
Symbolbild Der Alte Gerresheimer Friedhof © Landeshauptstadt Düsseldorf/Elisabeth Albertshofen
Die Umzäunung des Waldfriedhofs Gerresheim wird früher als geplant fertiggestellt. Im Zuge der Arbeiten bleibt der Friedhof am Mittwoch, 6. Mai, ab 7 Uhr vorübergehend für Besucher geschlossen. Nach Angaben der Stadt ist der Grund dafür der abschließende Lückenschluss eines speziell verstärkten Schutzzauns, der das Gelände künftig wirksam vor eindringenden Wildschweinen schützen soll.
Bevor der letzte Zaunabschnitt geschlossen werden kann, müssen sich möglicherweise noch auf dem Friedhof befindliche Tiere aus dem Gelände entfernt werden. Geplant ist, die Wildschweine kontrolliert in den angrenzenden Wald zu treiben. Diese Maßnahme dient laut Verwaltung sowohl der Sicherheit der Mitarbeiter als auch der Besucher und soll zugleich verhindern, dass Tiere im umzäunten Bereich eingeschlossen werden. Wenn alles nach Plan verläuft, soll der Friedhof noch am selben Tag gegen 13 Uhr wieder geöffnet werden.
In den vergangenen Monaten hatte die Stadt bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Wildschweine waren immer wieder vom angrenzenden Wald auf das Gelände gelangt und hatten dort erhebliche Schäden verursacht. Zunächst versuchte die Verwaltung, die Tiere mit Duftstoffen fernzuhalten – allerdings ohne nachhaltigen Erfolg.
Daraufhin wurden beschädigte Zaunabschnitte identifiziert und durch stabilere Elemente ersetzt. Da die Tiere weiterhin neue Schwachstellen fanden, folgten zusätzliche Sicherungsmaßnahmen. Dazu zählen regelmäßige Kontrollen der gesamten Zaunanlage sowie eine schnelle Reparatur neuer Schäden. Auch die Zugangstore wurden umgerüstet: Sie öffnen nun ausschließlich nach außen und schließen automatisch.
Besonders betroffen war der obere Bereich des Friedhofs. Dort hinterließen die Tiere bei ihrer Nahrungssuche deutliche Spuren. Rasenflächen, Wege und Grünstreifen wurden durchwühlt, auch Grabstätten und Gemeinschaftsgrabfelder blieben nicht verschont. Immer wieder wurden Bepflanzungen zerstört sowie Vasen und Gestecke beschädigt.
Umweltdezernent Jochen Kral sieht in den nun abgeschlossenen Arbeiten einen wichtigen Schritt: „Die Erfahrungen der vergangenen Monate haben gezeigt, dass wir nur mit einem konsequenten Maßnahmenpaket langfristig Erfolg haben können. Die jetzt abgeschlossenen Arbeiten sind ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Lösung.“
Mit dem finalen Abschluss der Zaunarbeiten rechnet die Friedhofsverwaltung damit, die Situation dauerhaft zu verbessern und den Waldfriedhof wirksam vor weiteren Schäden zu schützen.


