Über das Förderprogramm "Grau raus, Grün rein" wurden bereits mehr als 1.000 Quadratmeter Entsiegelung beantragt. © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lasse Rotthoff

Über das För­der­pro­gramm “Grau raus, Grün rein” wur­den bereits mehr als 1.000 Qua­drat­me­ter Ent­sie­ge­lung bean­tragt. © Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf/Lasse Rotthoff

 

Pflas­ter­steine, Beton und Asphalt hei­zen sich an hei­ßen Som­mer­ta­gen extrem auf und ver­wan­deln Innen­städte in regel­rechte Hit­ze­inseln. Begrünte Flä­chen wir­ken dem ent­ge­gen: Sie küh­len durch Ver­duns­tung, ver­bes­sern das Stadt­klima und bie­ten Lebens­raum für Tiere und Pflan­zen. Mit dem För­der­pro­gramm „Grau raus, Grün rein” will die Stadt Düs­sel­dorf Bür­ge­rin­nen und Bür­ger dazu moti­vie­ren, ver­sie­gelte Flä­chen zurück­zu­bauen und in Grün zu verwandeln.

Erste Erfolge zei­gen sich bereits: Über das För­der­pro­gramm wur­den schon mehr als 1.000 Qua­drat­me­ter Ent­sie­ge­lung bean­tragt. Die Stadt unter­stützt die Umge­stal­tung von Innen­hö­fen, Ter­ras­sen, Vor­gär­ten oder Gar­ten­we­gen mit bis zu 25 Euro pro Qua­drat­me­ter. Ziel ist es, weni­ger ver­sie­gelte Flä­chen und dafür mehr Grün im Stadt­ge­biet zu schaf­fen – ein Bei­trag zur Kli­ma­an­pas­sung, zur För­de­rung der Arten­viel­falt und zu einer höhe­ren Auf­ent­halts­qua­li­tät in der Stadt.

Wett­be­werb zwi­schen drei Städten

Die dies­jäh­rige Aktion ist Teil eines gemein­sa­men Wett­be­werbs der Städte Bonn, Düs­sel­dorf und Köln. Bis Ende Okto­ber wer­den die ent­sie­gel­ten Flä­chen in allen drei Städ­ten erfasst. Am Ende gewinnt die Stadt mit der größ­ten ent­sie­gel­ten Gesamt­flä­che die „Gol­dene Gieß­kanne” als Tro­phäe. Wer als Bür­ger oder klei­nes Unter­neh­men bei „Grau raus, Grün rein” mit­macht, trägt auto­ma­tisch zur Düs­sel­dor­fer Wett­be­werbs­flä­che bei. Dabei zählt jede ent­fernte Pflas­ter­flä­che, jeder zurück­ge­baute Asphalt­be­reich und jeder andere ent­sie­gelte Belag auf pri­va­ten Grundstücken.

Umwelt­de­zer­nent Jochen Kral betont die Bedeu­tung der Aktion ange­sichts der aktu­el­len Wet­ter­lage: „Die aktu­elle Hit­ze­welle zeigt erneut, wie wich­tig grüne Areale in der Stadt für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger und das Stadt­klima sind. Auch das Begrü­nen von Innen­hö­fen, Ter­ras­sen und Vor­gär­ten wirkt dem Über­maß an Hitze ent­ge­gen. Jede ent­sie­gelte und mit Pflan­zen belebte Flä­che leis­tet einen Bei­trag zu einem bes­se­ren Klima und erhöht vor allem die Auf­ent­halts­qua­li­tät in der Stadt.”

Kos­ten­lo­ser Kom­post für neue Grünflächen

Wer eine neu geschaf­fene Flä­che begrü­nen möchte, kann dafür kos­ten­frei hoch­wer­ti­gen Düs­sel­dor­fer Kom­post nut­zen. Die Küchen- und Gar­ten­ab­fälle aus der Bio­tonne sowie aus der Grün­schnitt­samm­lung wer­den in der Kom­pos­tie­rungs­an­lage der KDM GmbH zu einem güte­ge­si­cher­ten Boden­ver­bes­se­rer ver­ar­bei­tet. Abge­holt wer­den kann der Kom­post kos­ten­los an den Recy­cling­hö­fen in Flin­gern und Lohau­sen sowie an den Kom­pos­tie­rungs­an­la­gen in Düs­sel­dorf-Hamm und Ratin­gen. Wer losen Kom­post mit­neh­men möchte, sollte einen geeig­ne­ten Behäl­ter und eine Schau­fel mitbringen.

Umwelt­amts­lei­ter Ste­fan Fer­ber erklärt, wie ein­fach die Antrag­stel­lung ist: „Mit 25 Euro pro Qua­drat­me­ter unter­stützt die Stadt im För­der­pro­gramm ‘Dach‑, Fas­sa­den- und Innen­hof­be­grü­nung’ in der Rubrik ‘Grau raus, Grün rein’ die Ent­sie­ge­lung und Begrü­nung von Flä­chen. Eine kurze Foto­do­ku­men­ta­tion der Flä­che vor und nach der Umge­stal­tung sowie die Angabe der Flä­chen­größe rei­chen aus, um die För­de­rung zu bean­tra­gen und die Aus­zah­lung der För­der­mit­tel zu erhalten.”

För­der­an­träge kön­nen über das digi­tale Antrag­spor­tal der Stadt gestellt wer­den: foerderung.duesseldorf.de. Wei­tere Infor­ma­tio­nen, Pra­xis­bei­spiele sowie die aktu­elle Ent­sie­ge­lungs­rang­liste des Städ­te­wett­be­werbs gibt es unter www.duesseldorf-entsiegelt.de.