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Der Landtag wird zur Leinwand der Demokratie

Auf Fassaden und Boden des Vorplatzes sind Sätze unter anderem von Albert Camus und Benjamin Franklin zu lesen. Im Hintergrund leuchtet der Eingang des Landtags. © LB / Olaf Oidtmann

Auf Fas­sa­den und Boden des Vor­plat­zes sind Sätze unter ande­rem von Albert Camus und Ben­ja­min Frank­lin zu lesen. Im Hin­ter­grund leuch­tet der Ein­gang des Land­tags. © LB / Olaf Oidtmann

Der Düs­sel­dor­fer Land­tag am Rhein hat sich in ein leuch­ten­des Text­ge­bilde ver­wan­delt. Mit der Licht­in­sze­nie­rung „Fun­da­ment der Demo­kra­tie“ eröff­nete das Par­la­ment am Mon­tag­abend seine Woche der Demo­kra­tie, mit der Nord­rhein-West­fa­len den 80. Geburts­tag sei­nes Land­tags fei­ert. Land­tags­prä­si­dent André Kuper gab um 19.30 Uhr auf dem Vor­platz den Start­schuss. Noch bis Sonn­tag, 11. Okto­ber, ist die Illu­mi­na­tion jeden Abend von etwa 19.30 bis 23 Uhr zu sehen.

Worte aus Licht
Kon­zi­piert hat die Arbeit das Künst­ler­duo Har­tung & Trenz, das seit Jahr­zehn­ten Licht, Raum und Spra­che mit­ein­an­der ver­bin­det. Auf den Fas­sa­den und dem Vor­platz lau­fen Zitate und Gedan­ken zur Demo­kra­tie inein­an­der. Sie stam­men von bekann­ten Per­sön­lich­kei­ten, aber auch von Schul­klas­sen aus ganz Nord­rhein-West­fa­len. Zu lesen sind unter ande­rem Sätze von Alberto Mora­via und Charles de Gaulle. Dazwi­schen tau­chen immer wie­der ein­zelne Begriffe wie Wach­sam­keit, Bür­ger­be­tei­li­gung, Poli­ti­sche Bil­dung oder Men­schen­würde auf. Beson­ders ins Auge fällt das in gro­ßen roten Let­tern pro­ji­zierte Wort „Popu­lis­mus“, das über dem Ein­gangs­be­reich steht. Die Far­ben der Insze­nie­rung ori­en­tie­ren sich an den Lan­des­far­ben Rot, Grün und Weiß.

Besu­cher wer­den zur Projektionsfläche
Eine tech­nisch auf­wen­dige Boden­pro­jek­tion zieht die Texte über den gesam­ten Platz. Wer ihn betritt, steht mit­ten in den Schrift­zü­gen und wirft sei­nen Schat­ten zwi­schen Buch­sta­ben, Kreise und far­bige Licht­punkte. So wer­den die Gäste selbst Teil des Kunst­werks. Das Motiv der Kreise passt zur Archi­tek­tur des Hau­ses: Das Par­la­ments­ge­bäude, das 1988 bezo­gen wurde, besteht aus Krei­sen, Zylin­dern und Rin­gen und sollte nach dem Wil­len der Archi­tek­ten Offen­heit und Trans­pa­renz aus­strah­len. Das Duo hatte den Land­tag schon zum 75. Lan­des­ju­bi­läum mit der Arbeit „rund­um­NRW“ in Szene gesetzt. Damals ließ es eben­falls Zitate bekann­ter Nord­rhein-West­fa­len über die Fas­sa­den wandern.

Zur Eröff­nung kamen Gäste aus Poli­tik und Gesell­schaft auf den Vor­platz, die bei Geträn­ken an Steh­ti­schen den ers­ten Licht­spie­len zusa­hen. Ein Streich­ensem­ble sorgte für die musi­ka­li­sche Beglei­tung. Im Hin­ter­grund ragte der Rhein­turm in den Nachthimmel.

Film und Parlamentsnacht
Vor der Illu­mi­na­tion läuft täg­lich ab 18 Uhr auf dem Vor­platz der Film „Häu­ser der Demo­kra­tie“. Er erzählt die 80-jäh­rige Geschichte des Land­tags und des Lan­des anhand der vier Stand­orte des Par­la­ments in Düs­sel­dorf. Höhe­punkt der Woche ist die Par­la­ments­nacht am Frei­tag, 9. Okto­ber, von 17 bis 23 Uhr. Auf dem Pro­gramm ste­hen Musik, Magie, Debat­ten und viele Infor­ma­tio­nen, tau­sende Gäste wer­den erwar­tet. Der Ein­tritt zur Illu­mi­na­tion ist frei. Der Land­tag liegt am Platz des Land­tags 1, Details zum Pro­gramm gibt es unter landtag.nrw.de.

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