
Symbolbild Ordnungsamt © Lokalbüro
Dank eines international bekannten Handzeichens und der schnellen Reaktion des Ordnungs- und Servicedienstes (OSD) ist am vergangenen Wochenende in der Nähe des Hauptbahnhofs vermutlich ein schwerwiegender Vorfall verhindert worden. Einsatzkräfte des Außendienstes waren auf eine Gruppe von vier Personen – zwei Männer und zwei Frauen – aufmerksam geworden, die sich in Richtung eines Schnellrestaurants bewegte.
Währenddessen zeigte eine der Jugendlichen das sogenannte „International Signal for Help“. Dabei handelt es sich um eine unauffällige Handbewegung: Zunächst wird die offene Handfläche gezeigt, anschließend der Daumen eingeklappt und schließlich mit den übrigen Fingern umschlossen. Die bewusst als Bewegung gestaltete Geste soll Aufmerksamkeit erzeugen, ohne dass Außenstehende sofort den Ernst der Lage erkennen.
Die OSD-Streife reagierte umgehend und folgte der Gruppe in das Restaurant. Dort hatten sich die beiden minderjährigen Frauen bereits auf einer Toilette eingeschlossen. Nach eigenen Angaben fühlten sie sich massiv bedroht und verfolgt. Die alarmierte Polizei übernahm kurz darauf den Einsatz vor Ort. Ein Mann wurde unter dem Verdacht der sexuellen Belästigung zur Wache gebracht. Die Ermittlungen dauern an.
Das „International Signal for Help“ wurde entwickelt, um Menschen in Bedrohungssituationen eine Möglichkeit zu geben, unauffällig auf sich aufmerksam zu machen – insbesondere dann, wenn ein lauter Hilferuf nicht möglich ist. Wer ein solches Handzeichen bemerkt, sollte die betroffene Person nicht direkt ansprechen, um die Situation nicht weiter zu eskalieren. Stattdessen empfehlen Behörden, die Lage aufmerksam zu beobachten und umgehend Polizei oder Sicherheitspersonal zu informieren, um eine Eigengefährdung auszuschließen.


