Mit Spezialbrille bestens gerüstet: Ein Pärchen verfolgt auf der Burgplatztreppe gemeinsam mit vielen anderen Besuchern die Sonnenfinsternis über Düsseldorf. © Lokalbüro

Mit Spe­zi­al­brille bes­tens gerüs­tet: Ein Pär­chen ver­folgt auf der Burg­platz­treppe gemein­sam mit vie­len ande­ren Besu­chern die Son­nen­fins­ter­nis über Düs­sel­dorf. © Lokalbüro

 

Am Mitt­woch­abend rich­te­ten sich in Düs­sel­dorf zahl­rei­che Bli­cke gen Him­mel: Ab 19:18 Uhr schob sich der Mond vor die Sonne, gegen 20:12 Uhr erreichte die par­ti­elle Son­nen­fins­ter­nis mit einer Bede­ckung von rund 88 Pro­zent ihren Höhe­punkt. Eine totale Ver­fins­te­rung blieb den Düs­sel­dor­fern zwar ver­wehrt, den­noch zog das sel­tene Him­mels­schau­spiel über­all in der Stadt Schau­lus­tige an – und sorgte für unge­wöhn­lich gesel­lige Stun­den unter freiem Himmel.

Beson­ders voll wurde es auf der Burg­platz­treppe, wo sich Besu­cher aus ganz unter­schied­li­chen Ecken der Repu­blik und dar­über hin­aus ein­fan­den – dar­un­ter Gäste aus Herne, aus Ber­lin und sogar aus der Tür­kei. Viele hat­ten sich mit Essen und Geträn­ken aus­ge­stat­tet, mach­ten es sich auf den Stu­fen gemüt­lich und war­fen zwi­schen­durch immer wie­der einen Blick in Rich­tung Sonne. Ganz erfüllt wur­den die Erwar­tun­gen dabei nicht bei allen: Einige Besu­cher hat­ten sich von dem Ereig­nis mehr erhofft, schließ­lich blieb es in Düs­sel­dorf bei einer par­ti­el­len und kei­ner tota­len Finsternis.

Auch in Ger­res­heim ver­sam­mel­ten sich viele Schau­lus­tige, um das Natur­schau­spiel gemein­sam zu erle­ben. Von der Schö­nen Aus­sicht aus rich­tete sich der Blick gemein­sam mit zahl­rei­chen ande­ren Besu­chern nach Wes­ten, wo die Sonne tief über dem Hori­zont stand. Wer keine Schutz­brille dabei­hatte, musste des­halb nicht auf den Anblick ver­zich­ten: Spon­tan hal­fen umste­hende Mit­men­schen aus und lie­hen ihre eige­nen Bril­len wei­ter. Genau die­ses unkom­pli­zierte Mit­ein­an­der machte den Abend für viele zu etwas Besonderem.

Der Andrang auf spe­zi­elle Schutz­bril­len war schon Stun­den vor Beginn der Fins­ter­nis groß, vie­ler­orts waren die Exem­plare rasch aus­ver­kauft. Wer keine mehr ergat­tern konnte, musste impro­vi­sie­ren oder auf die Hilfs­be­reit­schaft ande­rer hof­fen – wie sich sowohl auf der Burg­platz­treppe als auch in Ger­res­heim zeigte. Gegen 20:58 Uhr ging die Sonne schließ­lich unter, kurz dar­auf, gegen 21:03 Uhr, endete die par­ti­elle Son­nen­fins­ter­nis über Düs­sel­dorf end­gül­tig. Ins­ge­samt dau­erte das Schau­spiel damit rund ein­ein­halb Stunden.

Neben der Burg­platz­treppe und Ger­res­heim war auch der Rhein­park ein belieb­ter Beob­ach­tungs­punkt, ebenso die Anhö­hen rund um Ger­res­heim, wo sich meh­rere Hun­dert Men­schen ver­sam­melt hat­ten. Trotz der aus­blei­ben­den tota­len Ver­fins­te­rung über­wog bei den meis­ten Besu­chern am Ende die Begeis­te­rung über ein Ereig­nis, das sich in die­ser Form so schnell nicht wie­der­ho­len dürfte – die nächste Son­nen­fins­ter­nis über Düs­sel­dorf ist erst wie­der für 2027 zu erwarten.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zum genauen Ablauf der Son­nen­fins­ter­nis: timeanddate.de

Wei­ter Bil­der gibt es hier