Symbolbild Bundespolizei am HBF © Lokalbüro

Sym­bol­bild Bun­des­po­li­zei am HBF © Lokalbüro

 

Ein 22-jäh­ri­ger Deut­scher ist am frü­hen Diens­tag­mor­gen von Bun­des­po­li­zis­ten in einer S‑Bahn am Düs­sel­dor­fer Haupt­bahn­hof fest­ge­stellt wor­den – bewaff­net, ange­trun­ken und mit Can­na­bis in der Tasche. Der Vor­fall ereig­nete sich gegen 04.47 Uhr, als Mit­ar­bei­ter der Deut­schen Bahn die Bun­des­po­li­zei alar­mier­ten: Ein Mann han­tiere in einer S‑Bahn der Linie S8 auf Gleis 13 mit einer Schusswaffe.

Die ein­ge­trof­fe­nen Ein­satz­kräfte fan­den den jun­gen Mann schla­fend im Zug vor und fixier­ten ihn. Bei der anschlies­sen­den Durch­su­chung kamen eine Schreck­schuss­pis­tole mit PTB-Prüf­zei­chen aus dem Hosen­bund zum Vor­schein – aus­ser­dem 15 Patro­nen, ein Ein­hand­mes­ser sowie mehr als 29 Gramm Can­na­bis. Ein Atem­al­ko­hol­test ergab einen Wert von 1,68 Promille.

Beson­ders bri­sant: Die Aus­wer­tung der Video­auf­zeich­nun­gen des Bahn­hofs zeigte, dass der 22-Jäh­rige zuvor auf dem Bahn­steig Ziel­übun­gen mit der Waffe durch­ge­führt hatte. Direkt auf Rei­sende gezielt hatte er dabei nach bis­he­ri­gen Erkennt­nis­sen nicht. Ein Motiv nannte er nicht.

Gegen den Deut­schen wur­den Straf­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet. Man­gels Haft­grün­den wurde er nach Abschluss der poli­zei­li­chen Mass­nah­men jedoch wie­der auf freien Fuss gesetzt – mit einem Platz­ver­weis für den Düs­sel­dor­fer Hauptbahnhof.