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Deutschland Cup in Düsseldorf: Deutschland dreht 0:3‑Rückstand und sorgt für einen denkwürdigen Abschluss

Die Deut­sche Natio­nal­mann­schaft lan­de­tet auf Platz zwei © Lokalbüro

Das war nichts für schwa­che Ner­ven: Die deut­sche Eis­ho­ckey-Natio­nal­mann­schaft hat ihren letz­ten Auf­tritt beim Deutsch­land Cup im Düs­sel­dor­fer PSD BANK DOME mit einem spek­ta­ku­lä­ren Sieg been­det. Gegen die Slo­wa­kei lag das Team von Bun­des­trai­ner André Ran­kel bereits mit 0:3 zurück, ehe es im Schluss­drit­tel die Par­tie noch drehte und mit 4:3 gewann. 7218 Zuschauer erleb­ten am Sonn­tag einen packen­den Turnierabschluss.

Zunächst muss­ten die deut­schen Fans aller­dings eini­ges aus­hal­ten. Die Slo­wa­ken erwisch­ten den bes­se­ren Start und gin­gen in der sechs­ten Minute durch Patrik Hrehor­cak in Füh­rung. Deutsch­land fand nur schwer ins Spiel und tat sich gegen die kom­pakt auf­tre­ten­den Gäste schwer, eigene Chan­cen kon­se­quent zu nutzen.

Auch im zwei­ten Drit­tel änderte sich zunächst wenig. Die Slo­wa­kei blieb gefähr­lich und nutzte die Schwä­chen der deut­schen Mann­schaft kurz vor der zwei­ten Pause kon­se­quent aus. Pavol Regenda (37.) und Marek Valach (39.) erhöh­ten inner­halb weni­ger Minu­ten auf 3:0. Zu die­sem Zeit­punkt schien die Begeg­nung bereits entschieden.

Doch die deut­sche Mann­schaft hatte offen­bar noch eine Ant­wort in der Kabine gefun­den. Mit ver­än­der­ten Sturm­rei­hen und deut­lich mehr Druck kam das Team zurück aufs Eis. Die Wir­kung ließ nicht lange auf sich war­ten: In der 42. Minute brachte Tho­mas Heigl Deutsch­land mit sei­nem ers­ten Län­der­spiel­tor wie­der ins Spiel. Sein Schlä­ger lenkte einen Schuss von Mario Zim­mer­mann ins slo­wa­ki­sche Tor.

Plötz­lich war wie­der Leben in der Par­tie. Die deut­sche Mann­schaft spielte muti­ger, setzte die Slo­wa­ken unter Druck und wurde dafür belohnt. Max Calce ver­kürzte in der 48. Minute in Über­zahl auf 2:3. Auch für den jun­gen Angrei­fer war es ein beson­de­rer Tref­fer: Er erzielte sein ers­tes Tor für die Nationalmannschaft.

Die Zuschauer im PSD BANK DOME spür­ten, dass hier noch etwas mög­lich war. Deutsch­land erhöhte den Druck und nutzte seine Über­zahl­mög­lich­kei­ten. Tobias Rie­der sorgte in der 53. Minute für den umju­bel­ten Aus­gleich. Die Mann­schaft ließ anschlie­ßend nicht locker und drängte auf die Entscheidung.

Die fiel tat­säch­lich noch vor dem Ende der regu­lä­ren Spiel­zeit. In der 59. Minute nutzte Deutsch­land eine wei­tere Über­zahl­si­tua­tion und erzielte den ent­schei­den­den Tref­fer zum 4:3. Der PSD BANK DOME fei­erte eine deut­sche Mann­schaft, die sich auch von einem deut­li­chen Rück­stand nicht hatte ent­mu­ti­gen lassen.

Lett­land sichert sich den Tur­nier­sieg
Für den Gesamt­sieg beim Deutsch­land Cup reichte es für die deut­sche Mann­schaft trotz des star­ken Schluss­spurts nicht mehr. Lett­land hatte sich bereits zuvor mit einem 6:2 gegen Öster­reich den Tur­nier­sieg gesi­chert. Deutsch­land been­dete das Vier-Natio­nen-Tur­nier auf dem zwei­ten Platz. Die Slo­wa­kei wurde Drit­ter, Öster­reich belegte Rang vier.

Für Bun­des­trai­ner André Ran­kel war es ein beson­de­rer Ein­stand vor Düs­sel­dor­fer Publi­kum. Nach dem 3:0‑Auftaktsieg gegen Öster­reich und der 1:3‑Niederlage gegen Lett­land setzte die Mann­schaft zum Abschluss noch ein­mal ein Ausrufezeichen.

Der Deutsch­land Cup hat damit sei­nen ers­ten Auf­tritt in Düs­sel­dorf mit einem Eis­ho­ckey-Nach­mit­tag been­det, der den Zuschau­ern sicher­lich in Erin­ne­rung blei­ben wird. Vor allem das letzte Drit­tel gegen die Slo­wa­kei zeigte, wie schnell sich ein Spiel im Eis­ho­ckey dre­hen kann.

Für Düs­sel­dorf war das Tur­nier zugleich ein Vor­ge­schmack auf ein noch grö­ße­res Ereig­nis: Im Mai 2027 wird der PSD BANK DOME Aus­tra­gungs­ort der Eis­ho­ckey-Welt­meis­ter­schaft sein.

End­stand: Deutsch­land – Slo­wa­kei 4:3 (0:1, 0:2, 4:0).

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