
Landeshauptstadt Düsseldorf/Stefan Wenzel © Tagpfauenauge
Die Landeshauptstadt Düsseldorf setzt ihre Initiative für mehr Natur im urbanen Raum fort und wirbt erneut für die ökologische Aufwertung von Vorgärten. Im Mittelpunkt steht die Kampagne „Mach’s bunt“, die seit 2020 Anreize und konkrete Hilfestellungen für Bürger bietet, ihre Grundstücke klimafreundlicher und artenreicher zu gestalten.
Umweltdezernent Jochen Kral betont die wachsende Bedeutung naturnaher Flächen in dicht bebauten Stadtgebieten. Bereits im siebten Jahr werbe die Stadt mit der Aktion für lebendige Vorgärten. Informationsmaterialien wie das Faltblatt „Mach’s bunt“ sowie begleitende Internetangebote liefern zahlreiche praktische Hinweise – von der Auswahl geeigneter Pflanzen bis hin zur richtigen Pflege. Besonders gefragt ist dabei das kostenfreie Wildblumensaatgut, das Bürgern zur Verfügung gestellt wird.
Parallel dazu setzt die Stadt mit der neuen Kampagne „Grau raus, Grün rein“ gezielt auf die Entsiegelung versiegelter Flächen. Wer gepflasterte Bereiche von mindestens fünf Quadratmetern zurückbaut und begrünt, kann finanzielle Unterstützung erhalten. Weitere Informationen dazu stellt die Stadt online bereit unter duesseldorf-entsiegelt.de.
Auch die Nachfrage nach persönlicher Beratung wächst. Zwei Seminare zur ökologischen und zugleich ästhetischen Gestaltung von Vorgärten haben bereits im Ökotop Heerdt stattgefunden. Aufgrund der positiven Resonanz prüft die Stadt derzeit die Durchführung eines weiteren Termins. Interessierte können ihr Interesse über die Internetseite der Kampagne anmelden.
Neben Informationen setzt die Initiative vor allem auf konkrete Unterstützung. Faltblätter liegen unter anderem im Rathaus am Marktplatz, im Gartenamt sowie im Umweltamt aus. Besonders gefragt sind die Saatguttüten der sogenannten „Düsseldorfer Mischung“, die kostenlos im Gartenamt erhältlich sind – solange der Vorrat reicht. Auch das städtische Klimamobil verteilt Flyer und Saatgut im gesamten Stadtgebiet.
Die „Düsseldorfer Mischung 2.0“ enthält eine Auswahl regionaltypischer Wildblumen wie Glockenblume, Malve, Natternkopf, Thymian, Klatschmohn, Leinkraut und Margeriten. Sie sollen nicht nur für farbliche Akzente sorgen, sondern vor allem die biologische Vielfalt stärken. Die Pflanzen bieten Insekten zusätzlichen Lebensraum und erweitern das Nahrungsangebot in der Stadt.
Für eine erfolgreiche Aussaat empfiehlt die Stadt sonnige Standorte und eine sorgfältige Vorbereitung des Bodens. Die Samen sollten nach dem Ausbringen ausreichend feucht gehalten werden. Geeignete Zeiträume für die Aussaat sind das Frühjahr von Anfang März bis Ende April sowie der Spätsommer bis in den Herbst hinein. Einige der Wildblumen sind mehrjährig und entfalten ihre volle Blüte erst im Folgejahr.
Mit der Kombination aus Information, Förderung und praktischer Hilfe setzt Düsseldorf damit weiterhin auf eine schrittweise Begrünung der Stadt – und auf das Engagement seiner Bürger.


