Wer schon länger lokalbuero.com liest, kennt die Artikel, die Themen, die Gesichter. Was die meisten nicht wissen: Seit über zehn Jahren läuft diese Website auf der Infrastruktur von Manfred Klöppel und seinem Team. Mehr als 18.000 Artikel, täglich tausende Besucher, über 50 Gigabyte Datenvolumen. Das macht man nicht nebenbei.
Und wer jetzt denkt: klingt solide, aber kenne ich nicht, dem sei gesagt: Manfred betreut auch die Website der Düsseldorf Panther, dem ältesten American Football Verein Europas. Wer also beim nächsten Heimspiel die Seite aufruft, ist auf seiner Infrastruktur unterwegs.
Wir kennen Manfred schon eine Weile, und es wird höchste Zeit, dass unsere Leser ihn auch kennenlernen. Also haben wir ihn einfach gefragt.

lokalbuero.com
Manfred, wir kennen uns jetzt seit über zehn Jahren, aber unsere Leser kennen dich nicht. Wer bist du, und was machst du eigentlich?
Manfred Klöppel
Ich bin Manfred, Gründer von GENLOC.NETWORK hier in Düsseldorf. Wir sind eine Internetagentur, die Websites plant, baut und betreibt, für kleine und mittlere Unternehmen. Webdesign, Hosting, SEO, das ganze Paket. Hinter GENLOC steckt ein Netzwerk aus Spezialisten, Freelancern und Fachbetrieben. Je nach Projekt holen wir die Leute dazu, die wirklich was davon verstehen. Und wir arbeiten bewusst im Hintergrund. Unsere Kunden wollen das meistens auch so: Die Website soll einfach laufen.
lokalbuero.com
Im Hintergrund, das passt zu dir. Dabei machst du das schon seit 1995. Wie hat das damals angefangen?
Manfred Klöppel
Mit einem Tennisverein und einer Kiste Bier. Für 50 Mark habe ich denen 1995 eine Website gebaut, ich war dort gar kein Mitglied. Und wenn man damals auf einen Navigationsbutton geklickt hat, machte es immer dieses Plop, als würde man einen Tennisball schlagen. Mein Einstieg ins Netz war ein gedrucktes Adressbuch von Data Becker. Google gab es noch nicht, Yahoo war nagelneu. Mich hat das einfach neugierig gemacht.
lokalbuero.com
Vom Tennisverein zu Fox und Henkel, das ist aber schon ein Sprung.
Manfred Klöppel
Der erste größere Auftrag war die Website zum deutschen Kinofilm Akte X, die ich zusammen mit einem Programmierer umgesetzt habe. Danach war für mich mein alter Job passé und ich wusste, was ich in Zukunft machen wollte: Webseiten. Danach kam berens/partner, damals eine der renommiertesten Internetagenturen in Deutschland, mit Kunden wie Mannesmann, Henkel, Deutsche Bank Private Banking und Renault. Dort habe ich gelernt, was es heißt für Großkunden zu arbeiten.
Als die Dotcom-Blase geplatzt ist, haben viele die Branche verlassen. Ich nicht. Ich hatte gerade erst mein Hobby zum Beruf gemacht, das wollte ich mir nicht nehmen lassen. Also habe ich einfach weitergemacht, mich 2000 selbstständig gemacht, Henkel weiter betreut und parallel begonnen, meine eigene Infrastruktur aufzubauen. Aus diesem Fundament ist GENLOC.NETWORK gewachsen.
lokalbuero.com
Eigene Server, eigene Infrastruktur. Warum nicht einfach einen normalen Hoster buchen?
Manfred Klöppel
Weil ich dann nicht mehr kontrollieren kann, was ich meinen Kunden verspreche. Standardhosting ist prima für Standardseiten. Was wir betreiben, sind keine Standardseiten. Irgendwann kamen auch Konzernkunden dazu, die zum Beispiel eine Failover-Infrastruktur benötigten: Wenn ein Server ausfällt, macht ein zweiter unterbrechungsfrei weiter. Das gibt es bei normalen Hostern einfach nicht, also musste ich diese Server selbst betreiben. Heute laufen rund 170 Websites auf unserer Infrastruktur, auf Highspeed-Servern, mit eigenem Mail-System, Backup und Firewall. Wer bei uns hostet, merkt den Unterschied in den Ladezeiten, und das macht sich bei Google bemerkbar.
Deine Seite ist da ein gutes Beispiel. Über 18.000 Artikel, täglich rund 22.000 Zugriffe, über 50 Gigabyte Datenvolumen. Da darf man sich keine Ausrutscher erlauben. Und bei den Düsseldorf Panthern, die ich seit über 20 Jahren begleite, ist das nicht anders: Traditionsverein, treue Fans, hohe Erwartungen. Solche Seiten brauchen jemanden, der das ernst nimmt.
lokalbuero.com
Ihr betreibt auch einen eigenen Ads-Server. Das klingt nach mehr als einer klassischen Webagentur.
Manfred Klöppel
Wir haben uns über die Jahre in verschiedene Richtungen entwickelt, weil die Anforderungen unserer Kunden das so wollten. Der Ads-Server ist zum Beispiel hier auf lokalbuero.com im Einsatz. Die Werbung, die du auf dieser Seite siehst, läuft über unsere eigene Infrastruktur, nicht über externe Drittanbieter. Das gibt dem Betreiber mehr Kontrolle, bessere Performance und keine Abhängigkeit von großen Plattformen.
