Schon seit mehreren Tagen hält sich Bad Bunny in Düsseldorf auf, am Samstag erreichte der Trubel um den Superstar dann einen neuen Höhepunkt. Bereits am Vormittag versammelten sich vor seiner Unterkunft, dem Breidenbacher Hof, Hunderte Anhänger, die Handykameras stets im Anschlag, in der Hoffnung auf einen kurzen Moment mit ihrem Idol.
Die Menge wuchs im Laufe des Tages derart an, dass städtische Kräfte eingreifen mussten: Mitarbeitende des Ordnungsamtes errichteten Absperrgitter entlang des Gehwegs vor Galeria, um den Verkehr auf der vielbefahrenen Straße nicht zu gefährden. Trotz Temperaturen von über 30 Grad harrten zahlreiche Fans stundenlang aus, ohne dass sich der Künstler blicken ließ.
Gegen 14 Uhr verließ Bad Bunny das Hotel schließlich mit seinem Team, allerdings nicht durch den Haupteingang: Eine Kolonne von Fahrzeugen brachte ihn und seine Mannschaft über die Tiefgarage direkt in Richtung Arena, wo am Wochenende seine einzigen beiden Deutschlandkonzerte stattfinden. Kurz darauf löste sich die Menge vor dem Hotel auf.
Für viele wartende Fans blieb damit nur das Nachsehen. Aus Sicht des Lokalbüros drängt sich dabei eine Frage auf: Wäre es nicht auch eine Geste der Wertschätzung gewesen, sich den Fans, die seit dem Vormittag bei drückender Hitze ausgeharrt hatten, wenigstens kurz zu zeigen? Schließlich sind es genau diese Menschen, die einem Künstler wie Bad Bunny zu seinem Ruhm und Erfolg verhelfen.




