Cover der neuen CD

Cover der neuen CD

 

Neun Jahre nach „Laune der Natur” mel­den sich Die Toten Hosen zurück – und gleich mit einer dop­pel­ten Über­ra­schung. Am 29. Mai 2026 erscheint „Trink aus, wir müs­sen gehen!”, das letzte regu­läre Stu­dio­al­bum der Düs­sel­dor­fer Pun­k­le­gende. Fast 45 Jahre nach der Grün­dung der Band im Jahr 1982 schließt sich damit ein Kreis.

„Einer hat im Pro­be­raum geschrien: Lasst uns ein letz­tes Album machen!”, erzählt Sän­ger Cam­pino. Die Begeis­te­rung sei sofort groß gewe­sen, der Rest kam dann von selbst. Und tat­säch­lich klingt die Band auf dem neuen Werk so, als wolle sie noch ein­mal alles auf ein­mal sein: laut und leise, eupho­risch und melan­cho­lisch, per­sön­lich und politisch.

Was bedeu­tet „letz­tes Album” konkret?

Die Toten Hosen beto­nen aus­drück­lich, dass sie sich nicht auf­lö­sen. In einem gemein­sa­men Vor­wort schrei­ben die fünf Musi­ker: „Das bedeu­tet nicht, dass sich die Toten Hosen auf­lö­sen! Weil wir Freunde sind, tun wir das erst auf dem Fried­hof.” Die Band meint damit ihre ver­stor­be­nen Weg­ge­fähr­ten Jochen, Wölli und Faust, die sie nie ver­ges­sen haben. Viel­mehr gehe es um einen schritt­wei­sen Rück­zug – und um die Ent­schei­dung, keine Alben mehr zu ver­öf­fent­li­chen, die als per­sön­li­ches Tage­buch der Band funk­tio­nie­ren. „In einem Lied rie­fen wir vor vie­len Jah­ren: Das Ende set­zen wir uns selbst! Uns ist es wich­tig, diese Ankün­di­gung ein­zu­hal­ten”, heißt es weiter.

Songs wie „Was frü­her ein­mal war” oder „Kein Blatt zwi­schen uns” set­zen sich direkt mit Freund­schaft, Ver­gan­gen­heit und den Men­schen aus­ein­an­der, die die Band über Jahr­zehnte beglei­tet haben. Das Album ver­steht sich als letz­tes gros­ses Kapi­tel einer gemein­sa­men Geschichte – über Anfänge, Abschiede und alles dazwischen.

25 Lieb­lings­lie­der als Zugabe

Ergänzt wird das Album durch das umfang­rei­che Bonus­al­bum „Alles muss raus!”, auf dem Die Toten Hosen gemein­sam mit zahl­rei­chen Künst­lern ins­ge­samt 25 Songs auf­ge­nom­men haben. Es sind Lie­der, die der Band beson­ders viel bedeu­ten – von Freun­den, von Vor­bil­dern, von Men­schen, deren Werk sie ver­eh­ren. „Lie­der, die wir selbst gerne geschrie­ben hät­ten”, schreibt die Band. Ent­stan­den sind alle Titel im Duett mit den jewei­li­gen Ori­gi­nal­in­ter­pre­ten oder lang­jäh­ri­gen Weg­be­glei­tern. Das Ergeb­nis klingt nach einem sehr per­sön­li­chen Abschluss mit Augen­zwin­kern: „Zumin­dest wären wir nicht zwangs­läu­fig davon aus­ge­gan­gen, dass eines Tages Pun­k­le­gende Char­lie Har­per und Vicky Lean­dros am sel­ben Album betei­ligt sein würden.”

Andreas Gursky gestal­tet das Cover

Für das Art­work konnte die Band ihren lang­jäh­ri­gen Freund Andreas Gursky gewin­nen, einen der welt­weit bekann­tes­ten Foto­gra­fen der Gegen­wart. Auf Basis eines sei­ner bekann­tes­ten Werke ent­stand ein gemein­sa­mes Cover­mo­tiv – eine Zusam­men­ar­beit, die zwei Düs­sel­dor­fer Insti­tu­tio­nen verbindet.

Das Dop­pel­werk erscheint in ver­schie­de­nen For­ma­ten: als limi­tierte und auf 19.820 Exem­plare num­me­rierte Deluxe-Drei­fach-Vinyl-Edi­tion mit hand­si­gnier­tem Foto-Print, als Stan­dard-Vinyl, als Dop­pel-CD sowie als Stream und Down­load. Die limi­tierte Erst­auf­lage der CD kommt im acht­sei­ti­gen Digi­pack mit zwei umfang­rei­chen Booklets.

 

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