Timeforshowcasing siegt unter Jack Mitchell in den Horn & Company 106. German 1000 Guineas © LB / Olaf oidtmann

Time­for­show­ca­sing siegt unter Jack Mit­chell in den Horn & Com­pany 106. Ger­man 1000 Gui­neas © LB / Olaf oidtmann

 

Die drei­jäh­rige eng­li­sche Stute Time­for­show­ca­sing gewann am Sonn­tag die Horn & Com­pany 106. Ger­man 1000 Gui­neas auf dem Gra­fen­berg und schickte den zwei­ten Klas­si­ker der deut­schen Galopp­renn­sai­son damit erneut nach Eng­land. Das mit 125.000 Euro dotierte Gruppe-II-Ren­nen über 1.600 Meter ent­schied die von Char­lie John­s­ton in Midd­le­ham trai­nierte Stute – im Besitz von Jaber Abdul­lah – mit sou­ve­rä­nem End­spurt unter Jockey Jack Mit­chell mit ein­ein­halb Län­gen Vor­sprung für sich. „Wir hat­ten das Ren­nen schon län­ger auf dem Schirm”, sagte John­s­ton hin­ter­her. „Der Jockey hat einen tol­len Ritt gezeigt. Wir muss­ten noch etwas zit­tern, als die Zweite auf­kam, aber unser Pferd hat bes­tens zurück­ge­kämpft.” Mit­chell selbst gab sich gelas­sen: „Wir hat­ten ein Traum­ren­nen. Ich habe gemerkt, dass das andere Pferd kam – aber wir waren nie in Gefahr.” Es war der fünfte Sieg beim ach­ten Start für die Eng­län­de­rin. Für Trai­ner Char­lie John­s­ton war es der erste Gui­neas-Tri­umph auf dem Gra­fen­berg, womit er in die Fuß­stap­fen sei­nes Vaters Mark tritt, der das Ren­nen 2018 und 2020 gewann. Rang zwei belegte die nach­ge­nannte fran­zö­si­sche Gast­stute Indif­fe­rente unter Hugo Jour­niac aus dem Stall von Yann Bar­be­rot, Platz drei die Irin Sky Watch. Als beste deut­sche Pferde lie­fen Arbo­rea unter Wla­di­mir Panov und Win­ter­sonne unter Mar­tin Seidl auf den Rän­gen vier und fünf ein.

Noch bevor die Stu­ten den Gra­fen­berg in Beschlag nah­men, sorgte der drei­jäh­rige Hengst Chief­land für die erste große Schlag­zeile des Tages. Im MERKUR SPIELBANKEN Derby Trial, dem Lis­ten­ren­nen über 2.200 Meter und wich­tigs­ten Der­by­vor­prü­fung des Tages, domi­nierte der Favo­rit aus dem Stall von Trai­ner Henk Grewe, im Besitz von Liberty Racing 2024 Gold, das Feld und löste das begehrte Derby-Ticket. Sieg­jo­ckey Leon Wolff sagte: „Wir hat­ten schon immer eine gute Mei­nung von ihm. Er hat sei­nen eige­nen Kopf – das gefällt mir auch.” Grewe betonte, Chief­land sei an die­sem Tag noch nicht bei 100 Pro­zent gewe­sen – das Derby kommt also zur rech­ten Zeit. Bereits im Auf­takt­ren­nen des Tages hatte die drei­jäh­rige Cracks­man-Toch­ter Cla­do­nia unter Jockey Michael Cadeddu für den Heim­stall Gra­fen­berg von Albrecht Woeste mit einem sehens­wer­ten Schluss­ak­kord gewon­nen. Den Preis von Hapag-Lloyd Crui­ses über 2.900 Meter ent­schied schließ­lich die vier­jäh­rige Stute Blue Lips aus dem Köl­ner Stall von Andreas Sub­o­rics über­zeu­gend unter Stall­jo­ckey Ben­ja­min Maire für sich.

Dass die­ser Renn­tag aber schon lange mehr ist als Pfer­de­sport, hat eine Geschichte, die vor gut elf Jah­ren begann. Peter Wie­nen, lang­jäh­ri­ger Vor­sit­zen­der der Inter­es­sen­ge­mein­schaft Königs­al­lee, hatte die Idee, Düs­sel­dorfs Pracht­meile und den tra­di­ti­ons­rei­chen Galopp­renn­sport zu einer gemein­sa­men Marke zu ver­schmel­zen. Was damals als Vision ent­stand, ist heute ein fes­ter Ter­min im Kalen­der der Düs­sel­dor­fer Gesell­schaft – ein Ereig­nis, das Mode, Gla­mour und Spit­zen­sport ver­bin­det und weit über die Pfer­de­sport-Gemeinde hin­aus Beach­tung fin­det. Mit dabei waren in die­sem Jahr Schau­spie­ler Mari­ella Ahrens, Frie­de­rike Linke und Patrick Möl­le­ken, Influen­ce­rin Alex­an­dra Lapp sowie Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler. Die Düs­sel­dor­fer Desi­gne­rin Ruth Hei­nen zeigte mit ihrem Label „Rita Lagune” aus­ge­wählte Ent­würfe in mobi­len Schau­fens­tern, Desi­gner Seyit Ares gestal­tete am Führ­ring eine beson­dere Fashion & Art-Show. Große Hüte, mon­däne Klei­der, schi­cke Her­ren­mode – die Renn­bahn wurde ein­mal mehr zum Lauf­steg. Geschäfts­füh­re­rin Andrea Hön­ges­berg zog am Abend ein begeis­ter­tes Fazit: „Ein beson­de­rer Fest­tag des Galopp­renn­sports, nicht nur für die Düs­sel­dor­fer Gesell­schaft. Beson­ders die inter­na­tio­nale Reso­nanz unse­res Stu­ten­klas­si­kers war außer­ge­wöhn­lich.” Den Abschluss machte DJ AXLNT mit der After Race Party.

Der nächste Galopp­ter­min auf dem Düs­sel­dor­fer Gra­fen­berg fin­det am Sams­tag, 20. Juni statt. Im Mit­tel­punkt steht das Diana Trial, ein mit 30.000 Euro dotier­tes Lis­ten­ren­nen für drei­jäh­rige Stuten.

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