb mal zwei Meter große Öff­nung in den Tun­nel ein­ge­bracht. In einem engen Schacht wer­den die Anla­gen nun mon­tiert. Die Erneue­rung ist not­wen­dig, weil ein ange­pass­tes Sicher­heits­kon­zept im Brand­fall höhere Luft­men­gen vor­schreibt, um Rauch schnel­ler abzuführen.

Par­al­lel dazu schrei­ten die Arbei­ten an der Fahr­bahn voran. Der alte Asphalt ist bereits voll­stän­dig ent­fernt wor­den, inzwi­schen wird neuer Guss­asphalt ein­ge­baut. Ins­ge­samt wer­den rund 33.000 Qua­drat­me­ter Fahr­bahn­flä­che erneu­ert. Die Arbei­ten erfol­gen über­wie­gend nachts, damit das Mate­rial unter geeig­ne­ten Bedin­gun­gen ver­ar­bei­tet wer­den kann.

Auch die Beleuch­tung wird umfas­send moder­ni­siert. Rund 900 neue Leuch­ten wer­den instal­liert. Trotz höhe­rer vor­ge­schrie­be­ner Beleuch­tungs­stärke soll der Ener­gie­ver­brauch deut­lich sin­ken. Nach Abschluss der Arbei­ten rech­net die Stadt mit einer Ein­spa­rung von etwa 200.000 Kilo­watt­stun­den pro Jahr. Das ent­spricht – je nach Strom­preis – einer jähr­li­chen Ent­las­tung von rund 50.000 bis 80.000 Euro.

Neben die­sen zen­tra­len Maß­nah­men lau­fen zahl­rei­che wei­tere Arbei­ten par­al­lel. Ins­ge­samt sind elf Gewerke betei­ligt, dar­un­ter Elek­tro­in­stal­la­tion, Kabel­ver­le­gung, der Aus­tausch von Trans­for­ma­to­ren und der Nie­der­span­nungs­haupt­ver­tei­lung, Ver­kehrs­tech­nik, Ent­wäs­se­rung sowie Bau­werks­prü­fun­gen und War­tungs­ar­bei­ten an der Tun­nel­be­triebs­tech­nik. Die Abstim­mung der ver­schie­de­nen Fir­men gilt als anspruchsvoll.

„Eine beson­dere Her­aus­for­de­rung bei einer Bau­stelle die­ser Größe ist es, alle vor Ort täti­gen Fach­fir­men zu koor­di­nie­ren. Auch auf die gebo­tene Vor­sicht und Rück­sicht­nahme bei den Arbei­ten müs­sen wir ach­ten“, sagt Klaus Mar­liani vom Amt für Brücken‑, Tun­nel- und Stadtbahnbau.

Die Kos­ten für den Aus­tausch der Axi­al­ven­ti­la­to­ren lie­gen bei rund 4,5 Mil­lio­nen Euro. Für die wei­te­ren betei­lig­ten Gewerke wer­den zusätz­lich etwa 2,4 Mil­lio­nen Euro veranschlagt.

Die Aus­wir­kun­gen auf den Ver­kehr fal­len bis­lang gerin­ger aus als zunächst befürch­tet. Nach Anga­ben des Ver­kehrs­ma­nage­ments ver­län­gern sich die Fahr­zei­ten auf den Umlei­tungs­stre­cken aktu­ell um zwei bis maxi­mal vier Minu­ten. An ein­zel­nen Punk­ten wur­den Ampel­schal­tun­gen bereits ange­passt, um den Ver­kehrs­fluss zu ver­bes­sern. Die Lage wird täg­lich mit­hilfe eines städ­ti­schen Sys­tems ausgewertet.

Mit dem Ende der Oster­fe­rien rech­nen Fach­leute jedoch mit spür­bar mehr Ver­kehr. Pend­ler und Besu­cher wer­den des­halb gebe­ten, mehr Zeit ein­zu­pla­nen oder nach Mög­lich­keit auf Bus und Bahn, Park-and-Ride-Ange­bote oder das Fahr­rad auszuweichen.

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