
Letzte Touren aus Erkrath: (von links) Alexandra Flaig (Leiterin Gymnasium Hochdahl), Michael Pfleging (Schuldezernent), Laura Bundschuh, Imran Hajjam, Can Gündogan (Gymnasium Hochdahl), Detlev Andres, Aziz Al Wakeel (Rheinbahn-Fahrer), Christian Finke (Bereichsleiter Betrieb Rheinbahn), Patrick Thoma (Abteilungsleiter Verkehr Rheinbahn) und Matthias Winkel (Rheinbahn-Betriebshofleiter Tiefenbroich). © Rheinbahn
Nach 216 Schultagen, mehr als 6.000 Fahrten und rund 37.000 gefahrenen Kilometern ist am Dienstag der Schulbus-Sonderverkehr zwischen Erkrath-Hochdahl und Düsseldorf-Benrath zu Ende gegangen. Die Rheinbahn hatte den Pendelverkehr im vergangenen Jahr kurzfristig eingerichtet, nachdem ein verheerender Brand im Mai 2025 nahezu den gesamten Gebäudekomplex des Schulzentrums Hochdahl zerstört hatte. Seither wurden rund 1.200 Schüler des Schulzentrums täglich mit Bussen zu ihrem Ausweichquartier nach Benrath gebracht.
Zum Abschied ließ sich die Rheinbahn noch einmal etwas einfallen: Am letzten Tag erhielten alle Kinder und Jugendlichen frisches Obst, ein Eis, Süßigkeiten und ein kleines Andenken. Auf den digitalen Anzeigen der Busse war zudem ein eigens für diesen Anlass programmierter Abschiedsgruß zu lesen: „Viel Erfolg für die Zukunft. Wir werden Euch vermissen.“
Schnelle Lösung nach dem Schulbrand
Christian Finke, Bereichsleiter Betrieb bei der Rheinbahn, zog eine positive Bilanz: „Wir haben gezeigt: Die Rheinbahn ist da, wenn sie gebraucht wird – besonders in Ausnahmesituationen. Unser Ziel war es, den Schülern nach dem tragischen Vorfall möglichst schnell wieder ein Stück Alltag zurückzugeben.“ Möglich geworden sei die schnelle Lösung durch das enge Zusammenspiel zwischen den Schulen, den beteiligten Städten und der Rheinbahn.
Auch Erkraths Schuldezernent Michael Pfleging würdigte die Zusammenarbeit: „Der enge Austausch zwischen den Schulen, den Städten und der Rheinbahn hat gezeigt, was öffentliche Einrichtungen in kürzester Zeit gemeinsam schaffen können.“ Er dankte allen Beteiligten, die dazu beigetragen hätten, die logistische Herausforderung nach dem Schulbrand zu lösen und einen zuverlässigen Pendelverkehr zwischen den beiden Städten auf die Beine zu stellen.
Sechs Gelenkbusse im Dauereinsatz
Für den Sonderverkehr setzte die Rheinbahn täglich sechs Gelenkbusse ein, die – einschließlich der Shuttlefahrten zum Sportunterricht – insgesamt rund 28 Fahrten pro Tag absolvierten. Rund 20 Fahrer standen bereit, um Urlaubs- und Schichtvertretungen sicherzustellen.
„So funktioniert Teamwork. Mein besonderer Dank gilt unseren Fahrern, die Tag für Tag mit großem Engagement und großer Zuverlässigkeit den Sonderverkehr zwischen Erkrath und Düsseldorf-Benrath aufrechterhalten haben. Ohne ihren Einsatz und ihre Flexibilität wäre diese logistische Herausforderung nicht zu bewältigen gewesen“, betonte Finke. Er bedankte sich zugleich bei den Schülern und deren Eltern, die den besonderen Pendelverkehr mit Geduld und Verständnis begleitet hätten.
Umzug in Container steht bevor
In den letzten Schultagen vor den Sommerferien bereiten sich die Erkrather Schüler nun auf den nächsten Schritt vor: Ab Anfang September wird der Unterricht in Containern stattfinden – so lange, bis der Neubau in Hochdahl fertiggestellt ist. „Unsere Fahrer haben die Schüler in den vergangenen Monaten zuverlässig begleitet. Für ihren weiteren Weg wünschen wir ihnen alles Gute und viel Erfolg“, sagte Finke zum Abschluss.