Feuerwehrboot im Rettungseinsatz © Lokalbüro

Feu­er­wehr­boot im Ret­tungs­ein­satz © Lokalbüro

 

Ein ver­meint­li­cher Not­fall am Rhein hat am Don­ners­tag für einen spek­ta­ku­lä­ren Groß­ein­satz von Feu­er­wehr, Poli­zei und Was­ser­schutz gesorgt – mit einem eher uner­war­te­ten Ausgang.

Ein auf­merk­sa­mer Pas­sant hatte einen Mann im Was­ser ent­deckt, der schein­bar regungs­los im Rhein stand. Für den Beob­ach­ter war schnell klar: Hier ist jemand in Not! Ohne zu zögern alar­mierte er die Ret­tungs­kräfte und schil­derte eine dra­ma­ti­sche Lage – ein Mann, der sich offen­bar nicht mehr selbst ret­ten könne.

Was dann folgte, ließ nicht lange auf sich war­ten: Inner­halb weni­ger Minu­ten rück­ten Feu­er­wehr, Was­ser­schutz­po­li­zei und wei­tere Ein­satz­kräfte an. Ein Ret­tungs­boot wurde zu Was­ser gelas­sen, Ein­satz­fahr­zeuge sicher­ten das Ufer, und sogar ein Poli­zei­hub­schrau­ber kreiste über der Szene. Der Rhein wurde kurz­zei­tig zur Bühne eines beein­dru­cken­den Rettungsszenarios.

Doch als die Ein­satz­kräfte den ver­meint­lich Hilf­lo­sen erreich­ten, stellte sich her­aus: Der Mann war weder in Gefahr noch in Panik – son­dern schlicht und ergrei­fend beim Angeln.

Aus­ge­rüs­tet mit hohen Ang­ler­stie­feln stand er see­len­ru­hig im Was­ser und ging sei­nem Hobby nach, offen­bar völ­lig unbe­ein­druckt von der inzwi­schen groß ange­leg­ten Ret­tungs­ak­tion um ihn herum.

Die Erleich­te­rung bei den Ein­satz­kräf­ten war groß, der Schmun­zel­fak­tor eben­falls. Für den Ang­ler dürfte die Geschichte jedoch einen klei­nen Haken haben: Sol­che Ein­sätze sind in der Regel kos­ten­pflich­tig, wenn sie mut­wil­lig oder ver­meid­bar aus­ge­löst wer­den – auch wenn hier wohl eher ein Miss­ver­ständ­nis vorlag.

Bleibt zu hof­fen, dass der Fang des Tages den Auf­wand zumin­dest kuli­na­risch recht­fer­tigt. Eines steht fest: Diese Fische waren alles andere als günstig.