Dier ersten Fans standen um 8 Uhr an © Lokalbüro
Warm-Up am Uerige © Lokalbüro

Düs­sel­dorf steht am Wochen­ende ganz im Zei­chen der Toten Hosen. Die ers­ten Fans hat­ten sich bereits um 8 Uhr vor dem eigens ein­ge­rich­te­ten Pop-up-Fan­shop in der ehe­ma­li­gen Tou­ris­ten­in­for­ma­tion an der Rhein­straße ein­ge­fun­den, im Laufe des Vor­mit­tags wuchs die Schlange dann ste­tig wei­ter an. Sie führte direkt am Uerige vor­bei und reichte bis zum Carls­platz. Grund für den Andrang war ein limi­tier­tes T‑Shirt mit dem Schrift­zug „Düs­sel­dorf – Ich komme immer wie­der“, das aus­schließ­lich an die­sem Frei­tag und Sams­tag erhält­lich ist. Das Motiv zeigt einen ske­let­tier­ten Löwen, der sich an das Düs­sel­dor­fer Stadt­wap­pen anlehnt und im typi­schen Band­logo-Stil gestal­tet wurde. Für aus­rei­chend Nach­schub war gesorgt, ein Shirt kos­tete 30 Euro, der Kauf war auf zwei Stück pro Per­son begrenzt.

In der Schlange stan­den Fans aus ganz Europa und von noch wei­ter her: Ein Ehe­paar war eigens aus Argen­ti­nien ange­reist, ein wei­te­rer Anhän­ger kam sogar aus Aus­tra­lien. Auch aus Zürich, Wien, St. Pöl­ten und Sach­sen hat­ten sich Fans auf den Weg nach Düs­sel­dorf gemacht. Man­che von ihnen ver­bin­det eine jahr­zehn­te­lange Geschichte mit der Band, andere gaben ihre Begeis­te­rung längst an die nächste Gene­ra­tion wei­ter. Wer schon in den frü­hen Mor­gen­stun­den dort aus­harrte, nahm die lange War­te­zeit gelas­sen, getra­gen von der Vor­freude auf den Abend.

Direkt am Uerige selbst herrschte schon am Vor­mit­tag Par­ty­stim­mung: Dort lief die tra­di­tio­nelle Warm-up-Party zum soge­nann­ten Hosen-Hell-Treff, bei dem sich Fans vor den Kon­zer­ten in der Alt­stadt zum gemein­sa­men Ansto­ßen tref­fen. In die­sem Jahr gab es dabei eine Beson­der­heit: Erst­mals wurde das band­ei­gene Bier „Hosen Hell“ nicht mehr in Bay­ern gebraut, son­dern direkt vor Ort im Sud­haus her­ge­stellt und frisch vom Fass gezapft. Die Anlage dafür hat­ten Band­mit­glie­der Andi und Kud­del eige­nen Anga­ben zufolge erst wenige Tage zuvor per­sön­lich in Betrieb genom­men. Wer an die­sem Vor­mit­tag am Uerige vor­bei­kam, sah volle Tische, Alt­bier­glä­ser und immer wie­der das cha­rak­te­ris­ti­sche Toten­kopf-Logo auf T‑Shirts und Fahnen.

Die bei­den Kon­zerte der Band fin­den am Frei­tag und Sams­tag jeweils ab 18 Uhr in der Mer­kur Spiel-Arena statt und sind Teil der Tour­nee „Trink aus! Wir müs­sen gehen“, die als mög­li­cher­weise letzte große Tour der Gruppe gilt. Beide Düs­sel­dor­fer Ter­mine waren nach Anga­ben des Ver­an­stal­ters inner­halb weni­ger Minu­ten aus­ver­kauft. Als Sup­port ist am Frei­tag unter ande­rem die Band Rise Against ange­kün­digt. Bereits am Don­ners­tag hatte Ober­bür­ger­meis­ter Ste­phan Kel­ler die Musi­ker im Rat­haus emp­fan­gen und gemein­sam mit ihnen eine Son­der­flagge mit dem Löwen-Motiv gehisst.

Auch nach den Kon­zer­ten geht die Feier in der Alt­stadt wei­ter: Der Ratin­ger Hof lädt an bei­den Aben­den ab 22 Uhr zu einer kos­ten­lo­sen After-Show-Party, bei der aus­schließ­lich Songs der Band auf­ge­legt wer­den. Die Ver­an­stal­ter wei­sen aus­drück­lich dar­auf hin, dass die Party auch für Fans ohne Kon­zert­ti­cket offensteht.