© 2026 Lokalbüro / KI-generiertes Bild mit ChatGPT

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Ab dem kom­men­den Schul­jahr erhal­ten Schü­ler in Düs­sel­dorf kein Deutsch­land­ti­cket mehr. Die Stadt kehrt statt­des­sen zum soge­nann­ten Scho­ko­ti­cket zurück – einem Ticket, das ledig­lich den Weg zur Schule und zurück abdeckt, aber keine freie Fahrt im gesam­ten Nah­ver­kehr ermög­licht. Der­zeit nut­zen rund 31.000 Schü­le­rin­nen und Schü­ler in der Lan­des­haupt­stadt das Deutsch­land­ti­cket, das ihnen bun­des­weite Mobi­li­tät im öffent­li­chen Nah­ver­kehr bie­tet – nicht nur für den Schul­weg, son­dern auch für Fami­li­en­be­su­che, Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten und Schulausflüge.

Die Stadt begrün­det die Ent­schei­dung mit stei­gen­den Kos­ten. Für das kom­mende Schul­jahr wird ein Mehr­auf­wand von rund einer hal­ben Mil­lion Euro gegen­über dem Scho­ko­ti­cket erwar­tet. Kri­tik kommt jedoch aus den Rei­hen der Poli­tik. Hakim El Ghazali, Spre­cher im Schul­aus­schuss, bezeich­net die Ent­schei­dung als falsch: „Hier wird am fal­schen Ende gespart. Weni­ger Mobi­li­tät bedeu­tet auch weni­ger Teil­habe für junge Men­schen.” Er mahnt, dass gerade in wirt­schaft­lich schwie­ri­gen Zei­ten Mobi­li­tät für Kin­der und Jugend­li­che eher erleich­tert als erschwert wer­den sollte.

Beson­ders betrof­fen sind Fami­lien mit meh­re­ren Kin­dern, von denen viele die Ticket­kos­ten ohne­hin voll­stän­dig selbst tra­gen. Das Scho­ko­ti­cket bie­tet zwar eine güns­ti­gere Alter­na­tive, schränkt die Bewe­gungs­frei­heit der Schü­ler aber erheb­lich ein. El Ghazali rich­tet seine Kri­tik direkt an die Stadt­spitze: „Statt Bus und Bahn für Schü­ler attrak­ti­ver zu machen, macht die Ver­wal­tung unter Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Kel­ler einen Schritt zurück.” Die Ent­schei­dung, so El Ghazali, sende das fal­sche Signal – gerade in einer Zeit, in der öffent­li­che Mobi­li­tät als Mit­tel sozia­ler Teil­habe immer wich­ti­ger werde.

 

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