Symbolbild Kirmesfähre © Lokalbüro

Sym­bol­bild Kir­mes­fähre © Lokalbüro

 

Wenn vom 17. bis zum 26. Juli wie­der Mil­lio­nen Besu­cher zur Rhein­kir­mes auf die Ober­kas­se­ler Rhein­wie­sen strö­men, führt für die meis­ten kein Weg an Bus und Bahn vor­bei. Park­plätze rund um den Kir­mes­platz gibt es prak­tisch keine – umso wich­ti­ger wird in die­sem Jahr das ver­stärkte Ange­bot der Rhein­bahn, das wäh­rend der zehn Tage weit über den regu­lä­ren Fahr­plan hinausgeht.

Zen­trale Hal­te­stelle im Zwei-Minuten-Takt

Über die Stadt­bahn-Linien U75, U76 und U77 sowie eine zusätz­li­che Linie „E” errei­chen Kir­mes­gäste die Hal­te­stelle „Lueg­platz” in nur sie­ben Minu­ten vom Haupt­bahn­hof aus. In den Spit­zen­zei­ten sol­len die Bah­nen im Zwei-Minu­ten-Takt ver­keh­ren. Auch die Linie U70 hält werk­tags ab 13 Uhr zusätz­lich am Lueg­platz, wäh­rend die Bus­li­nien 835, 836 und M3 den süd­li­chen Kir­mes­ein­gang an der Hal­te­stelle „Jugend­her­berge” anbin­den. Bis tief in die Nacht sind Busse und Bah­nen im Ein­satz – nicht nur inner­halb Düs­sel­dorfs, son­dern auch nach Kre­feld, Duis­burg, Meer­busch, Neuss und Ratingen.

Kir­mes­fähre kehrt zurück

Nach Jah­ren der Pause pen­delt die beliebte Kir­mes­fähre erst­mals seit 2019 wie­der zwi­schen den Anle­gern in der Alt­stadt und an der Fest­wiese. Rhein­bahn-Vor­stän­din Annette Grabbe kün­digte an, dass die Fähre künf­tig dau­er­haft zum Mobi­li­täts­an­ge­bot des Unter­neh­mens gehö­ren solle – vor­be­halt­lich eines noch aus­ste­hen­den Rats­be­schlus­ses der Stadt Meer­busch, der auch die Fähr­ver­bin­dung zwi­schen Kai­sers­werth und Langst betrifft. Die Über­fahrt kos­tet wäh­rend der Kir­mes 3,80 Euro, im Preis ent­hal­ten ist ein soge­nann­ter „Schüt­zen­ta­ler” zur Unter­stüt­zung des Düs­sel­dor­fer Schüt­zen- und Hei­mat­fests. Ab 2027 will die Rhein­bahn den Fähr­be­trieb selbst übernehmen.

Mehr Sicher­heit: Per­so­nen­len­kung und KI-Pilotprojekt

Am Lueg­platz hat die Rhein­bahn gemein­sam mit Stadt, Ord­nungs­amt, Poli­zei und Feu­er­wehr ein neues Kon­zept zur Len­kung der Besu­cher­ströme ent­wi­ckelt, das unter ande­rem Sicher­heits­durch­sa­gen vor­sieht, damit alle Bahn­steig­aus­gänge gleich­mä­ßig genutzt wer­den. Par­al­lel star­tet an der Hal­te­stelle „Hein­rich-Heine-Allee” ein sechs­mo­na­ti­ges Pilot­pro­jekt: Eine KI-gestützte Anoma­lie-Erken­nung wer­tet die Bil­der der bereits vor­han­de­nen Kame­ra­über­wa­chung in Echt­zeit aus und soll etwa Per­so­nen im Gleis­be­reich oder Gewalt­hand­lun­gen erken­nen und auto­ma­tisch die Leit­stelle alar­mie­ren. Getes­tet wird die zuvor mit rea­li­täts­na­hen Sze­na­rien trai­nierte Tech­nik an rund zehn Kame­ras. Gespei­chert wer­den dabei keine Daten dau­er­haft – es gilt wei­ter­hin das bestehende Ring­spei­cher­ver­fah­ren mit einer Über­schrei­bung nach 72 Stun­den. Grabbe ord­net das Pro­jekt in die „Sicher­heits­stra­te­gie 2030” der Rhein­bahn ein, die auf einem 360-Grad-Ansatz aus Prä­ven­tion, Prä­senz, Tech­no­lo­gie und geschul­tem Per­so­nal beruhe.

Stärks­tes Ange­bot an den Wochen­en­den und zur Drohnenshow

An bei­den Frei­ta­gen (17. und 24. Juli) und Sams­ta­gen (18. und 25. Juli) ist auf der Kir­mes am meis­ten los, zusätz­lich sorgt eine Droh­nen­show am Diens­tag, 21. Juli, für erhöh­ten Andrang. An die­sen Tagen fah­ren die Linien U73, U78 und 709 bis etwa 2 Uhr, die Linie U79 wird bis zur Hal­te­stelle „Duis­burg, Duis­sern” ver­län­gert. Am Feu­er­werks­frei­tag, 24. Juli, ver­kehrt die U76 bis 4:30 Uhr im dich­te­ren Takt nach Kre­feld. Meh­rere Bus­li­nien, dar­un­ter M2, SB50 und 785, sind eben­falls län­ger unter­wegs, teils bis gegen 3 Uhr. An Sonn- und Wochen­ta­gen gilt ein etwas redu­zier­tes, aber eben­falls ver­län­ger­tes Ange­bot. Zusätz­lich ver­keh­ren an Wochen­en­den die Nacht­Ex­press-Linien NE1 bis NE8 im 30-Minu­ten-Takt ab dem Haupt­bahn­hof, unter der Woche über­neh­men die Bus­li­nien 805 bis 817 den Nachtverkehr.

Tickets und Park-and-Ride

Wer kein Deutsch­land­ti­cket besitzt, kann über die Rhein­bahn-App den elek­tro­ni­schen Tarif „eezy.nrw” nut­zen und sich beim Ein- und Aus­stei­gen ein­fach per Smart­phone ein- und aus­che­cken. Für Auto­fah­rer von außer­halb bie­tet die Rhein­bahn meh­rere kos­ten­lose Park-and-Ride-Mög­lich­kei­ten: Das Voda­fone-Park­haus am Fer­di­nand-Braun-Platz stellt an den Wochen­en­den rund 1.700 Stell­plätze bereit, von der nahe­ge­le­ge­nen Hal­te­stelle „Prin­zen­al­lee” fah­ren die Linien U70, U76, U77 und 805 zur Kir­mes. Das Pro­vin­zial-Park­haus am Hohen­sand­weg bie­tet frei­tags 600 und an Wochen­en­den 800 Plätze, gut erreich­bar über die A46-Abfahrt Wers­ten. Am Flug­ha­fen lässt sich zudem ein Kom­bi­Ti­cket buchen, das Park­platz P13 und Fahr­schein für bis zu fünf Per­so­nen kom­bi­niert – buch­bar unter www.dus.com/parkandride.

Alle Ver­bin­dun­gen und Fahr­zei­ten sind bereits jetzt über die Fahr­plan­aus­kunft unter www.rheinbahn.de sowie in der Rhein­bahn-App hin­ter­legt. Fra­gen beant­wor­tet zudem die kos­ten­freie „Schlaue Num­mer” 0800 6 50 40 30.