
Three Little Birds-Biergarten derzeit geschlossen © Lokalbüro
Die Zukunft des Biergartens an der Rheinterrasse steht im Mittelpunkt einer intensiven Debatte. Seit Monaten wird darüber diskutiert, ob die beliebte Gastronomie am Rhein so erhalten bleibt, wie sie viele Düsseldorferinnen und Düsseldorfer kennen und schätzen. Initiativen und eine Petition verlangen genau das – den Erhalt des bisherigen Biergartens in seiner gewohnten, offenen Form mit moderaten Preisen und Treffpunkt-Charakter.
Gleichzeitig hat die städtische Tochtergesellschaft D.LIVE GmbH & Co. KG als Pächter der Rheinterrasse seit dem 1. Januar 2025 den Betrieb übernommen und in den vergangenen Monaten eine umfassende Analyse aller wirtschaftlichen, technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen vorgenommen. Dabei stellte sich nach interner Prüfung und einem externen Rechtsgutachten klar heraus, dass die Nutzung des Biergartens ausschreibungspflichtig ist – ein rechtlicher Grundsatz, der für öffentliche Flächen und Vergaben gilt und an dem sich D.LIVE orientiert.
D.LIVE betont, dass der Grundsatz ordnungsgemäßen Wirtschaftens für alle verfügbaren Flächen gleichermaßen gilt. Die gesetzlich vorgeschriebene Ausschreibung wurde daher gestartet: ein offenes Verfahren, an dem sich alle Interessierten beteiligen können. Auch der bisherige Betreiber kann ein Angebot abgeben – eine Bevorzugung einzelner Personen oder Betriebe ist ausgeschlossen. Qualifizierte Bewerber sollen in einem transparenten Wettbewerb den Zuschlag erhalten.
Warum eine Ausschreibung?
Nach Auffassung der Geschäftsführung ist es nicht nur rechtlich erforderlich, sondern auch wirtschaftlich und organisatorisch sinnvoll, die gastronomische Nutzung am Rheinufer über eine professionelle Ausschreibung zu regeln. Ziel sei es, den Standort für die Zukunft auszurichten und eine langfristig tragfähige Bewirtschaftung zu sichern – unter dem Gesichtspunkt von Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Qualität.
D.LIVE weist zudem darauf hin, dass der bisherige Three Little Birds-Biergarten derzeit geschlossen ist und Gespräche über eine Übergangsnutzung während des Ausschreibungsverfahrens gescheitert sind. Die Stadttochter habe versucht, Lösungen zu finden, jedoch ohne Erfolg – auch weil Betriebsbedingungen und Vertragsangebote nicht auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden konnten.
In den letzten Wochen sei zudem versucht worden, Druck auf die Geschäftsführung auszuüben, teils auch über persönliche Ansprachen an Mitglieder des D.LIVE-Gremiums. D.LIVE verurteilt diese Versuche als unangemessen und betont, dass Entscheidungen ausschließlich nach objektiven Kriterien des Vergabeprozesses getroffen werden.
Fazit von D.LIVE: Die Neuausrichtung der Rheinterrasse und die Ausschreibung des Biergartens seien nicht Ausdruck einer Ablehnung traditioneller Stadtkultur, sondern Teil einer verantwortungsvollen Verwaltung öffentlicher Flächen. Ziel bleibe, den Standort als lebendigen Ort am Rhein zu erhalten – in einer Form, die für Besucher, Bewerber und die Stadtgesellschaft gleichermaßen nachvollziehbar und nachhaltig gestaltet wird.


