Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller (2.v.r.), Polizeipräsidentin Miriam Brauns, Dr. Lukas Raabe, stellvertretender Leiter der Bundespolizeiinspektion Düsseldorf (l.), sowie Henryck Fiedler, Leiter DB Sicherheit Nordrhein-Westfalen © Stadt Düsseldorf/Claus Langer

Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler (2.v.r.), Poli­zei­prä­si­den­tin Miriam Brauns, Dr. Lukas Raabe, stell­ver­tre­ten­der Lei­ter der Bun­des­po­li­zei­in­spek­tion Düs­sel­dorf (l.), sowie Hen­ryck Fied­ler, Lei­ter DB Sicher­heit Nord­rhein-West­fa­len © Stadt Düsseldorf/Claus Langer

 

Die gemein­sa­men Sicher­heits­strei­fen im Umfeld des Düs­sel­dor­fer Haupt­bahn­hofs blei­ben auf Dauer bestehen. Nach einer drei­mo­na­ti­gen Test­phase haben Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler, Poli­zei­prä­si­den­tin Miriam Brauns, der stell­ver­tre­tende Lei­ter der Bun­des­po­li­zei­in­spek­tion Düs­sel­dorf, Dr. Lukas Raabe, sowie Hen­ryck Fied­ler, Lei­ter der DB Sicher­heit Nord­rhein-West­fa­len, am Diens­tag im Rat­haus eine Ord­nungs­part­ner­schaft besie­gelt. Damit steht die Zusam­men­ar­beit im Pro­jekt „Sicher­heit im Bahn­hofs­um­feld“ (SiBu) künf­tig auf einer ver­bind­li­chen und lang­fris­ti­gen Grundlage.

An den soge­nann­ten SiBu-Strei­fen sind Ein­satz­kräfte des städ­ti­schen Ord­nungs­am­tes, des Poli­zei­prä­si­di­ums Düs­sel­dorf, der Bun­des­po­li­zei­in­spek­tion Düs­sel­dorf und der Deut­schen Bahn betei­ligt. Ihr gemein­sa­mer Auf­trag: die Sicher­heit rund um den Haupt­bahn­hof spür­bar erhö­hen und das Sicher­heits­ge­fühl der Bür­ger im Bahn­hofs­vier­tel stärken.

Ober­bür­ger­meis­ter Kel­ler zeigte sich zufrie­den mit den bis­he­ri­gen Ergeb­nis­sen. Die ver­gan­ge­nen Monate hät­ten gezeigt, dass der gemein­same Ansatz funk­tio­niere. Durch die enge Abstim­mung der Part­ner könne schnel­ler gehan­delt und über Zustän­dig­keits­gren­zen hin­weg gear­bei­tet wer­den, so Kel­ler. Mit der Ord­nungs­part­ner­schaft werde diese Zusam­men­ar­beit nun gefes­tigt und wei­ter ausgebaut.

Auch Poli­zei­prä­si­den­tin Brauns betonte den gemein­sa­men Auf­trag: Die Sicher­heit der Men­schen am Haupt­bahn­hof sei eine Auf­gabe, die alle Part­ner gemein­sam ange­hen müss­ten. Die Ver­ein­ba­rung schaffe die Grund­lage, um die Prä­senz­strei­fen dau­er­haft zu eta­blie­ren und Kri­mi­na­li­tät kon­se­quen­ter zu bekämpfen.

Test­phase mit deut­li­chen Ergebnissen

Seit Anfang März waren die SiBu-Strei­fen im Rah­men der Pilot­phase zwei­mal wöchent­lich unter­wegs. Die Bilanz fällt aus Sicht der Betei­lig­ten posi­tiv aus: Die Ein­satz­kräfte spra­chen zahl­rei­che Platz­ver­weise sowie prä­ven­tive Gefähr­der­an­spra­chen aus. Allein zwi­schen Ende April und Mitte Juni kam es bei Per­so­nen­kon­trol­len zu mehr als 60 Fahn­dungs­tref­fern. Hinzu kamen meh­rere Straf­an­zei­gen, unter ande­rem wegen Dieb­stahls, Sach­be­schä­di­gung sowie Betäu­bungs­mit­tel- und Auf­ent­halts­de­lik­ten. In fünf Fäl­len wur­den frei­heits­ent­zie­hende Maß­nah­men nötig.

Ein wei­te­rer Effekt der gemein­sa­men Strei­fen: Pro­bleme konn­ten direkt vor Ort von der jeweils zustän­di­gen Stelle bear­bei­tet wer­den, ohne dass zunächst Zustän­dig­kei­ten geklärt wer­den muss­ten. Zudem ent­wi­ckel­ten sich die Strei­fen zu einem fes­ten Ansprech­part­ner für Rei­sende, Anwoh­ner und Gewer­be­trei­bende im Bahnhofsumfeld.

Auch bei den ein­ge­setz­ten Kräf­ten selbst kamen die Strei­fen gut an. Genannt wur­den vor allem die kur­zen Abstim­mungs­wege, ein bes­se­res Ver­ständ­nis für die jeweils ande­ren Zustän­dig­kei­ten sowie die sicht­bare Prä­senz aller Partner.

Dr. Lukas Raabe von der Bun­des­po­li­zei sprach von einem hohen Stel­len­wert, den das Pro­jekt und die nun geschlos­sene Part­ner­schaft für die Bun­des­po­li­zei hät­ten. Die gemein­same Ver­ant­wor­tung für das Bahn­hofs­um­feld zeige sich in der engen Zusam­men­ar­beit aller Part­ner, wich­tig für den Erfolg seien vor allem die gemein­sam ent­wi­ckel­ten Fort­bil­dungs­maß­nah­men gewesen.

Hen­ryck Fied­ler von der DB Sicher­heit erklärte, die SiBu-Streife sei inzwi­schen fest im Arbeits­all­tag ver­an­kert. Die betei­lig­ten Part­ner seien enger zusam­men­ge­rückt, und auch Rück­mel­dun­gen von Rei­sen­den und Mit­ar­bei­ten­den bestä­tig­ten, dass sich das Kon­zept im täg­li­chen Ein­satz bewähre.

Künf­tig drei Strei­fen pro Woche

Mit der Ver­ste­ti­gung wird der Umfang der Ein­sätze erhöht: Statt bis­her zwei sol­len künf­tig drei Strei­fen pro Woche im Bahn­hofs­um­feld unter­wegs sein. Ein­satz­orte und ‑zei­ten rich­ten sich wei­ter­hin nach einem gemein­sam erstell­ten Lage­bild, das die Part­ner regel­mä­ßig abstimmen.

Die am Diens­tag unter­zeich­nete Ord­nungs­part­ner­schaft regelt die Zusam­men­ar­beit der vier Part­ner nun ver­bind­lich. Sie sieht unter ande­rem gemein­same Lage­be­wer­tun­gen, regel­mä­ßige Abstim­mungs­tref­fen, ein­heit­li­che Schu­lun­gen sowie einen kon­ti­nu­ier­li­chen Aus­tausch über Ent­wick­lun­gen im Bahn­hofs­um­feld vor.

Das Pro­jekt SiBu war im Sep­tem­ber 2024 gestar­tet, die gemein­sa­men Strei­fen selbst nah­men am 4. März 2026 ihre Arbeit auf.