Von Chris­tof Roche

Nordnews/Lokalbüro Düs­sel­dorf: Herr Dim­mend­aal, Sie sind seit lan­gem in der Bezirks­ver­tre­tung 5 im Düs­sel­dor­fer Nor­den, aber seit Beginn der aktu­el­len Legis­la­tur der neue Frak­ti­ons­vor­sit­zende der CDU. Wie viel Mehr­ar­beit müs­sen Sie jetzt leisten?

Dim­mend­aal: Es sind schon einige Stun­den Mehr­auf­wand pro Woche, aber ich will mich nicht beschwe­ren – ich habe es mir ja so aus­ge­sucht. Ich habe das große Glück, mit mei­ner Frak­tion und unse­ren Rats­her­ren ein mehr als kom­pe­ten­tes Team an mei­ner Seite zu haben. Das erleich­tert vieles!

Dominik Dimmendaal © Michael Lübke

Nord­news: Die CDU hat bei der letz­ten Kom­mu­nal­wahl in der BV 5 die abso­lute Mehr­heit ver­lo­ren. Sie sind des­halb mit der SPD eine Koali­tion ein­ge­gan­gen. Wie ist die Stimmung?

Dim­mend­aal: Deut­lich bes­ser als in Ber­lin. Wir arbei­ten sehr eng und ver­trau­ens­voll mit­ein­an­der. Das ist bis­her wirk­lich eine gute Basis, um für den Stadt­be­zirk in den kom­men­den Mona­ten etwas zu erreichen.

Nord­news: Warum eine Koali­tion und keine Kooperation?

Dim­mend­aal: Wir wol­len uns ganz klar auf­ein­an­der ver­las­sen kön­nen. Das war für uns die Basis, um über­haupt gut mit­ein­an­der arbei­ten zu kön­nen. Und natür­lich haben wir als CDU im Stadt­rat in der ver­gan­ge­nen Legis­la­tur keine guten Erfah­run­gen mit einer Koope­ra­tion gemacht.

Nord­news: Bei einem Kräf­te­ver­hält­nis von CDU und SPD von 9:2 in der Koali­tion – wie groß ist Ihre Bereit­schaft, Abstri­che an den eige­nen Zie­len zu machen?

Dim­mend­aal: In einer Koali­tion müs­sen beide Sei­ten vor­kom­men, dar­auf wer­den wir auch ach­ten. Gleich­zei­tig muss aber auch das von Ihnen ange­spro­chene Kräf­te­ver­hält­nis deut­lich wer­den. Bis­her habe ich jedoch den Ein­druck, dass jeder in unse­rer Koali­tion weiß, wie die­ses aussieht.

Nord­news: Die Koali­tion war jüngst in Klau­sur, um die gemein­same Marsch­route für das lau­fende Jahr abzu­ste­cken. Was ist das Ergebnis?

Dim­mend­aal: Wir haben uns inten­siv mit den The­men in unse­rem Stadt­be­zirk aus­ein­an­der­ge­setzt und geschaut, was wir tun kön­nen und vor allem, wie wir die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger bes­ser errei­chen kön­nen. Im Ergeb­nis wol­len wir uns mit meh­re­ren The­men beschäf­ti­gen, die die Men­schen schon lange bewe­gen – etwa dem Han­nes-Esser-Platz, dem Fett­pott in Anger­mund sowie dem Anwoh­ner­par­ken in Sto­ckum und Lohau­sen. Außer­dem wol­len wir in Kai­sers­werth zen­tral für den Stadt­be­zirk die Ein­rich­tung eines Bür­ger­hau­ses vor­an­trei­ben. Es gibt viel zu tun, aber nach der von Ihnen ange­spro­che­nen Klau­sur waren alle in unse­rer Koali­tion moti­viert, end­lich rich­tig loszulegen.

Nord­news: Noch eine Frage zu einem ande­ren Thema. Die Ent­schei­dung für den neuen Super­markt in Kai­sers­werth am Drei­ecks­park­platz ist gefal­len. Es heißt, dass Park­plätze für Kun­den auf Ebene des Super­markts vor­han­den sind. Der Park­platz dar­un­ter soll dage­gen seine aktu­elle Funk­tion behal­ten. Was aber – siehe Edeka Lohau­sen –, wenn die Kun­den­park­plätze nicht aus­rei­chen und die Kun­den auch den unte­ren Park­platz in Beschlag neh­men? Was kann man dage­gen tun?

Dim­mend­aal: Der Her­aus­for­de­rung des Park­platz­ma­nage­ments wid­men wir uns bereits mit Blick auf die Anfang 2027 star­tende Bau­phase. Genau des­halb, aber auch für eine dau­er­hafte Lösung, haben wir die Erwei­te­rung des gegen­über­lie­gen­den Park­plat­zes hin­ter der neuen Feu­er­wa­che mit einem Park­deck vor­ge­schla­gen. Durch die lau­fende Mach­bar­keits­un­ter­su­chung bin ich guter Dinge, dass wir bald belast­bare Kos­ten­schät­zun­gen und eine Umset­zungs­per­spek­tive dafür haben.

Nord­news: Was macht ein Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der, wenn er keine Poli­tik macht?

Dim­mend­aal: Meine Frau und ich sind beide lei­den­schaft­lich im Pfer­de­sport enga­giert. Für mich ist das eine ideale Beschäf­ti­gung, um nach einem lan­gen Tag abzuschalten.

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