Das neue CALO-Lesegerät im Bus © Rheinbahn

Das neue CALO-Lese­ge­rät im Bus © Rheinbahn

 

Bis Ende Okto­ber sol­len 2.100 CALO-Lese­ge­räte in Bus­sen instal­liert sein – Start Ende des Jahres

Die Rhein­bahn treibt die Digi­ta­li­sie­rung ihres Ticket­ver­kaufs voran und stat­tet ihre Bus­flotte der­zeit mit neuer Tech­nik aus. Ins­ge­samt 2.100 soge­nannte CALO-Lese­ge­räte wer­den Schritt für Schritt in den Fahr­zeu­gen ver­baut, bis Ende Okto­ber soll der Ein­bau abge­schlos­sen sein. Ende des Jah­res star­tet dann der eigent­li­che Betrieb: Fahr­gäste kön­nen ihr Ticket direkt und kon­takt­los am Lese­ge­rät im Bus kaufen.

Ohne App, ohne Registrierung

Das Prin­zip dahin­ter ist bewusst ein­fach gehal­ten. Am Dis­play wäh­len Fahr­gäste die gewünschte Preis­stufe aus und bezah­len anschlie­ßend kon­takt­los – mit Bank­karte, einer Wal­let auf dem Smart­phone oder der CALO-Gut­ha­ben­karte. Zur Aus­wahl ste­hen die Preis­stu­fen A, B und C sowie Kin­der- und Fahr­rad­ti­ckets, die Bedie­nung ist auch auf Eng­lisch mög­lich. Eine vor­he­rige Regis­trie­rung oder eine eigene App braucht es dafür nicht.

Auch bei der Gestal­tung der Geräte hat die Rhein­bahn auf Bar­rie­re­ar­mut geach­tet: Tak­tile Ecken machen die Rän­der des Lese­ge­räts ertast­bar, eine Vor­le­se­funk­tion sowie akus­ti­sche Signale unter­stüt­zen bei der Bedie­nung. Zudem ist das Gerät in einer Höhe ange­bracht, die auch Roll­stuhl­fah­rern eine kom­for­ta­ble Nut­zung erlaubt.

Preis­stufe und Kauf­be­stä­ti­gung auf einen Blick

Schon bei der Aus­wahl zeigt das Dis­play an, für wel­chen Gel­tungs­be­reich die jewei­lige Preis­stufe gilt – so lässt sich vor dem Kauf nach­voll­zie­hen, mit wel­chem Ticket man unter­wegs sein kann. Nach erfolg­rei­chem Kauf erscheint ein grü­ner Bestä­ti­gungs­ha­ken. Das genutzte Zah­lungs­mit­tel selbst dient dabei gleich­zei­tig als Fahrschein.

Rhein­bahn-Vor­stands­vor­sit­zende Annette Grabbe betont, dass mit dem Ein­bau der Lese­ge­räte die Grund­lage für einen ein­fa­che­ren Ticket­kauf direkt im Bus geschaf­fen werde. Zugleich sei es dem Unter­neh­men wich­tig, die Kund­schaft auf dem Weg zur neuen Tech­nik mit­zu­neh­men und nie­man­den zurückzulassen.

Work­shops und Lern­an­ge­bote zur Einführung

Damit sich Fahr­gäste mit dem neuen Sys­tem ver­traut machen kön­nen, bie­tet die Rhein­bahn im Rah­men ihrer Digi­tal­aka­de­mie ver­schie­dene For­mate an. Bei den “CALO on Tour”-Workshops kön­nen Inter­es­sierte die Lese­ge­räte vor Ort tes­ten und Fra­gen stel­len. Im Kreis Mett­mann sind zudem beglei­tete Fahr­ten gemein­sam mit Digi­tal­pa­ten geplant, bei denen sich das digi­tale Bezahl­sys­tem aus­pro­bie­ren lässt. Ergän­zend sol­len dem­nächst ein bar­rie­re­ar­mer E‑Lear­ning-Kurs mit Schritt-für-Schritt-Anlei­tun­gen sowie ein Lern­pos­ter bereit­ge­stellt wer­den, die ver­ständ­lich zei­gen, was sich mit CALO ändert und was gleich bleibt. Alle Infor­ma­tio­nen sowie Ant­wor­ten auf häu­fige Fra­gen fin­den sich unter rheinbahn.de/calo.

Nach den Bus­sen fol­gen die Bahnen

Nach dem Start in den Bus­sen zum Jah­res­ende ist der nächste Schritt bereits ter­mi­niert: 2027 sol­len auch die Schie­nen­fahr­zeuge der Rhein­bahn mit rund 1.100 wei­te­ren Lese­ge­rä­ten aus­ge­stat­tet wer­den. Damit wäre der kon­takt­lose Ticket­kauf künf­tig im gesam­ten Netz des Ver­kehrs­un­ter­neh­mens möglich.