Aufwendige Kostüme, detailverliebte Accessoires: Beim Cosplay-Wettbewerb zeigten Besucher, mit wie viel Leidenschaft und Kreativität die japanische Popkultur in Düsseldorf gelebt wird. © LB / Olaf Oidtmann
Gemeinsam am Holzhammer: Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Ministerpräsident Hendrik Wüst, Wirtschaftsministerin Mona Neubaur, Generalkonsul Yoshitaka Tsunoda und Japanischer-Club-Präsident Takao Hariya eröffnen den 23. Japan-Tag mit dem traditionellen Sake-Fass-Anschlag auf dem Burgplatz. © LB / Olaf Oidtmann
Rhythmus am Rhein: Taiko-Trommler in traditionellen Gewändern gehörten zu den zahlreichen Gruppen und Darbietungen, die den ganzen Tag über auf den verschiedenen Bühnen des Japan-Tags für Begeisterung sorgten. © LB / Olaf Oidtmann

Strah­len­der Son­nen­schein, volle Rhein­ufer­pro­me­nade und ein Feu­er­werk als krö­nen­der Abschluss: Der 23. Japan-Tag Düsseldorf/NRW hat am Sams­tag, 23. Mai, alle Erwar­tun­gen über­trof­fen. Rund 700.000 Besu­cher aus dem In- und Aus­land ström­ten in die Innen­stadt – ein neuer Rekord für Euro­pas gröss­tes Japan­fest. Die Ver­an­stal­tung, die seit mehr als zwei Jahr­zehn­ten die tiefe Ver­bin­dung zwi­schen Düs­sel­dorf und der japa­ni­schen Com­mu­nity fei­ert, zog dies­mal so viele Men­schen an den Rhein wie nie zuvor.

Zwi­schen Rhein­park und Rhein­knie­brü­cke reih­ten sich den gan­zen Tag Stände, Büh­nen und Akti­ons­flä­chen anein­an­der. Beson­ders die in die­sem Jahr erst­mals bis in den Rhein­park aus­ge­dehnte Ver­an­stal­tungs­flä­che wurde von den Besu­chern posi­tiv auf­ge­nom­men. Die erwei­terte Flä­che sorgte trotz des Rekordan­drangs für eine ent­spann­tere Atmo­sphäre und ent­zerrte die Besu­cher­ströme spür­bar. Auch die eigens ein­ge­rich­te­ten Trink­was­ser­stel­len der Stadt­werke Düs­sel­dorf erwie­sen sich als prak­ti­sche Ergän­zung und wur­den gut angenommen.

Eröff­net wurde das Fest um 12 Uhr auf dem Burg­platz mit dem tra­di­tio­nel­len Anschla­gen des Sake-Fas­ses durch Ober­bür­ger­meis­ter Dr. Ste­phan Kel­ler, Minis­ter­prä­si­dent Hen­drik Wüst, Wirt­schafts­mi­nis­te­rin Mona Neu­baur, Takao Hariya als Prä­si­dent des Japa­ni­schen Clubs sowie dem japa­ni­schen Gene­ral­kon­sul Yoshit­aka Tsu­n­oda. Kel­ler hob dabei die beson­dere Atmo­sphäre des Fes­tes her­vor: die Offen­heit, Begeis­te­rung und den gegen­sei­ti­gen Respekt, mit dem Men­schen hier zusam­men­kä­men, um japa­ni­sche Kul­tur zu erle­ben. Wüst betonte die leben­dige Freund­schaft zwi­schen Nord­rhein-West­fa­len und Japan, die beim Japan-Tag auf den Stras­sen sicht- und spür­bar werde – wenn Manga-Fans neben Fami­lien im Kimono durch die Düs­sel­dor­fer Innen­stadt zögen.

Bereits ab 11 Uhr ent­deck­ten die ers­ten Besu­cher an rund 100 Stän­den japa­ni­sche Kul­tur, Kuli­na­rik und Hand­werk. An der in Koope­ra­tion mit der DoKomi orga­ni­sier­ten Pop­kul­tur-Bühne prä­sen­tierte sich die japa­ni­sche Gegen­warts­kul­tur in ihrer gan­zen Breite – mit Cos­play-Wett­be­werb, Musik­dar­bie­tun­gen und einem Karaoke-Bus am Robert-Lehr-Ufer. Auf der Sport­bühne konn­ten Besu­cher in die Welt der japa­ni­schen Kampf­künste eintauchen.

Den musi­ka­li­schen Höhe­punkt des Abends setzte das japa­ni­sche Trio MIKAGE PROJECT auf der Haupt­bühne am Burg­platz. Die drei Musi­ker Satô Kôki, Asano Shô und Homma Taka­shi grün­de­ten das Ensem­ble im Dezem­ber 2020 mit dem Ziel, tra­di­tio­nelle japa­ni­sche Min’yô-Volks­lie­der neu zu arran­gie­ren und für kom­mende Gene­ra­tio­nen zugäng­lich zu machen. Mit Shakuha­chi-Flöte, Tsu­garu-Shami­sen und 25-sai­ti­ger Koto-Zither ver­bin­den sie den Klang des alten Japan mit moder­ner Kon­zert­at­mo­sphäre – sti­lis­tisch irgendwo zwi­schen Welt­mu­sik und zeit­ge­nös­si­schem Pop, dabei stets vir­tuos und mit­reis­send. Für die Band war es der erste Auf­tritt in Düs­sel­dorf – ein gelun­ge­nes Debüt vor Hunderttausenden.

Den Abschluss des Abends bil­dete um 23 Uhr das tra­di­tio­nelle japa­ni­sche Feu­er­werk über dem Rhein, in die­sem Jahr unter dem Motto „What a won­derful world – Ein Feu­er­werk vol­ler Lebens­freude”. Der WDR über­trug das Spek­ta­kel live in einer Son­der­sen­dung von 22:25 bis 23:25 Uhr.

Der Japan-Tag fin­det seit mehr als zwei Jahr­zehn­ten in Düs­sel­dorf statt und gilt als das grösste Japan­fest Euro­pas. Düs­sel­dorf beher­bergt eine der gröss­ten japa­ni­schen Gemein­schaf­ten in Deutsch­land, was die beson­dere Ver­bun­den­heit der Stadt mit Japan bis heute prägt.

Bil­der vom Feu­er­werk gibt es hier!

Bil­der vom Jpan Tag sind hier zu sehen

Bunt, kreativ und nicht zu übersehen: Cosplayer gehörten beim Japan-Tag zum gewohnten Stadtbild – die japanische Popkultur zog auch in diesem Jahr wieder Tausende Verkleidungsfans an den Rhein. © LB / Olf Oidtmann

Bunt, krea­tiv und nicht zu über­se­hen: Cos­player gehör­ten beim Japan-Tag zum gewohn­ten Stadt­bild – die japa­ni­sche Pop­kul­tur zog auch in die­sem Jahr wie­der Tau­sende Ver­klei­dungs­fans an den Rhein. © LB / Olf Oidtmann