Blau, so weit das Auge reicht: Die Backstreet Boys machen Düsseldorf zur Fan-Stadt

„Blau, so weit das Auge reicht: Backstreet-Boys-Fans prägen dieser Tage das Düsseldorfer Stadtbild.” © Lokalbüro
Wer dieser Tage durch die Düsseldorfer Innenstadt geht, sieht vor allem eine Farbe: Hellblau. Jacken, Shirts, Kappen und Herzbrillen verraten, wer gerade zu Gast ist. Die Fans der Backstreet Boys haben Düsseldorf in Beschlag genommen, und das keineswegs nur am Abend in der Merkur Spiel-Arena. Seit Freitag hat die Band drei ihrer insgesamt zehn Konzerte gespielt, 450.000 Tickets sind verkauft. Weil Düsseldorf 2026 die einzige Europa-Station der Band ist, sind Gäste aus vielen Ländern angereist, manche für einen Abend, andere für mehrere Shows.
Warten auf die Boys
Wie groß die Begeisterung ist, zeigt sich vor dem Breidenbacher Hof, wo die Band wohnt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite, vor der Galeria, stehen die Fans dicht an dicht hinter den Absperrungen, die Reihe zieht sich weit die Straße entlang. Manche halten selbst gemalte Plakate in den Händen, andere nur ihr Handy, alle Blicke gehen zum Eingang des Hotels. An der Laterne hängt ein Schild mit dem Willkommensgruß „Welcome, Backstreet Boys!“. Die Stimmung ist gelöst und voller Vorfreude, und wer einmal in einer solchen Menge gestanden hat, weiß, wie ansteckend das ist.
Ein Gefühl wie früher
Viele der Wartenden sind offenbar mit der Musik der Band aufgewachsen. Sie tragen selbst gestaltete Jacken mit aufgenähten Bandfotos, Strasssteine im Gesicht und Kappen mit dem Schriftzug ihrer Lieblingsband. Das Wiedersehen mit den Songs von damals lässt sie noch einmal zu Teenagern werden: Fangruppen liegen sich in den Armen, lachen, singen und knipsen Selfies.
Vom Warm-up bis zur Aftershow
Gefeiert wird nicht erst nach dem Konzert. Bei der Warm-up-Party im Uerige steht die Altstadt Kopf: Gäste drängen sich mit Gläsern in der Hand auf der Straße und tanzen mitten im Gedränge. Nach den Konzerten geht es im Henkelsaal weiter, wo die Fans unter bunten Lichtern noch einmal alles geben. So wird aus einem Konzertabend ein ganzer Tag.
Aus dem Konzert wird ein Städtetrip
Dazu kommt bestes Spätsommerwetter. Zwischen den Auftritten füllen sich die Außenplätze der Altstadt, am Rheinufer sitzen Gruppen in der Sonne. Wer mehrere Shows besucht, hat ganze Tage in der Stadt, andere hängen Übernachtungen vor oder nach dem Konzert an. „Man merkt überall, dass hier gerade etwas Außergewöhnliches passiert“, sagt Jens Ihsen, Geschäftsführer von Visit Düsseldorf. Für viele werde aus dem Konzertbesuch ein kompletter Städtetrip, genau darin liege die Chance der Konzertreihe.
Düsseldorf zeigt sich von seiner besten Seite
Auch im Stadtbild sind die Konzerte kaum zu übersehen. Mit der Kampagne „City of Live“ machen Düsseldorf Marketing, Visit Düsseldorf und D.LIVE die Shows über Großflächen und digitale Screens sichtbar. Die Fans tragen das Bild in die Welt: Sie posten Eindrücke aus der Altstadt und vom Rheinufer, und die Backstreet Boys greifen manche dieser Beiträge selbst auf. „Wir freuen uns sehr, dass die BSB-Community die Stadt so intensiv als Treffpunkt nutzt“, sagt Thorben Meier, Geschäftsführer von Düsseldorf Marketing. „City of Live“ solle auch bei künftigen Konzert-Highlights eine wichtige Rolle spielen.
Alles nah beieinander
Ein Vorteil sind die kurzen Wege: vormittags durch die Stadt, nachmittags an den Rhein, abends ins Stadion und danach zurück in die Altstadt. Parallel laufen das Düsseldorf Festival, Altstadt Live und Chefs in Town, später folgen Rolling Pin, die MicroPopWeek und das New Fall Festival. Visit Düsseldorf bietet für Fans eine rabattierte 48-Stunden-DüsseldorfCard mit Vergünstigungen bei mehr als 80 Angeboten sowie Stadtführungen durch Little Tokyo, den MedienHafen und die Altstadt an. Einen eigenen Treffpunkt hat die Band in der Alten Kämmerei am Marktplatz eingerichtet: Im „Backstreet Boys Terminal“ gibt es Merchandise, interaktive Angebote und exklusive Düsseldorf-Vinyls.
Noch sieben Mal Ausnahmezustand
Bis zum 7. Oktober stehen sieben weitere Konzerte auf dem Programm. In dieser Zeit reist nicht die Band durch Europa, sondern die Fangemeinde nach Düsseldorf. Viele kommen wegen der Musik, erleben nebenbei aber eine Stadt, die sie für ein paar Tage zu ihrem Zuhause auf Zeit machen.