Gut gelaunt und voller Freude auf den Marathon v.l.Moderator Jan Wochner, Teilnehmer Deborah und Rabea Schöneborn, Simon Boch und Organisation Philipp Kopp © Lokalbüro

Gut gelaunt und vol­ler Freude auf den Mara­thon v.l.Moderator Jan Woch­ner, Teil­neh­mer Debo­rah und Rabea Schö­ne­born, Simon Boch und Orga­ni­sa­tion Phil­ipp Kopp © Lokalbüro

 

Von Man­fred Fammler

Düs­sel­dorf steht ein Lauf­wo­chen­ende par excel­lence bevor. Heute Abend lau­fen die F95-Kicker um die Ehre, mor­gen lau­fen Pferde um den Hen­kel­stu­ten­preis und am Sonn­tag rund 22.000 Star­te­rin­nen und Star­ter beim Uni­per Mara­thon um Best­zei­ten oder ein­fach nur um die Ziel­an­kunft. Kurzum: Wer in den nächs­ten drei Tagen still­steht, steht in einer ande­ren Stadt.

22.000 Lauf­wil­lige, so viele wie noch nie, stel­len das Orga­ni­sa­ti­ons­team um Ex-Olym­pio­ni­kin Sonja Obe­rem vor neue Her­aus­for­de­run­gen. „Das ist fast eine Ver­dop­pe­lung im Ver­gleich zum letz­ten Jahr“, sagt Obe­rem und bezeich­net den heu­ti­gen Frei­tag als „Ruhe vor dem Sturm“. Die­ser soll sich aller­dings erst am Sonn­tag sprich­wört­lich in Rekord­zei­ten niederschlagen.

Damit in der Lan­des­haupt­stadt gute Ergeb­nisse erreicht wer­den kön­nen, wurde das Stre­cken­pro­fil an die Profi-Läu­fer ange­passt. „Die Stre­cke wurde ein wenig ver­än­dert, dabei haben wir einige Kur­ven ent­fernt“, so Obe­rem. Der Grund ist ein­leuch­tend: In jeder Kurve ver­lang­sa­men Läu­fe­rin­nen und Läu­fer ihr Tempo – Welt­klas­se­zei­ten sind auf Kur­sen mit vie­len Win­dun­gen kaum möglich.

Dar­über macht sich Stadt­di­rek­tor Burk­hard Hintzsche weni­ger Gedan­ken. Er geht an Posi­tion zwei in der Staf­fel für die Bür­ger­stif­tung auf die Stre­cke. 13 Kilo­me­ter wer­den bei der Über­gabe des Staf­fel­stabs vor ihm lie­gen. Bis Ostern habe er noch regel­mä­ßig trai­niert, erzählt er, seit­dem „etwas weniger“.

Er wolle „ent­spannt lau­fen“ und rech­net mit einer Zeit von knapp 90 Minu­ten. Viel­leicht wird er aber noch ein paar Minu­ten schnel­ler sein, wenn er von der Woge der über­wäl­ti­gen­den Pro-Olym­pia-Ent­schei­dung vom ver­gan­ge­nen Wochen­ende getra­gen wird. „Das Thema Sport muss nun wei­ter belebt wer­den. Der Mara­thon ver­bin­det eine Woche spä­ter den Leis­tungs- mit dem Brei­ten­sport“, so Hintzsche. „Er ist ein posi­ti­ves Leucht­turm­pro­jekt für Düs­sel­dorf, das ein gutes Bild der Stadt nach außen vermittelt.“

Rund 1.000 Frei­wil­lige wer­den die Stre­cke absi­chern und Getränke oder Teil­neh­mer­mün­zen ver­tei­len. Etwa 400 davon kom­men vom Titel­spon­sor Uni­per, wobei die Hälfte von ihnen selbst an den drei Lauf­wett­be­wer­ben – Staf­fel, Halb­ma­ra­thon und Mara­thon – teil­neh­men wird.

Nicht nur aus die­sem Grund erwar­tet Oli­ver Roe­der vom Titel­spon­sor „ein Volks­fest an der Stre­cke“. In die­sem Jahr wird zudem wie­der eine For­tuna-Legen­den­staf­fel zu sehen sein. Rou­wen Hen­nings, Fabian Kie­fer, Oli­ver Fink und Lumpi Lam­bertz sam­meln Spen­den für das Kin­der- und Jugend­hos­piz Regen­bo­gen­land sowie das ambu­lante Kin­der­hos­piz. Ihre Zeit­vor­gabe? Unberechenbar!

Auch die Schön­born-Zwil­linge las­sen sich keine kon­krete Ziel­zeit ent­lo­cken. Rabea und Debo­rah wol­len gemein­sam in einer Gruppe lau­fen und sich gegen­sei­tig pushen. Gerade Debo­rah Schön­born geht ent­spannt auf die über 42 Kilo­me­ter lange Distanz. Nach eini­gen Ver­let­zun­gen wolle sie sich, obwohl der Mara­thon „mein Ding ist“, „rol­len lassen“.

Zwil­lings­schwes­ter Rabea ergänzt: „Der Mara­thon ist eine Wun­der­tüte.“ Auf ein klei­nes Wun­der hofft auch Lokal­ma­ta­dor Simon Boch. Seine Erkäl­tung will er bis Sonn­tag über­wun­den haben. „Ich habe gut trai­niert, dann kam die Erkran­kung.“ Wenn er jedoch am Sonn­tag an den Start geht, habe er „eine Idee, zu gewin­nen“, und fügt hinzu: „Es kann klappen.“

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