
Großer Zapfenstreich © Lokalbüro
Mit einer feierlichen Investitur ist am Samstagabend der Höhepunkt des Düsseldorfer Schützen- und Heimatfestes über die Bühne gegangen. Auf dem Rathausbalkon wurde Regimentskönig Jens Linka offiziell in sein Amt eingeführt. Zuvor hatte sich am Nachmittag der große Festzug von der Jägerhofallee am Schloss Jägerhof aus in Bewegung gesetzt und war durch die Altstadt bis zum Marktplatz vor dem Rathaus gezogen, wo das Regiment dem wartenden Oberst Meldung erstattete.
Bei der anschließenden Investitur richteten Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Schützenchef Andreas-Paul Stieber sowie Regimentskönig Jens Linka das Wort an die Gäste auf dem Marktplatz. Der St. Sebastianus Schützenverein Düsseldorf 1316 feiert in diesem Jahr sein Schützen- und Heimatfest gemeinsam mit der Rheinkirmes, die noch bis zum 26. Juli auf den Oberkasseler Rheinwiesen ihre Tore geöffnet hat.
Im Anschluss an die Investitur folgte der traditionelle große Zapfenstreich, ausgeführt vom Stadt-Tambourkorps St. Maximilian 04 und der Kapelle Stadtwerke Krefeld. Musikalisch unterstützt wurde die Serenade zudem vom Tambourcorps Heerdt und dem Tambourcorps Derendorf sowie von der Kapelle Garath. Die Gesamtleitung des Zapfenstreichs lag in den Händen von Tambour-Major Markus Hoffmann.
Nach der Zeremonie setzte sich der Festzug erneut in Bewegung: Über den Marktplatz und den Burgplatz ging es weiter zum Schloßturm, wo sich der Zug schließlich auflöste. Der Abend klang mit Kirmeskonzerten aus.
Am Sonntag steht mit dem Festgottesdienst in der Basilika St. Lambertus sowie der großen Parade in der Reitallee im Hofgarten bereits der nächste Höhepunkt des Schützenfestes an.
Unterdessen bleibt die Lage an der Rheinfähre angespannt: Die Ausbaggerung der Fahrrinne hat nicht den erhofften Erfolg gebracht, die Arbeiten wurden inzwischen eingestellt. Nun hofft man darauf, dass der Rheinpegel zum Wochenbeginn wieder steigt und die Fähre den Betrieb dann aufnehmen kann.
Nach den aktuellen Vorhersagen wird sich der Rheinpegel in Düsseldorf in den kommenden Tagen allerdings nur langsam erholen. Die Bundesanstalt für Gewässerkunde erwartet keinen sprunghaften Anstieg, sondern lediglich eine allmähliche Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Am Samstag und Sonntag bleibt der Pegel demnach sehr niedrig und verändert sich nur geringfügig. Zu Beginn der kommenden Woche ist wegen Niederschlägen in den Alpen und im Einzugsgebiet des Rheins ein leichter Anstieg um wenige Zentimeter möglich, zur Wochenmitte dürfte der Wasserstand dann weiter langsam steigen – wenngleich der Rhein deutlich unter den für die Jahreszeit üblichen Pegelständen bleiben wird. Eine nachhaltige Entspannung der Niedrigwasserlage ist derzeit nicht in Sicht, dafür wären flächendeckende und ergiebige Regenfälle über mehrere Tage im gesamten Rheineinzugsgebiet nötig.
Für Düsseldorf bedeutet das, dass die Schifffahrt voraussichtlich weiterhin mit Einschränkungen rechnen muss. Auch die Probleme für die Kirmesfähre dürften sich ohne einen deutlich stärkeren Pegelanstieg kaum kurzfristig lösen.