
Lutscher als Drogenversteck © HZA Düsseldorf
Ein Griff in den Koffer, ein Röntgenbild – und der Schmuggel flog auf: Am Flughafen Düsseldorf haben Zollbeamte einen 68-jährigen Reisenden gestellt, der rund neun Kilogramm Kokain im Gepäck hatte. Möglich gemacht hat den Fund die feine Nase zweier Spürhunde.
Der Vorfall ereignete sich bereits am 29. Juli. Der Mann, ein ungarischer Staatsangehöriger, war über Lissabon aus Brasilien eingereist und wollte den Zollbereich über den grünen Ausgang passieren – jenen Weg, der eigentlich für Reisende ohne anmeldepflichtige Waren gedacht ist. Genau in diesem Moment kontrollierten die Zollhunde Jerry Lee und Oleg gemeinsam mit ihren Hundeführern routinemäßig das Gepäck vom Lissabon-Flug. An einem Koffer schlugen beide Hunde an.
Ein Abgleich der Gepäckdaten führte die Beamten direkt zu dem 68-Jährigen. Nach der Gepäckausgabe wurde er einer intensiven Kontrolle unterzogen, eine Röntgenuntersuchung des Koffers bestätigte kurz darauf den Verdacht. Bei der anschließenden Durchsuchung kam ein ganzes Arsenal präparierter Gegenstände zum Vorschein: In Schuhen, Rucksäcken und Handtaschen fanden die Zöllner insgesamt rund sechs Kilogramm Kokain versteckt.
Besonders ungewöhnlich war ein weiterer Fund: Vier Packungen vermeintlicher Lutscher enthielten noch einmal rund drei Kilogramm Kokain. Eine rote Glasur sollte die Süßigkeiten unauffällig aussehen lassen und die Drogen so über die Kontrollen schmuggeln.
Das gesamte Rauschgift wurde sichergestellt, der Beschuldigte noch vor Ort festgenommen. Bereits am 30. Juli wurde er dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Düsseldorf vorgeführt, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Düsseldorf Untersuchungshaft anordnete. Die weiteren Ermittlungen führt nun das Zollfahndungsamt Essen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Düsseldorf.