Gute Stimmung beim Kirschblütenfest an der Düsseldorfer Galopprennbahn. © Landeshauptstadt Düsseldorf/Meike Schrömbgens

Gute Stim­mung beim Kirsch­blü­ten­fest an der Düs­sel­dor­fer Galopp­renn­bahn. © Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf/Meike Schrömbgens

 

Beim tra­di­tio­nel­len Kirsch­blü­ten­emp­fang haben die Düs­sel­dorf und die NRW.Global Busi­ness die engen wirt­schaft­li­chen und poli­ti­schen Bezie­hun­gen zu Japan gewür­digt. Rund 200 Ver­tre­ter der japa­ni­schen Wirt­schaft kamen am Don­ners­tag auf der Galopp­renn­bahn zusam­men, um zugleich ein beson­de­res Jubi­läum zu fei­ern: 165 Jahre deutsch-japa­ni­sche Beziehungen.

Ober­bür­ger­meis­ter Ste­phan Kel­ler begrüßte die Gäste gemein­sam mit Staats­se­kre­tär Paul Höl­ler sowie dem japa­ni­schen Gene­ral­kon­sul Yoshit­aka Tsu­n­oda. In ihren Anspra­chen beton­ten sie die Bedeu­tung der gewach­se­nen Part­ner­schaft – gerade vor dem Hin­ter­grund glo­ba­ler Kri­sen und wirt­schaft­li­cher Umbrüche.

Der Emp­fang sei weit mehr als ein gesell­schaft­li­ches Ereig­nis, hieß es. Er diene als Platt­form für Aus­tausch und Koope­ra­tion und setze ein kla­res Zei­chen für die enge Ver­bun­den­heit zwi­schen Nord­rhein-West­fa­len, der Lan­des­haupt­stadt und der japa­ni­schen Gemein­schaft. Diese zählt allein in Düs­sel­dorf rund 7.000 Men­schen und prägt das wirt­schaft­li­che wie kul­tu­relle Leben der Stadt seit Jahrzehnten.

Im Mit­tel­punkt der Gesprä­che stan­den aktu­elle Zukunfts­the­men: Sicher­heit und Ver­tei­di­gung, nach­hal­tige Tech­no­lo­gien sowie Quan­ten­com­pu­ting und Künst­li­che Intel­li­genz. Diese Fel­der gel­ten als zen­trale Ansatz­punkte für eine ver­tiefte Zusam­men­ar­beit bei­der Länder.

Auch der Blick auf die kom­men­den Wochen zeigt die Inten­si­tät der Bezie­hun­gen. Am 27. Mai fin­det der Wirt­schafts­tag Japan statt, eine der wich­tigs­ten deutsch-japa­ni­schen Wirt­schafts­kon­fe­ren­zen. Unter dem Leit­mo­tiv der Kreis­lauf­wirt­schaft sol­len dort neue Geschäfts­mo­delle und tech­no­lo­gi­sche Ansätze dis­ku­tiert wer­den. Bereits wenige Tage zuvor, am 23. Mai, steht mit dem Japan-Tag Düs­sel­dorf eines der größ­ten japa­ni­schen Kul­tur­feste Euro­pas an. Ein wei­te­res High­light folgt im Juni: Der deutsch-japa­ni­sche Wirt­schafts­kreis fei­ert sein 40-jäh­ri­ges Bestehen mit einem sicher­heits­po­li­ti­schen Sym­po­sium, zu dem unter ande­rem Minis­ter­prä­si­dent Hen­drik Wüst erwar­tet wird.

Die wirt­schaft­li­che Bedeu­tung der Part­ner­schaft zeigt sich auch in kon­kre­ten Zah­len. Im ver­gan­ge­nen Jahr sie­del­ten sich 24 japa­ni­sche Unter­neh­men neu in Nord­rhein-West­fa­len an, davon 22 in Düs­sel­dorf. Vier wei­tere ver­leg­ten ihren Sitz inner­halb des Lan­des in die Rhein­me­tro­pole. Ins­ge­samt sind inzwi­schen rund 400 japa­ni­sche Fir­men in Düs­sel­dorf aktiv, lan­des­weit mehr als 650.

Ein Bei­spiel für die Attrak­ti­vi­tät des Stand­orts ist der Soft­ware­ent­wick­ler Mic­ware, der seine Euro­pa­zen­trale im nach­hal­ti­gen Büro­ge­bäude „The Cradle“ im Medi­en­ha­fen ein­ge­rich­tet hat. Das Gebäude gilt mit sei­ner Bau­weise nach dem Cradle-to-Cradle-Prin­zip als Vor­zei­ge­pro­jekt für res­sour­cen­scho­nen­des Bauen.

Auch im pro­du­zie­ren­den Gewerbe wird inves­tiert. Die Rengo Group-Toch­ter Tri­cor hat in Goch/Weeze ein hoch­mo­der­nes Werk für Schwer­well­pappe errich­tet. Es zählt zu den nach­hal­tigs­ten Pro­duk­ti­ons­stät­ten sei­ner Art in Europa.

Unter den bereits ansäs­si­gen Unter­neh­men trei­ben meh­rere ihre Expan­sion voran. So plant Komatsu im Rah­men sei­nes Pro­jekts „Plant 2030“ den Bau einer neuen Werk­halle in Düs­sel­dorf-Ben­rath. Dort soll künf­tig der welt­weit größte Hydrau­lik­bag­ger gefer­tigt wer­den – ein kla­res Bekennt­nis zum Standort.

Mit die­ser Ent­wick­lung fes­tigt Nord­rhein-West­fa­len seine Rolle als einer der bedeu­tends­ten Japan-Stand­orte in Europa. Der Kirsch­blü­ten­emp­fang machte ein­mal mehr deut­lich: Die Part­ner­schaft ist nicht nur his­to­risch gewach­sen, son­dern auch zukunfts­ori­en­tiert aufgestellt.

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