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Düsseldorfer Karneval steigert Einnahmen um 27 Prozent

Jahreshauptversammlung © H.P. Suchand

Jah­res­haupt­ver­samm­lung © H.P. Suchand

 

Mar­ken­kern bewah­ren, Kar­ne­val weiterentwickeln

Vor zwei Jah­ren sei das aktu­elle Prä­si­dium ange­tre­ten, um den Düs­sel­dor­fer Kar­ne­val mit sei­nen 66 Mit­glieds­ver­ei­nen wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, ohne des­sen Mar­ken­kern zu ver­än­dern, erklärte Hör­ning. Das Ziel sei ein Fest für die ganze Fami­lie, das auch über die Stadt­gren­zen hin­aus Strahl­kraft habe. Der Kar­ne­val werde bereits heute als attrak­tiv, poli­tisch, fami­li­en­freund­lich, sicher, pro­fes­sio­nell und nach­hal­tig wahr­ge­nom­men. Das Brauch­tum gewinne in einer sich stän­dig wan­deln­den Welt an Bedeu­tung. „Brauch­tum ist Anker, gibt Ori­en­tie­rung, hält zusam­men“, sagte der Prä­si­dent. Es schließe ein und nicht aus. Das CC will daher auch das Gespräch mit ande­ren Brauch­tums­or­ga­ni­sa­tio­nen suchen und gemein­same Pro­jekte anstoßen.

Als Bei­spiele für den ein­ge­schla­ge­nen Kurs nannte der Ver­band den Tag des Tan­zes, der in die­sem Jahr zum zwei­ten Mal statt­fand. Das Kö-Trei­ben, das im Herbst 2023 noch kurz vor dem Aus gestan­den hatte, habe sich nach Ein­schät­zung des CC mit der Bühne am Cor­ne­li­us­platz und wei­te­ren Neue­run­gen präch­tig ent­wi­ckelt. Mit der Grün­dung der JTT Groß­plas­ti­ken GmbH wurde zudem die Zukunft des sati­ri­schen Kar­ne­vals samt der poli­ti­schen Mot­to­wa­gen auf eine soli­dere Grund­lage gestellt.

Mehr Ein­nah­men als Kosten
Wie solide die finan­zi­elle Lage ist, machte Schatz­meis­te­rin Tat­jana Ter­veer deut­lich. Nach dem Jubi­lä­ums­jahr mit sei­nen Son­der­ef­fek­ten schließe der Haus­halt wie­der mit einem Plus von mehr als 20.000 Euro ab. Die Kos­ten seien gegen­über dem Vor­jahr um mehr als 110.000 Euro gestie­gen, die Erlöse jedoch um mehr als 360.000 Euro. „Dank der Mehr­ein­nah­men konn­ten wir trotz stei­gen­der Anfor­de­run­gen an die Sicher­heit und Tech­nik­kos­ten in die Zukunft inves­tie­ren“, sagte Terveer.

Geschäfts­füh­rer Uwe Wil­ler bezif­fert die Stei­ge­rung der Ein­nah­men gegen­über dem Geschäfts­jahr 2023/2024 auf 27 Pro­zent, und das in einem wirt­schaft­lich schwie­ri­gen Umfeld. Den Kos­ten­druck bei Unter­neh­men und der Stadt spüre man bei der Suche nach neuen Unter­stüt­zern deut­lich. Hilf­reich sei dabei die starke Marke Düs­sel­dor­fer Kar­ne­val. Gezielt wirbt das CC des­halb bei Mit­tel­ständ­lern und regio­na­len Unter­neh­men. Zu den lang­jäh­ri­gen Part­nern zäh­len unter ande­rem die Stadt­spar­kasse, Hen­kel und die Pro­vin­zial. Die PSD Bank Rhein-Ruhr unter­stützte als Schirm­her­rin den Tag des Tan­zes, die Messe Düs­sel­dorf über­nahm bereits zum zwei­ten Mal die Schirm­herr­schaft für den Kin­der- und Jugend­um­zug. Auch der Club 111 trage posi­tiv zum Bud­get bei.

„Wir wol­len uns brei­ter auf­stel­len und die Abhän­gig­keit von den gro­ßen Erlös­blö­cken wei­ter redu­zie­ren“, sagte Wil­ler. Gewünscht seien große, mitt­lere und klei­nere Unter­stüt­zer, „einen gesun­den Mix“. Als Ziele nennt das CC dau­er­haft schwarze Zah­len, Unab­hän­gig­keit durch neue Ertrags­quel­len, eine gestärkte Sub­stanz, Spiel­raum für Neues und pro­fes­sio­nel­lere Abläufe.

Inves­ti­tio­nen in Wagen, Jugend und Tribünen
Das erwirt­schaf­tete Plus floss unter ande­rem in die Jugend­ar­beit, einen zusätz­li­chen Rosen­mon­tags­wa­gen für Spon­so­ren und die Moder­ni­sie­rung älte­rer Wagen. Hinzu kamen Aus­ga­ben für Mar­ke­ting, Markt­for­schung und die interne Kom­mu­ni­ka­tion mit den Mitgliedern.

Auch künf­tig will das CC inves­tie­ren. Geplant sind die Reno­vie­rung des Hau­ses des Kar­ne­vals und wei­tere Rosen­mon­tags­wa­gen. An den tol­len Tagen soll es außer­dem ein wei­te­res Par­ty­zelt außer­halb der Alt­stadt geben. Am Rosen­mon­tag sind Truck-Tri­bü­nen sowie eine zusätz­li­che Tri­büne am Rat­haus­vor­platz vor­ge­se­hen. Auch für das lau­fende Geschäfts­jahr kal­ku­liert der Ver­band mit einem posi­ti­ven Ergebnis.

In die neue Ses­sion sei man gut gestar­tet, hieß es. Die Pla­nun­gen für die drei­zehn Ver­an­stal­tun­gen unter Feder­füh­rung des CC seien gut ange­lau­fen. Los geht es am 11.11. „Kar­ne­val ist Gemein­schaft. Und die wol­len wir fei­ern – gren­zen­los ver­eint“, sagte Hörning.

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