v.l. Fabian Trommeschläger (Steigenberger Icon Parkhotel), Laila Hamidi, Peter Wienen (IG Königsallee), Alexander Bethke-Jaenicke und Andrea Höngesberg (beide Düsseldorf Galopp) und Silvia Löffler (Steigenberger Icon Parkhotel). © Lokalbüro

v.l. Fabian Trom­me­schlä­ger (Stei­gen­ber­ger Icon Park­ho­tel), Laila Hamidi, Peter Wie­nen (IG Königs­al­lee), Alex­an­der Bethke-Jae­ni­cke und Andrea Hön­ges­berg (beide Düs­sel­dorf Galopp) und Sil­via Löff­ler (Stei­gen­ber­ger Icon Park­ho­tel). © Lokalbüro

 

Am kom­men­den Sonn­tag ver­wan­delt sich die Düs­sel­dor­fer Galopp­renn­bahn in einen euro­päi­schen Schau­platz der Extra­klasse. Ab 10 Uhr steigt der Königs­al­lee-Renn­tag – und mit ihm das inter­na­tio­nale Früh­jahrs-High­light des deut­schen Galopp­renn­sports: die Horn & Com­pany 106. Ger­man 1000 Gui­neas (Gruppe 2, 125.000 Euro, 1600 Meter). Zehn hoch­klas­sige Stu­ten aus sechs Natio­nen gehen an den Start, dar­un­ter die Sie­ge­rin­nen der pol­ni­schen und däni­schen 1000 Gui­neas sowie eine kurz­fris­tig nach­ge­nannte Fran­zö­sin aus dem Besitz der Wert­hei­mer-Brü­der, Inha­ber des Chanel-Konzerns.

Dass das Ren­nen über­haupt in die­sem gesell­schaft­li­chen Rah­men statt­fin­det, ist einer Idee zu ver­dan­ken, die vor gut elf Jah­ren reifte. Peter Wie­nen, lang­jäh­ri­ger Vor­sit­zen­der der Inter­es­sen­ge­mein­schaft Königs­al­lee, hatte die Vision, Düs­sel­dorfs Pracht­meile und den tra­di­ti­ons­rei­chen Galopp­renn­sport auf dem Gra­fen­berg zu einer gemein­sa­men Marke zu ver­schmel­zen. Gemein­sam mit dem Düs­sel­dor­fer Rei­ter- und Renn­ver­ein schuf er einen Renn­tag, der seit­her weit über die Pfer­de­sport-Gemeinde hin­aus Beach­tung fin­det – als gesell­schaft­li­ches Ereig­nis, das Mode, Gla­mour und Spit­zen­sport ver­eint. Wie­nen selbst beschrieb die Ver­an­stal­tung ein­mal als „weit mehr als Galopp­ren­nen”, näm­lich als eine Ein­la­dung an ganz Düsseldorf.

Das Ren­nen selbst blickt auf eine noch län­gere Geschichte zurück: Die Ger­man 1000 Gui­neas wurde 1919 gegrün­det und wird seit 1949 in Düs­sel­dorf aus­ge­tra­gen. Mit der 106. Auf­lage gehört sie zu den tra­di­ti­ons­reichs­ten Stu­ten­ren­nen Deutsch­lands – ein Klas­si­ker, der seit den Anfän­gen der Bun­des­re­pu­blik auf dem Gra­fen­berg zu Hause ist.

Das Preis­geld allein macht das Ren­nen nicht zum High­light des Früh­jahrs. Wer gewinnt, erhält auch eine Wild­card für die Fal­mouth Sta­kes (Gr. 1) in New­mar­ket sowie eine Start­mög­lich­keit bei den Coro­na­tion Sta­kes (Gr. 1) im Rah­men von Royal Ascot – zwei der pres­ti­ge­träch­tigs­ten Stu­ten­ren­nen Euro­pas. Die Frage lau­tet also: Geht die Tro­phäe nach Deutsch­land, Eng­land, Irland, Frank­reich, Polen oder Dänemark?

Only Luck aus Polen und Sweet Suns­hine aus Däne­mark rei­sen als amtie­rende 1000-Gui­neas-Sie­ge­rin­nen ihrer Hei­mat­län­der an. Only Luck ist bei vier Starts noch unge­schla­gen und kommt mit blü­ten­wei­ßer Weste. Als höchst­ein­ge­schätz­tes Pferd im Feld gilt jedoch die eng­li­sche Lis­ten­sie­ge­rin Time­for­show­ca­sing, trai­niert von Char­lie John­s­ton im york­shirer Gestüt. Lands­frau Our­bren von Trai­ner James Stan­ley Moore kom­plet­tiert das eng­li­sche Auf­ge­bot – Moore hatte bereits 2024 mit Queues Likely den zwei­ten Platz belegt und ange­kün­digt, gerne zurück­zu­keh­ren. Aus Irland reist Sky Watch an, betreut vom auf­stre­ben­den Trai­ner Michael O’Cal­lag­han, der seine Pferde auf dem Cur­ragh bei Dub­lin vorbereitet.

