LED-Blinkis statt Warnwesten: Düsseldorfs Erstklässler leuchten jetzt selbst

Beigeordneter Marcus Beyer (rechts) verteilt die Blinkis an die Kinder der Regenbogenschule. © Landeshauptstadt Düsseldorf/Melanie Zanin
Rund 5.600 Schulanfänger erhalten erstmals Sicherheitslichter für den Schulweg
Düsseldorf. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist es wichtig, dass Kinder auf ihrem Schulweg und in ihrer Freizeit gut gesehen werden. Die Landeshauptstadt setzt in diesem Jahr deshalb auf eine neue Lösung: Rund 5.600 Erstklässlerinnen und Erstklässler bekommen erstmals einen LED-Blinki. Die kleinen Lichter lassen sich mit einem Karabinerhaken an Jacke, Tornister oder Rucksack befestigen. Weil sie selbst leuchten, fallen Kinder auch bei schlechter Sicht früh auf.
Erste Blinkis in Friedrichstadt übergeben
Marcus Beyer, Dezernent für Mobilität und Infrastruktur, überreichte am Mittwoch, 14. Oktober, die ersten LED-Blinkis an die Erstklässler der Regenbogenschule, Gemeinschaftsgrundschule Kirchfeldstraße in Friedrichstadt. Bislang hatte die Stadt zum Schulstart Warnwesten verteilt. Da viele Kinder diese nicht regelmäßig trugen, suchte die Verwaltung nach einer alltagstauglicheren Alternative. Als Vorbild dient die LED-Blinki-Aktion des Kreises Mettmann, die dort gemeinsam mit der örtlichen Verkehrswacht läuft. Die Erfahrungen dort zeigen: Die leichten Blinklichter kommen bei Kindern gut an und lassen sich unkompliziert in den Alltag einbinden.
„Verkehrserziehung beginnt früh und ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Gleichzeitig schafft Sichtbarkeit zusätzliche Sicherheit“, sagte Beyer. Die neuen Blinkis seien kindgerecht und sorgten dafür, dass Kinder bei Dunkelheit schon aus einer Entfernung von 140 Metern sichtbar sein könnten.
Eigenes Licht als entscheidender Vorteil
Bei Dämmerung und Dunkelheit sind Kinder im Straßenverkehr besonderen Risiken ausgesetzt. Wegen ihrer geringeren Körpergröße werden sie von Autofahrenden oft später wahrgenommen. Helle und reflektierende Kleidung sowie zusätzliche Beleuchtung können die Sichtbarkeit deutlich erhöhen. Der Vorteil der Blinkis: Sie müssen nicht erst vom Scheinwerferlicht eines Fahrzeugs angestrahlt werden, sondern leuchten von allein.
Holger Odenthal, kommissarischer Leiter des Amtes für Verkehrsmanagement, betonte, der Blinki sei klein, leicht und einfach zu befestigen. „Vor allem aber leuchtet er selbst und macht Kinder dadurch auch bei schwierigen Sichtverhältnissen besser sichtbar.“ Die Stadt hoffe, dass die Kinder ihren Blinki gern und regelmäßig nutzen, insbesondere morgens auf dem Schulweg und in der dunklen Jahreszeit.
Verkehrserziehung von Anfang an
Kinder sind im Straßenverkehr auf eine sichere Umgebung und gute Unterstützung angewiesen. Zugleich müssen sie Schritt für Schritt lernen, Verkehrssituationen richtig einzuschätzen. Die Stadt setzt deshalb schon bei den Jüngsten auf verschiedene Angebote. Dazu zählen die jährliche Teilnahme am Aktionstag „Zu Fuß zur Schule“, dem internationalen „Walk to School Day“, und die regelmäßigen Verkehrssicherheitstage. Außerdem stellt die Stadt den Düsseldorfer Grundschulen Kinderverkehrsstadtpläne zur Verfügung. Diese geben wichtige Hinweise für einen sicheren Schulweg und sichere Wege in der Freizeit.