Toypudel. © Zoll
Britisch-Langhaar. © Zoll

Zoll­be­amte am Düs­sel­dor­fer Flug­ha­fen haben am 6. Juni einen Mann gestoppt, der einen Toy­pu­del und eine Bri­tish-Lang­haar-Katze ille­gal nach Deutsch­land ein­schmug­geln wollte. Der 50-jäh­rige tür­ki­sche Staats­bür­ger war gerade aus Istan­bul gelan­det, als Beamte des Haupt­zoll­amts Düs­sel­dorf ihn einer Rou­ti­ne­kon­trolle unterzogen.

Zunächst gab der Mann an, die Tiere gehör­ten ihm. Erst als die Zöll­ner bei der Gepäck­kon­trolle tür­ki­sche und rus­si­sche Unter­la­gen zu den Tie­ren ent­deck­ten und erneut nach­frag­ten, räumte er ein, ledig­lich als Kurier zu han­deln – für 600 Euro hatte er den Trans­port übernommen.

Dass es sich dabei um ein lukra­ti­ves Geschäft han­delt, zei­gen die Markt­preise: Toy­pu­del­wel­pen wer­den zwi­schen 1.500 und 3.500 Euro gehan­delt, Bri­tish-Lang­haar-Kat­zen­wel­pen zwi­schen 700 und 1.500 Euro. Der Trans­port auf Kurier­kos­ten von 600 Euro deu­tet auf eine orga­ni­sierte Struk­tur hin­ter dem Schmug­gel hin.

Wegen der nicht ange­mel­de­ten Tiere lei­te­ten die Zöll­ner ein Straf­ver­fah­ren wegen ver­such­ter Steu­er­hin­ter­zie­hung gegen den Mann ein. Da zudem vete­ri­när­recht­li­che Vor­schrif­ten miss­ach­tet wor­den waren – etwa Impf­nach­weise und der vor­ge­schrie­bene Mikro­chip –, infor­mierte der Zoll das Vete­ri­när­amt der Stadt Düs­sel­dorf, das für beide Tiere sofor­tige Qua­ran­täne anordnete.