
© Lokalbüro
Die Düsseldorfer Polizei hat am Dienstag ganztägig Verkehrskontrollen im Stadtgebiet durchgeführt – und dabei eine erschreckende Quote festgestellt: 15 von 29 kontrollierten Pkw-Fahrern nutzten verbotswidrig ein Smartphone oder ein anderes elektronisches Gerät während der Fahrt. Das entspricht mehr als der Hälfte aller Überprüften.
Die Kontrollen fanden von 6 bis 22 Uhr statt und waren Teil der landesweiten Kampagne #Leben der nordrhein-westfälischen Polizei, mit der gezielt gegen die häufigsten Unfallursachen vorgegangen wird. Im Fokus standen diesmal vor allem der Schutz schwacher Verkehrsteilnehmer – also Fußgänger, Radfahrer und Kinder – sowie Ablenkung durch Technik am Steuer.
Insgesamt leiteten die Beamten drei Strafverfahren ein: einmal wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, zweimal wegen Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Hinzu kamen 39 Ordnungswidrigkeiten, unter anderem wegen Fehlverhaltens beim Abbiegen sowie Missachtung von Vorrang und Vorfahrt.
Die Polizei betont: Schon wenige Sekunden Ablenkung reichen aus, um einen schweren Unfall zu verursachen – weil man in dieser Zeit buchstäblich blind unterwegs ist. Wer mit 50 km/h fährt und nur drei Sekunden aufs Handy schaut, legt dabei rund 42 Meter zurück, ohne die Straße im Blick zu haben. Die Behörde appelliert deshalb eindringlich, Navigation und Musik grundsätzlich vor Fahrtantritt einzustellen und das Smartphone während der Fahrt vollständig wegzulegen.

