
Dorothée Schneider Kämmerin Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf
Stadtkämmerin Dorothée Schneider hat am Montag im Haupt- und Finanzausschuss den Controllingbericht zur haushalts- und personalwirtschaftlichen Lage der Landeshauptstadt vorgestellt. Das Ergebnis ist alarmierend: Für das Haushaltsjahr 2026 prognostiziert die Verwaltung einen Jahresfehlbetrag von 447,1 Millionen Euro – und liegt damit um 56,7 Millionen Euro über dem ursprünglich geplanten Defizit von 390,4 Millionen Euro.
Haupttreiber der Verschlechterung ist ein Mehrbedarf bei den ordentlichen Aufwendungen von rund 42,9 Millionen Euro. Darunter fallen vor allem gestiegene Personalaufwendungen sowie höhere Kosten für Sicherheitsdienstleistungen.
Auf der Einnahmenseite gibt es zumindest einen Lichtblick: Die Gewerbesteuereinnahmen liegen zum Berichtsstichtag 31. März 2026 um 68 Millionen Euro über dem Vorjahreswert. Angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten und der volatilen Marktlage mahnt die Kämmerin jedoch zur Zurückhaltung bei der Ertragsprognose – belastbare Aussagen über das Gesamtjahr seien derzeit kaum möglich.
Besorgniserregend ist auch die Schuldensituation. Zum 31. März beliefen sich die Liquiditätskredite auf 533,5 Millionen Euro, die Investitions- und Förderkredite auf 1 Milliarde Euro. Bis zum Jahresende werden weitere Kreditaufnahmen von 557,6 Millionen Euro erwartet. Damit würde der Gesamtkreditbestand der Stadt auf 2,1 Milliarden Euro anwachsen.


