Waffenfund bei Verkehrskontrolle in Oberbilk: Polizei stellt Schreckschusswaffe, Baseballschläger und Sturmhauben sicher

Aufgefundene Gegenstände © Polizei Düsseldorf
Eine routinemäßige Verkehrskontrolle in Oberbilk hat für drei junge Männer aus Düsseldorf ein juristisches Nachspiel. Zivilkräfte des Verkehrsdienstes der Düsseldorfer Polizei stießen am Mittwochvormittag in einem VW Tiguan auf ein ganzes Arsenal an Waffen und gefährlichen Gegenständen. Gegen die Insassen wurde Strafanzeige erstattet.
Falsch abgebogen und aufgefallen
Gegen 9.48 Uhr fiel den Beamten im Bereich Worringer Platz/Kölner Straße ein VW Tiguan mit drei Insassen auf, der rechtswidrig abbog. Die Zivilkräfte hielten den Wagen in der Markenstraße an. Bei den Männern handelte es sich um einen 20-jährigen Deutschen, einen 19-Jährigen mit deutsch-syrischer Staatsangehörigkeit und einen 21-jährigen Syrer. Alle drei wohnen in Düsseldorf. Zwei von ihnen waren der Polizei bereits aufgrund früherer Erkenntnisse bekannt.
Martinshorn unter der Motorhaube
Schon bei einer ersten Überprüfung entdeckten die Beamten an und in dem Fahrzeug diverse Anbauteile. Unter der Motorhaube fanden sie betriebsbereite Lautsprecher einer Sondersignalanlage, im Volksmund als Martinshorn bekannt. Das weckte den Verdacht, dass im Wagen womöglich auch ein Blaulicht verbaut sein könnte. Mit dem Einverständnis des Fahrers durchsuchten die Einsatzkräfte daraufhin das Fahrzeug.
Schreckschusswaffe griffbereit in der Mittelkonsole
Dabei stießen sie in der Mittelkonsole auf eine griffbereite PTB-Waffe, eine Schreckschusswaffe. Auf richterliche Anordnung hin wurde anschließend das gesamte Fahrzeug durchsucht. Zum Vorschein kamen ein Einhandmesser, Munition für die Schreckschusswaffe, ein Rauchtopf aus dem Bereich der Pyrotechnik, ein Cuttermesser, Signalmunition und ein Aluminiumbaseballschläger. Hinzu kamen Sturmhauben sowie Handschuhe mit Knöchelschutz.
Kein Waffenschein, keine Erklärung
Keiner der drei Männer konnte einen sogenannten kleinen Waffenschein vorweisen, der zum Führen von Schreckschusswaffen im öffentlichen Raum berechtigt. Auch glaubwürdige Angaben zur Herkunft der Gegenstände oder zum Grund, weshalb sie mitgeführt wurden, machte niemand aus dem Trio. Die Polizei beschlagnahmte sämtliche Gegenstände und schrieb eine Strafanzeige wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz. Die Ermittlungen dauern an.