
Luftbild der Joseph-Kardinal-Frings-Brücke © Landeshauptstadt Düsseldorf
Die Landeshauptstadt Düsseldorf zieht die Zügel bei der Verkehrsführung rund um die Josef-Kardinal-Frings-Brücke weiter an. Ab Dienstag, 14. Juli 2026, ist die Auffahrt vom Aderkirchweg in Fahrtrichtung stadtauswärts an Werktagen zwischen 15 und 19 Uhr gesperrt. Mit der Maßnahme will die Stadt die Anwohner in Hamm vor zusätzlichem Ausweichverkehr schützen, der durch die ohnehin schon eingeschränkte Brücke entsteht.
Damit die Regelung nicht nur auf dem Papier steht, werden mehrere Steckposten auf der Fahrbahn installiert. Sie sollen sicherstellen, dass das bereits bestehende Durchfahrtsverbot montags bis freitags von 15 bis 19 Uhr – Radfahrer ausgenommen – auch tatsächlich eingehalten wird. Einsatzfahrzeugen bleibt die Durchfahrt weiterhin möglich. Mittelfristig plant die Stadt, die beiden Poller durch eine schrankenähnliche Konstruktion zu verbinden, die während der Sperrzeiten zum Einsatz kommt.
Parallel dazu nimmt die Stadt den Schleichverkehr ins Visier: In Höhe der Fährstraße, in Fahrtrichtung Brücke, soll eine gezielte Geschwindigkeitsüberwachung überhöhtes Tempo eindämmen. In den kommenden Wochen wird dieser Bereich bei der Einsatzplanung der mobilen Messfahrzeuge besonders berücksichtigt.
Die Landeshauptstadt kündigt an, angesichts der veränderten Verkehrslage weitere Maßnahmen zur Optimierung des Verkehrsablaufs zu prüfen. Dazu zählt auch eine Anpassung der Radverkehrsbeschilderung auf der Brücke und der anschließenden Strecke. Alle Verkehrsteilnehmer werden um Verständnis für die Einschränkungen gebeten.
Hintergrund: Schäden zwingen zu Einbahnverkehr
Auslöser der aktuellen Maßnahmen sind neu entdeckte Schäden unterhalb der Geh- und Radwege der Frings-Brücke. Bereits am Freitag, 10. Juli 2026, musste die Verkehrsführung kurzfristig geändert werden. Seitdem können Fahrzeuge die Brücke in Richtung Neuss, also stadtauswärts, nur noch einspurig passieren. Der Landesbetrieb Straßen.NRW hat die äußere Fahrspur mit einem baulich getrennten Schutzstreifen versehen, damit Fußgänger und Radfahrer die Brücke weiterhin gefahrlos queren können.
Durch die Reduzierung auf eine Fahrspur steht dem stadtauswärts fließenden Verkehr deutlich weniger Kapazität zur Verfügung. Vor allem im Berufsverkehr am Nachmittag und frühen Abend müssen Autofahrer daher mit spürbaren Behinderungen und längeren Wartezeiten rechnen.