Tradition trifft Moderne – Das vollelektrische Spitzenmodell DS N°8, das die Tour anführt, und ein historisches DS-Cabrio, Baujahr 1967, nehmen an der diesjährigen Ausfahrt teil. Auf dem Foto vlnr.: Mika Hahn, Automobilexperte, Center Manager der Classic Remise Düsseldorf; Dorothea Knell, Head of PR Stellantis Premium Brands Germany und Thomas Kötter, Geschäftsführer des Tour-Veranstalters Destination Düsseldorf © Lokalbüro

Tra­di­tion trifft Moderne – Das voll­elek­tri­sche Spit­zen­mo­dell DS N°8, das die Tour anführt, und ein his­to­ri­sches DS-Cabrio, Bau­jahr 1967, neh­men an der dies­jäh­ri­gen Aus­fahrt teil. Auf dem Foto vlnr.: Mika Hahn, Auto­mo­bil­ex­perte, Cen­ter Mana­ger der Clas­sic Remise Düs­sel­dorf; Doro­thea Knell, Head of PR Stellan­tis Pre­mium Brands Ger­many und Tho­mas Köt­ter, Geschäfts­füh­rer des Tour-Ver­an­stal­ters Desti­na­tion Düs­sel­dorf © Lokalbüro

 

Tour de Düs­sel­dorf bringt Anfang Juli rund 130 fran­zö­si­sche Old­ti­mer an den Rhein

Düs­sel­dorf. Wenn Anfang Juli das Frank­reich­fest die Düs­sel­dor­fer Alt­stadt in Blau-Weiß-Rot taucht, gehö­ren sie längst zum ver­trau­ten Bild: his­to­ri­sche fran­zö­si­sche Auto­mo­bile, die auf dem Burg­platz und ent­lang des Rhein­ufers zahl­rei­che Besu­cher anzie­hen. Am 4. und 5. Juli fin­det die 23. Tour de Düs­sel­dorf statt. Erwar­tet wer­den rund 130 Old­ti­mer, die das größte Tref­fen fran­zö­si­scher Klas­si­ker in Deutsch­land bilden.

Die Band­breite der Fahr­zeuge reicht von sel­te­nen Model­len aus den 1920er- und 1930er-Jah­ren bis zu belieb­ten Klas­si­kern der 1950er bis 1980er Jahre. Beson­ders stark ver­tre­ten ist erneut der Citroën DS. Mehr als 20 Exem­plare der legen­dä­ren Limou­sine wer­den erwar­tet, dar­un­ter meh­rere Cabrio­lets. Der Spitz­name „die Göt­tin“ beglei­tet das Modell seit sei­ner Vor­stel­lung auf dem Pari­ser Auto­mo­bil­sa­lon 1955. Im Fran­zö­si­schen wird die Abkür­zung DS wie das Wort „déesse“ aus­ge­spro­chen, was über­setzt Göt­tin bedeutet.

Pas­send dazu wird das Teil­neh­mer­feld in die­sem Jahr von einem moder­nen Nach­fol­ger ange­führt. Mit dem voll­elek­tri­schen DS N°8 prä­sen­tiert die Marke ihr aktu­el­les Spit­zen­mo­dell, das auf dem Burg­platz eben­falls zu sehen sein wird.

Neben den Fahr­zeu­gen selbst ste­hen bei der Tour vor allem die Geschich­ten dahin­ter im Mit­tel­punkt. So bringt Wolf­gang Böhme aus Düs­sel­dorf einen Citroën HP5 C3 aus dem Jahr 1924 an den Start, den er über drei Jahre hin­weg restau­riert hat. Das Fahr­zeug leis­tet ledig­lich elf PS und erreicht rund 60 Stun­den­ki­lo­me­ter. Tech­ni­sche Beson­der­hei­ten aus den Anfangs­jah­ren des Auto­mo­bils gehö­ren dazu: Das Gas­pe­dal befin­det sich in der Mitte, die Fuß­bremse wirkt auf das Getriebe, die Hand­bremse auf die Hin­ter­achse. Eine Bremse für die Vor­der­achse war damals nur gegen Auf­preis erhältlich.

Eine wei­tere Rari­tät ist ein Renault R16 TX auto­ma­tic von 1976. Das Fahr­zeug befin­det sich seit 45 Jah­ren im Besitz der­sel­ben Fami­lie. Nach einer umfas­sen­den Restau­rie­rung ist der Wagen seit dem ver­gan­ge­nen Jahr wie­der auf den Stra­ßen unter­wegs. Bun­des­weit sind der­zeit nur wenige Exem­plare die­ses Typs zugelassen.

Auch der Peu­geot 402 Coach von Andreas Gemünd erzählt eine außer­ge­wöhn­li­che Geschichte. Der sel­tene Zwei­tü­rer wurde 1935 nach Prag aus­ge­lie­fert und gelangte Jahr­zehnte spä­ter nach Deutsch­land. Viele Ori­gi­nal­teile muss­ten welt­weit gesucht wer­den, bevor das Fahr­zeug nach fast zehn­jäh­ri­ger Restau­rie­rung wie­der eine Zulas­sung erhielt.

Zu den wei­te­ren Teil­neh­mern zäh­len unter ande­rem ein Peu­geot 190 S Tor­pedo von 1928, ein Citroën Trac­tion Avant von 1937, ein Facel Vega HK 500 von 1959, ein Citroën DS 19 Cabrio von 1967 sowie eine Renault Alpine A110 aus dem Jahr 1976. Die Fahr­zeuge rei­sen aus Nord­rhein-West­fa­len, ande­ren Bun­des­län­dern und sogar aus der Schweiz an.

Die Tour de Düs­sel­dorf fin­det erneut par­al­lel zum Frank­reich­fest statt, das vom 3. bis 5. Juli rund um das Rat­haus, den Burg­platz und das Rhein­ufer gefei­ert wird. Neben fran­zö­si­scher Gas­tro­no­mie, Musik und Kul­tur zählt die Old­ti­mer-Schau tra­di­tio­nell zu den größ­ten Besu­cher­ma­gne­ten der Veranstaltung.

Der Innen­hof des Rat­hau­ses bil­det erneut das Zen­trum des Büh­nen­pro­gramms. Dort wird das Frank­reich­fest am Frei­tag, 3. Juli, offi­zi­ell eröff­net. Der Burg­platz und das Rhein­ufer kön­nen wäh­rend des gesam­ten Ver­an­stal­tungs­wo­chen­en­des kos­ten­frei besucht wer­den. Für den Innen­hof des Rat­hau­ses wird Ein­tritt erhoben.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zum Pro­gramm gibt es unter www.duesseldorfer-frankreichfest.de.

 

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