Bundespolizei am Hauptbahnhof im Einsatz © Lokalbüro

Bun­des­po­li­zei am Haupt­bahn­hof im Ein­satz © Lokalbüro

 

Schnelle Poli­zei­ar­beit hat am Don­ners­tag zur Fest­nahme von drei jugend­li­chen Räu­bern geführt, die im Bereich des Haupt­bahn­hofs gleich zwei­mal zuge­schla­gen haben sol­len. Beson­ders dreist: Zwei der Täter ver­such­ten, sich in einem Fri­sör­sa­lon zu tar­nen – einer von ihnen ver­teilte sich dabei sogar noch schnell eine Blon­die­rung im Haar.

Den Anfang nahm die Sache am Don­ners­tag­nach­mit­tag auf dem Kon­rad-Ade­nauer-Platz. Aus einer Gruppe von drei Jugend­li­chen her­aus riss ein Tat­ver­däch­ti­ger einer Frau unver­mit­telt die Kette vom Hals, dann flüch­te­ten alle drei gemein­sam mit der Beute. Ein­tref­fende Strei­fen­teams wer­te­ten Auf­nah­men einer Über­wa­chungs­ka­mera aus – und erkann­ten dabei einen der Täter auf Anhieb wie­der. Der 16-Jäh­rige war erst wenige Stun­den zuvor nach einer Anzeige wegen eines Betäu­bungs­mit­tel­de­likts von der Poli­zei­wa­che Stadt­mitte ent­las­sen wor­den. Kurze Zeit spä­ter wurde er im Bahn­hofs­um­feld gestellt und vor­läu­fig festgenommen.

Noch wäh­rend die Fahn­dung lief, kam es an der Lui­sen­straße zum nächs­ten Über­fall. Zwei Jugend­li­che ver­such­ten, einer Frau Hals­kette und Hand­ta­sche zu ent­rei­ßen und flüch­te­ten schließ­lich mit einem Arm­band als Beute. Die Spur der bei­den führte Beamte in einen nahe­ge­le­ge­nen Bar­ber Shop. Dort hat­ten sie nicht nur bereits die Klei­dung gewech­selt – einer der bei­den hatte sich zusätz­lich eine Blon­die­rung ins Haar geschmiert. Beide wur­den fest­ge­nom­men, und wie sich her­aus­stellte, han­delte es sich bei den 17- und 18-Jäh­ri­gen um die Kom­pli­zen des Rau­bes vom Bahnhofsvorplatz.

Wäh­rend der 17-Jäh­rige man­gels Haft­grün­den wie­der auf freien Fuss musste, prü­fen die Spe­zia­lis­ten des Fach­kom­mis­sa­ri­ats für Jugend­kri­mi­na­li­tät (KK 36), ob der 16- und der 18-Jäh­rige dem Ermitt­lungs­rich­ter vor­ge­führt wer­den. Beide sind laut Poli­zei bereits wegen einer Viel­zahl ähn­li­cher Delikte kri­mi­nal­po­li­zei­lich in Erschei­nung getreten.