Generell gilt: Wir sind keine Agentur, die eine Website baut und dann verschwindet. Hosting, Wartung, SEO, Werbetechnik, Entwicklung, das kommt alles aus einer Hand und bleibt es auch.
lokalbuero.com
Ihr habt jetzt auch ein Angebot speziell für Leute, die gerade erst anfangen. Websites im Abo. Was steckt dahinter?
Manfred Klöppel
Das liegt mir wirklich am Herzen. Ich sehe immer wieder, wie Neugründer und kleine Unternehmen nicht am Konzept scheitern, sondern an der Frage: Woher nehme ich das Budget für eine professionelle Website? Eine ordentliche Seite kostet als Einmalprojekt schnell mehrere Tausend Euro. Das schreckt viele ab, die eigentlich gute Ideen haben.
Mit dem Website-Abo geht es ab 149 Euro im Monat los, und der Kunde muss sich um praktisch nichts kümmern. Wir erstellen die Texte, das Layout, kümmern uns ums SEO, und alles läuft auf unseren Highspeed-Servern, damit Google auch Gefallen an der Seite findet. Man startet, und wir machen den Rest.
lokalbuero.com
Und dann habt ihr noch ein eigenes SEO-Tool entwickelt. Wie kam es dazu?
Manfred Klöppel
Wir haben GENLOC.SEO Anfang des Jahres gelauncht. Die Idee war eigentlich pragmatisch: Wir wollten kein teures Drittanbieter-Tool mehr, das um die 2.000 Euro im Jahr kostet und dessen Kosten man irgendwie auf Kundenbudgets umlegen muss. Das wollten wir nicht. Also haben wir unser eigenes gebaut, testen es gerade an unseren eigenen Kundenseiten, und das macht uns unabhängiger.
Wer es selbst ausprobieren will, kann das einfach tun. Es gibt eine kostenlose Version mit ein paar weniger Funktionen unter seo.genloc.network. Wer mehr möchte, trägt sich in die Warteliste ein.
Und weil wir schon dabei waren: Wir haben das Tool auch um eine KI-Funktion erweitert, einfach weil wir keine zwei getrennten Tools haben wollten und unser System das auch kann. Immer mehr Menschen fragen heute nicht mehr Google, sondern ChatGPT, Gemini oder Perplexity nach einer Empfehlung. GENLOC.SEO fragt diese Plattformen für dich live ab und zeigt dir, ob deine Marke in den Antworten vorkommt und ob deine Website als Quelle genannt wird. Das ist etwas, das in den nächsten Jahren für viele Unternehmen relevant werden wird.
lokalbuero.com
Du bist jetzt seit 30 Jahren dabei und hast dich mehrfach neu erfunden. Was rätst du Unternehmen, die digital nicht so sicher auf den Beinen stehen?
Manfred Klöppel
Nicht warten, bis der Druck von außen kommt. Das ist das Einzige, was ich wirklich gelernt habe. Ich habe das Hosting selbst in die Hand genommen, bevor es ein Problem wurde. Das Website-Abo kam, weil ich gemerkt habe, dass viele Gründer keinen vernünftigen Einstieg finden. Und das SEO-Tool haben wir gebaut, damit wir einfach keine weiteren externen Kosten haben, die wir auf Kunden umlegen müssen.
Das ist auch der Grund, warum ich Unternehmen gerne berate. Nicht weil ich das irgendwo gelernt habe, sondern weil ich diese Entwicklungen selbst mitgemacht und mitgestaltet habe. Wer sich fragt, wo er digital steht und wie er das angehen soll, kann das Gespräch mit mir suchen. Manchmal reicht ein ehrliches Gespräch, um zu wissen, was als nächstes zu tun ist. Wobei ich nicht den Anspruch habe, ein Coach zu sein.
Ich sage das auch ganz offen: GENLOC hätte das Potenzial, deutlich größer zu sein. Aber das ist nicht mein Ziel. Ich arbeite lieber in einem überschaubaren Kreis, weil meine Kunden dann für das bezahlen, was sie wirklich brauchen. Keine langen Zuständigkeitsketten, kein Overhead, der irgendwo in der Rechnung auftaucht. Ich finde, das ist ein fairer Deal.
lokalbuero.com
Wenn jetzt jemand mit dir Kontakt aufnehmen möchte, wie geht das am besten?
Manfred Klöppel
Ganz einfach über genloc.network. Auf jeder Seite ganz unten stehen alle Kontaktmöglichkeiten: per Mail, per WhatsApp oder einfach anrufen. Ich bin kein Freund von Formularen, die ins Nirgendwo verschwinden. Wer schreibt, bekommt eine Antwort. Ich freue mich auf Kontakte jeglicher Art.
lokalbuero.com
Letzte Frage, und die ist ein bisschen selbstbezüglich: Was bedeutet dir die Zusammenarbeit mit uns?
Manfred Klöppel
Ich betreue lokalbuero.com seit über zehn Jahren, und das ist für mich kein gewöhnliches Projekt. 18.000 Artikel, täglich tausende Leser, ein echtes Stück lokaler Öffentlichkeit in Düsseldorf. Eine Seite dieser Größe und Reichweite bringt eine Verantwortung mit sich. Die nehmen wir nicht auf die leichte Schulter.
Und ja, es ist auch schön, dass wir uns seit so langer Zeit vertrauen. Das ist im Geschäftsleben nicht selbstverständlich. Ich freue mich auf viele weitere Jahre!