
v.l. Nicolai Klosse, Quartiersmanagement Garath / SOS Kinderdorf Düsseldorf, Diana Pohler, Leitung Kulturhaus Süd, Stefan Stichler, Festivalleitung Pop-up Artistik Festival, Corina Bremm, Festivalleitung Pop-up Artistik Festival, Björn Behnsch, Leitung Z4 JFE Hassels Nord, Maren Siegel, Abteilungsleitung Jugendförderung, Amt für Soziales und Jugend, Uwe Sandt, Bezirksvertretung 10 © Melanie Schrader
Wenn Artistinnen und Artisten aus aller Welt öffentliche Plätze in Bühnen verwandeln und Passanten stehen bleiben, um zu staunen, dann ist wieder Zeit für das Pop-up Artistik Festival. Am 20. August macht das mobile Festival Station in Hassels, einen Tag später, am 21. August, folgt Garath. Beide Termine finden jeweils von 12 bis 20 Uhr statt, der Eintritt ist frei.
Seit der ersten Ausgabe im Jahr 2021 verfolgen die Macher des Festivals ein klares Ziel: Kunst und Kultur sollen dort ankommen, wo Menschen ohnehin unterwegs sind – auf Plätzen, in Fußgängerzonen und mitten in der Nachbarschaft. Ohne Eintritt und ohne Zugangsschwellen sollen so Begegnungen zwischen Generationen und Menschen unterschiedlicher Herkunft entstehen. Internationale Künstler treten dabei auf Augenhöhe mit dem Publikum auf und binden es mit Mitmachaktionen aktiv in ihre Auftritte ein.
Getragen wird das Festival vom Amt für Soziales und Jugend der Landeshauptstadt Düsseldorf, das die Veranstaltung seit der Premiere unterstützt. Seit dem vergangenen Jahr ist zudem das Theatermuseum Düsseldorf als Kooperationspartner mit an Bord. Die Verantwortlichen wollen das Format gemeinsam mit ihren Partnern weiterentwickeln und die kulturelle Arbeit in den Stadtteilen langfristig ausbauen.
Vorgestellt wurde die diesjährige Ausgabe kürzlich im Kulturhaus Süd, gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Bildung und sozialen Einrichtungen, die ihre Unterstützung für das Projekt bekräftigten. Initiatorin und künstlerische Leiterin Corina Bremm betonte dabei, wie wichtig die Nähe des Festivals zu den Menschen vor Ort sei: Kunst solle direkt in den Stadtteilen stattfinden, dort, wo der Alltag spielt. Wer zufällig vorbeikomme, könne ebenso Teil des Geschehens werden wie jene, die gezielt zum Festival kämen. Über Workshops und Mitmachangebote sollen zudem dauerhafte Verbindungen zu bestehenden Bürger- und Kulturhäusern in den Stadtteilen entstehen.
Festivalleiter Stefan Stichler hob den Überraschungseffekt des Formats hervor: Statt darauf zu warten, dass Besucher von sich aus den Weg in eine Kultureinrichtung finden, komme die Kunst direkt zu ihnen. Wer unverhofft auf eine Artistik-Show treffe, erlebe oft einen Moment, der lange in Erinnerung bleibe. Besonders wichtig sei dem Festival die Präsenz in Stadtteilen, die sonst seltener Zugang zu solchen Angeboten hätten.
Auch von städtischer Seite fällt das Urteil positiv aus. Maren Siegel, Abteilungsleiterin Jugendförderung im Amt für Soziales und Jugend, verweist auf die besondere Wirkung des Festivals: Menschen jeden Alters und unterschiedlichster Herkunft kämen dort zusammen, staunten gemeinsam und kämen miteinander ins Gespräch – kostenlos und barrierefrei.
Auch die übrigen Partner des Festivals betonen die gesellschaftliche Bedeutung des Projekts. Es bringe Generationen und Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen, ermögliche kulturelle Teilhabe und öffne den öffentlichen Raum für gemeinsames Erleben. Mit seiner offenen, niedrigschwelligen Ausrichtung stärke das Festival das Miteinander in den Stadtteilen – mit Wirkung, die über die beiden Veranstaltungstage hinausreiche.
Das Programm im Überblick
In Hassels und Garath sind unter anderem folgende internationale Künstler zu erleben: Duo Tobarich mit Partnerakrobatik, Mencho Sosa mit Fußballjonglage, der clowneske Zauberer und Performer Flash Gonzales, Nacho Rey mit Clownerie und Stuhlbalance sowie Larissa von Behren mit einer Cyrwheel-Performance.
Pop-up Artistik Festival 2026
20. August 2026, 12:00–20:00 Uhr, Hassels
21. August 2026, 12:00–20:00 Uhr, Garath
Eintritt frei