
Besucher des Paradiesstrandes werden auf das Badeverbot hingewiesen. © Lokalbüro
Das Baden im Rhein ist im gesamten Düsseldorfer Stadtgebiet verboten – und das Ordnungsamt nimmt die Durchsetzung ernst: Am vergangenen Wochenende kontrollierten Mitarbeiter die verschiedenen Uferbereiche mehrfach und belehrten dabei 513 Menschen präventiv über die geltenden Regelungen. In 18 Fällen leitete das Amt Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Parallel dazu wurde die Feuerwehr Düsseldorf am Wochenende zu fünf Einsätzen mit dem Stichwort „Person im Rhein” alarmiert.
Das Badeverbot gilt seit August 2025 per ordnungsbehördlicher Verordnung entlang des gesamten Rheinufers im Stadtgebiet und kann mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro geahndet werden. Als Baden im Sinne der Verordnung gilt das planmäßige Verweilen mit dem Körper in mehr als knöcheltiefem Wasser – also etwa das Schwimmen, Waten oder Spielen im Rhein zu Erholungs‑, Sport- oder Freizeitzwecken.
Auf die Gefahren aufmerksam machen sollen rund 70 Hinweisschilder entlang des Ufers, die in fünf Sprachen – Deutsch, Englisch, Türkisch, Arabisch und Ukrainisch – vor der Lebensgefahr beim Schwimmen im Rhein warnen. Neben Piktogrammen enthalten die Schilder die Notrufnummer sowie den jeweiligen Rheinkilometer, damit Einsatzkräfte im Ernstfall schnell und präzise zum Einsatzort gelangen können. Außerdem finden sich auf den Schildern Hinweise für einen rücksichtsvollen Aufenthalt am Ufer, etwa zur Müllentsorgung und zum Verzicht auf offenes Feuer.
Vom Badeverbot ausgenommen sind Behörden, Rettungsdienste und die Feuerwehr im Rahmen ihrer Aufgaben sowie Wasserrettungsorganisationen bei Übungen und Einsätzen. Auch genehmigte Veranstaltungen mit ausdrücklicher Erlaubnis der Landeshauptstadt sind ausgenommen. Erlaubt bleibt zudem das Ein- und Aussteigen beim Anlegen von Wasserfahrzeugen, das Zuwasserlassen von Booten an dafür vorgesehenen Stellen sowie das Angeln und die Watfischerei.
Am Wochenende warnte die Stadt zusätzlich über digitale Flächen im gesamten Stadtgebiet sowie über ihre Social-Media-Kanäle vor den Gefahren des Schwimmens im Rhein.


