
Staatssekretärin Dr. Claudia Stutz, Bundesministerium für Verkehr, Dr. Stephan Keller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, Dr. Holger Siebert, Vize-Präsident (CIVD) und Marius Berlemann, Geschäftsführer Messe Düsseldorf sprachen anlässlich des Media Openings des CARAVAN SALON 2026 © Messe Düsseldorf
Am ersten Publikumstag des CARAVAN SALON 2026 zeigte sich, wie groß das Interesse am Caravaning derzeit ist: Zahlreiche Camping- und Reisemobilfans aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden strömten am Samstag auf das Düsseldorfer Messegelände. Der Andrang war zeitweise so stark, dass es auf den Zufahrtsstraßen und Parkplätzen rund um die Messe zu Engpässen kam. Wer am morgigen Sonntag oder am zweiten Messewochenende anreist, sollte deshalb Park- und Eintrittsticket am besten gemeinsam online buchen – damit ist der Parkplatz am Gelände gesichert.
Eröffnet wurde die 65. Ausgabe der weltweit größten Messe für die mobile Freizeit bereits am Freitag, 28. August, mit einem prominent besetzten Media Opening. Zu den Gästen zählten Staatssekretärin Dr. Claudia Stutz vom Bundesministerium für Verkehr, Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, der Vize-Präsident des Caravaning Industrie Verbandes (CIVD), Dr. Holger Siebert, sowie Messe-Düsseldorf-Geschäftsführer Marius Berlemann. Im Zentrum der Gespräche standen die wirtschaftliche Entwicklung der Caravaning-Branche und die Bedeutung des CARAVAN SALON als internationale Plattform für mobilen Freizeittourismus. Im Anschluss erhielten die Medienvertreter einen ersten Rundgang durch die Messehallen.
Bis zum 6. September zeigen mehr als 830 Aussteller in 15 Hallen und auf dem Freigelände die gesamte Bandbreite der Branche – von Reisemobilen, Caravans und Campervans über Zelte und Dachzelte bis hin zu Outdoor-Ausrüstung, Fahrzeugtechnik und touristischen Angeboten.
Caravaning wird zum wirtschaftlichen Schwergewicht
Dass Camping und Caravaning längst mehr als eine Nische sind, belegen aktuelle Zahlen des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif): 2025 wurden in Deutschland rund 56 Millionen Übernachtungen auf Campingplätzen gezählt, ein Plus von 13 Prozent. Hinzu kommen etwa 20 Millionen Übernachtungen auf Stellplätzen außerhalb klassischer Campingplätze – 48 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren. Beide Werte markieren neue Höchststände.
Auch wirtschaftlich hinterlässt der Trend deutliche Spuren: Caravaning-Urlauber sorgten 2025 für einen Umsatz von fast 23 Milliarden Euro in Deutschland, verglichen mit rund 21 Milliarden Euro vor zwei Jahren und einem Plus von rund 80 Prozent gegenüber 2015. Rund 7,8 Milliarden Euro davon fließen direkt in die jeweiligen Urlaubsregionen und kommen dort vor allem Gastronomie, Einzelhandel sowie Freizeit- und Dienstleistungsbetrieben zugute. Weil Reisemobil- und Caravan-Urlauber auch abseits bekannter Ferienregionen unterwegs sind, profitieren zunehmend auch kleinere Orte und ländliche Räume von der touristischen Nachfrage.
Eine wachsende Rolle spielen dabei Stellplätze: Ihre Zahl ist in den vergangenen 20 Jahren um mehr als 80 Prozent gestiegen. Da sie meist kleiner und weniger aufwendig als klassische Campingplätze sind, lassen sie sich mit überschaubarem Planungs- und Investitionsaufwand realisieren – eine Chance, die zunehmend auch Kommunen und private Investoren erkennen.
Konferenzprogramm „Destination Zukunft“ startet am Montag
Ab dem 31. August rückt das Konferenzprogramm „Destination Zukunft“ die touristischen Perspektiven des Caravanings in den Fokus. Bis zum 2. September diskutieren Vertreter aus Politik, Tourismus, Sport und Wirtschaft unter anderem über neue Geschäftsfelder, regionale Wertschöpfung, Investitionen in die Infrastruktur sowie den Wandel vom klassischen Camping hin zur modernen Outdoor Hospitality.
Der Hintergrund: Seit 2019 ist die Zahl der Campingübernachtungen in Deutschland um rund ein Viertel gestiegen. Aus einem lange unterschätzten Nischenmarkt ist damit ein ernstzunehmender Wirtschaftsfaktor geworden. Investoren entdecken Camping und Outdoor Hospitality zunehmend als Geschäftsfeld, Kommunen bauen Stellplatzangebote und Infrastruktur aus, und klassische Tourismusanbieter erschließen sich über das mobile Reisen neue Zielgruppen. Gäste erwarten dabei längst mehr als einen einfachen Stellplatz: gefragt sind ganzheitliche Angebote, die Naturerlebnis, Komfort, Freizeitaktivitäten und regionale Besonderheiten verbinden.
Bei „Destination Zukunft“ kommen dafür zentrale Akteure der Branche zusammen. Neben dem CIVD als Branchenpartner sind auch der ADAC, der Deutsche Tourismusverband (DTV), der Deutsche Wanderverband und der Travel Industry Club (TIC) eingebunden.
Weitere Informationen zur Messe gibt es unter www.caravan-salon.de.