Wie viel Geschichte verträgt die Stadt von morgen? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines öffentlichen Forums, zu dem die Aktionsgemeinschaft Düsseldorfer Heimat- und Bürgervereine und der Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz am Donnerstag, 16. April, einladen. Veranstaltungsort ist das Palais Wittgenstein in der Düsseldorfer Altstadt.
Die Landeshauptstadt steht vor richtungsweisenden Entscheidungen in der Stadtentwicklung. Besonders deutlich wird das an aktuellen Projekten: Was passiert mit dem heutigen Opernhaus, sollte ein Neubau realisiert werden? Und welche Rolle spielt die denkmalgeschützte Theodor-Heuss-Brücke bei künftigen Verkehrs- und Stadtplanungen? An diesen Beispielen zeigt sich das Spannungsfeld zwischen dem Erhalt historischer Substanz, modernen Anforderungen und unterschiedlichen gesellschaftlichen Interessen.
Düsseldorf gilt im Vergleich zu anderen Städten als eher arm an historischer Bausubstanz. Umso größer ist die Bedeutung der wenigen erhaltenen Zeugnisse, die die Entwicklung von der ehemaligen Residenzstadt über die Industriemetropole bis hin zur heutigen Dienstleistungsstadt dokumentieren. Genau hier setzt das Forum an: Es will das Bewusstsein für den Wert dieser Denkmäler schärfen und ihre Rolle für die Zukunft der Stadt neu bewerten.
Zum Auftakt sind mehrere Impulsvorträge geplant, die sich unter anderem mit der historischen Entwicklung Düsseldorfs sowie mit der Wahrnehmung von Denkmälern im heutigen Stadtbild befassen. Im Anschluss folgt eine prominent besetzte Podiumsdiskussion. Vertreter aus Wissenschaft, Denkmalpflege, Verwaltung, Politik und Bürgerschaft werden dabei zentrale Fragen erörtern: Welche Funktion haben Denkmäler in der modernen Stadtplanung? Wie lassen sich historische Strukturen sinnvoll in neue Konzepte integrieren? Und welche Rolle spielt bürgerschaftliches Engagement beim Erhalt des kulturellen Erbes?
Moderiert wird die Veranstaltung von Andreas Vollmert. Die Organisatoren setzen bewusst auf einen offenen Austausch und laden alle interessierten Bürger ein, sich an der Diskussion zu beteiligen und neue Perspektiven auf Düsseldorfs Stadtentwicklung kennenzulernen.
Das Forum beginnt am Donnerstag, 16. April 2026, um 18 Uhr und endet gegen 21 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.