Beson­ders für Gesprächs­stoff sorgt die Fran­zö­sin Indif­fe­rente, die erst kurz­fris­tig nach­ge­mel­det wurde. Mit Jockey Hugo Jour­niac hatte sie am 24. April beim Hen­kel-Stu­ten­preis bereits mäch­tig Ein­druck hin­ter­las­sen. Besit­zer sind die Wert­hei­mer-Brü­der, Inha­ber des Cha­nel-Kon­zerns. Zweite fran­zö­si­sche Chance ist Cau­dry mit Hugo Bes­nier im Sattel.

Die deut­schen Hoff­nun­gen ruhen vor allem auf Win­ter­sonne vom Gestüt Rött­gen mit Mar­tin Seidl, zuletzt Zweite im renom­mier­ten Schwarz­gold-Ren­nen. Eben­falls im Blick­punkt steht Aida mit Nina Baltromei, die beim Hen­kel-Stu­ten­preis als beste Deut­sche auf Rang vier ein­lief und damit Bahn­kennt­nis mit­bringt. Das Gestüt Brüm­mer­hof und Trai­ne­rin Ali­cia Baum schi­cken zudem Arbo­rea mit Wla­di­mir Panov ins Rennen.

Zwei­ter Tages­hö­he­punkt ist der MERKUR SPIELBANKEN Derby Trial (Lis­ten­ren­nen, 30.000 Euro, 13 Uhr), in dem Kan­di­da­ten für das Deut­sche Derby am 5. Juli in Ham­burg gesucht wer­den. Stall Liberty Racings Chief­land gilt als Favo­rit und soll den auf­stre­ben­den Jockey Leon Wolff in den Sat­tel bekom­men. Zu sei­nen Geg­nern zäh­len Gue­vara, Hel­ve­tios und der Fran­zose Yokozuna.

Wett­fans dür­fen sich auf eine beson­dere Pre­miere freuen: Die Quin­tett-Wette wird an die­sem Ter­min erst­mals in Deutsch­land aus­ge­tra­gen. Im sieb­ten Ren­nen des Tages, dem Preis des Stei­gen­ber­ger Icon Park­ho­tels, sind die ers­ten fünf Pferde in der rich­ti­gen Rei­hen­folge zu tip­pen – mit einer Garan­tie­aus­zah­lung von 25.000 Euro. Hinzu kom­men die Vie­rer­wette im drit­ten Ren­nen (Preis der Mer­ce­des-Benz Nie­der­las­sung Düs­sel­dorf, 10.000 Euro Garan­tie) sowie die V4-Wette über die letz­ten vier Ren­nen des Tages, eben­falls mit 10.000 Euro Garantie.

Abseits der Renn­bahn steht der Tag ganz im Zei­chen der Königs­al­lee. Die IG Königs­al­lee, in der rund 100 Unter­neh­men zusam­men­ge­schlos­sen sind, hat wie­der ein gla­mou­rö­ses Rah­men­pro­gramm orga­ni­siert. Mode­de­si­gner Seyit Ares gestal­tet eine Fashion-&-Art-Show am Führ­ring, Desi­gne­rin Ruth Hei­nen zeigt Ent­würfe ihres Labels „Rita Lagune” in mobi­len Schau­fens­tern. Beide sind gemein­sam mit Star-Sty­lis­tin Laila Hamidi und Jour­na­lis­tin Anke Kro­ne­meyer in der Jury des Wett­be­werbs „Out­fit of the Day” – Besu­cher kön­nen einen Fashion-Gut­schein im Wert von 1000 Euro gewin­nen, Hapag-Lloyd-Crui­ses ver­lost sogar eine Kreuz­fahrt für zwei Personen.

Auf der Gäs­te­liste ste­hen unter ande­rem die Schau­spie­ler Mari­ella Ahrens, Frie­de­rike Linke und Patrick Möl­le­ken, Influen­ce­rin Alex­an­dra Lapp, Musi­ker Sascha Klaar, TV-Bar­kee­per Nic Shanker sowie Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler. Nach dem letz­ten Ren­nen legt DJ AXLNT ab 16 Uhr bei der After-Race-Party auf.

Pro­gramm Königsallee-Renntag

  • 10.00 Uhr – Einlass
  • 10.55 Uhr – 1. Ren­nen: Preis der sino AG
  • 12.25 Uhr – Fashion-Show Seyit Ares am Führring
  • 13.00 Uhr – MERKUR SPIELBANKEN Derby Trial, Lis­ten­ren­nen (30.000 €)
  • 13.45 Uhr – Horn & Com­pany 106. Ger­man 1000 Gui­neas, Gr. 2 (125.000 €)
  • 15.00 Uhr – Preis des Stei­gen­ber­ger Icon Park­ho­tels mit Quin­tett-Wette (25.000 € Garantie)
  • 15.10 Uhr – Sie­ger­eh­rung „Out­fit of the Day”
  • 15.45 Uhr – Letz­tes Ren­nen: Soll­azzo & Wetzel-Rennen
  • 16.00 Uhr – After-Race-Party mit DJ AXLNT

Tickets gibt es an der Tages­kasse sowie im Online-Shop der Renn­bahn (Steh­platz 16 Euro, Kin­der unter 12 Jah­ren frei). Online-Käu­fer erhal­ten das Pro­gramm­heft (Wert 3 Euro) kos­ten­los. Für die Anreise wird der ÖPNV empfohlen.

 

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