Die drei Städte Bonn, Düsseldorf und Köln starten einen Städtewettbewerb zur Begrünung von versiegelten privaten Flächen. Umweltdezernent Jochen Kral hat gemeinsam mit der Gartenexpertin Melanie Unterberg (l.), WDR-Lokalzeit, Nachhaltigkeitsmanagerin Marita Krüssel, Investor Relations und Nachhaltigkeit bei der Provinzial, und Renate Böhm (r.), Vorsitzende Verein pro Düsseldorf, die Entsieglungsaktion vorgestellt. © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lasse Rotthoff

Archiv­bild Die drei Städte Bonn, Düs­sel­dorf und Köln star­ten einen Städ­te­wett­be­werb zur Begrü­nung von ver­sie­gel­ten pri­va­ten Flä­chen. Umwelt­de­zer­nent Jochen Kral hat gemein­sam mit der Gar­ten­ex­per­tin Mela­nie Unter­berg (l.), WDR-Lokal­zeit, Nach­hal­tig­keits­ma­na­ge­rin Marita Krüs­sel, Inves­tor Rela­ti­ons und Nach­hal­tig­keit bei der Pro­vin­zial, und Renate Böhm (r.), Vor­sit­zende Ver­ein pro Düs­sel­dorf, die Ent­sieg­lungs­ak­tion vor­ge­stellt. © Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf/Lasse Rotthoff

 

Die Düs­sel­dorf setzt ihren Kurs für mehr Grün und weni­ger Ver­sie­ge­lung im Stadt­ge­biet fort. Mit dem För­der­pro­gramm „Grau raus, Grün rein“ unter­stützt die Lan­des­haupt­stadt auch in die­sem Jahr Pri­vat­per­so­nen und klei­nere Betriebe dabei, gepflas­terte oder asphal­tierte Flä­chen zurück­zu­bauen und durch bepflanzte Berei­che zu erset­zen. Ein zen­tra­les Ele­ment dabei: kos­ten­lo­ser Kom­post aus Düs­sel­dor­fer Produktion.

Das Ziel der Initia­tive ist klar for­mu­liert: Ver­sie­gelte Flä­chen sol­len redu­ziert wer­den, um die Auf­ent­halts­qua­li­tät zu ver­bes­sern, die Arten­viel­falt zu för­dern und das Stadt­klima nach­hal­tig zu ent­las­ten. Beson­ders in dicht bebau­ten Quar­tie­ren kann jede ent­sie­gelte Flä­che einen mess­ba­ren Bei­trag zur Küh­lung leisten.

Für die anschlie­ßende Begrü­nung emp­fiehlt die Stadt die Nut­zung von soge­nann­tem Düs­sel­dor­fer Kom­post. Die­ser ent­steht aus Bio­ab­fäl­len, die über die Bio­tonne sowie die Grün­schnitt­samm­lung erfasst wer­den. In der Kom­pos­tie­rungs­an­lage der KDM GmbH, einem Toch­ter­un­ter­neh­men der AWISTA GmbH, wer­den diese Mate­ria­lien zu einem hoch­wer­ti­gen Boden­ver­bes­se­rer ver­ar­bei­tet. Das Pro­dukt trägt das Güte­sie­gel der Bun­des­gü­te­ge­mein­schaft Kom­post und gilt als beson­ders nähr­stoff­reich und unbe­denk­lich für den Ein­satz im Garten.

Ein zusätz­li­cher Anreiz: Düs­sel­dor­fer Bür­ger kön­nen den Kom­post kos­ten­los bezie­hen. Ver­füg­bar ist er auf den Recy­cling­hö­fen in Flin­gern und Lohau­sen sowie in den Kom­pos­tie­rungs­an­la­gen in Düs­sel­dorf-Hamm und im benach­bar­ten Ratin­gen. Wer lose Ware abholt, sollte eigene Behäl­ter und Werk­zeug mit­brin­gen. Alter­na­tiv wird Kom­post auch in Säcken ange­bo­ten, etwa 40 Liter für 5,50 Euro. Preis­de­tails sind online unter https://kdm-gmbh.com/unsere-preise/ abrufbar.

Umwelt­de­zer­nent Jochen Kral betont die Bedeu­tung der Maß­nahme: „Mit einer Ent­sie­ge­lung tra­gen Sie zur Arten­viel­falt und zu einem bes­se­ren Klima in der Stadt bei. Neue Grün­flä­chen ver­schö­nern die Umge­bung und sor­gen für eine spür­bare Kühlung.“

Auch finan­zi­ell wird das Enga­ge­ment unter­stützt. Laut Umwelt­amts­lei­ter Ste­fan Fer­ber för­dert die Stadt Maß­nah­men im Rah­men des Pro­gramms „Dach‑, Fassaden‑, Innen­hof­be­grü­nung“, zu dem auch „Grau raus, Grün rein“ gehört, mit bis zu 25 Euro pro Qua­drat­me­ter. Vor­aus­set­zung ist eine Min­dest­flä­che von fünf Quadratmetern.

Inter­es­sierte fin­den Bei­spiele bereits umge­setz­ter Pro­jekte sowie wei­ter­füh­rende Infor­ma­tio­nen unter www.duesseldorf-entsiegelt.de. För­der­an­träge kön­nen digi­tal über das städ­ti­sche Por­tal unter https://foerderung.duesseldorf.de/ ein­ge­reicht werden.

Mit der Kom­bi­na­tion aus finan­zi­el­ler För­de­rung und kos­ten­lo­sem Kom­post setzt Düs­sel­dorf gezielt Anreize, um ver­sie­gelte Flä­chen in leben­dige Grün­räume zu ver­wan­deln – ein Ansatz, der sowohl öko­lo­gisch als auch stadt­kli­ma­tisch zuneh­mend an Bedeu­tung gewinnt.

 

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