Über das Förderprogramm "Grau raus, Grün rein" wurden bereits mehr als 1.000 Quadratmeter Entsiegelung beantragt. © Landeshauptstadt Düsseldorf/Lasse Rotthoff

Über das För­der­pro­gramm “Grau raus, Grün rein” wur­den bereits mehr als 1.000 Qua­drat­me­ter Ent­sie­ge­lung bean­tragt. © Lan­des­haupt­stadt Düsseldorf/Lasse Rotthoff

 

Noch bis zum 31. Okto­ber läuft in Düs­sel­dorf die Aktion “Grau raus, Grün rein” – und die Lan­des­haupt­stadt liegt im direk­ten Ver­gleich mit Bonn und Köln aktu­ell vorn. Rund 1.300 Qua­drat­me­ter ver­sie­gelte Flä­che wur­den bereits über das städ­ti­sche För­der­pro­gramm zur Ent­sie­ge­lung ange­mel­det. Wer mit­macht, kann sich bis zu 25 Euro pro Qua­drat­me­ter för­dern lassen.

Bei der Aktion geht es darum, Innen­höfe, Ter­ras­sen, Vor­gär­ten oder Gar­ten­wege von Beton, Pflas­ter oder Asphalt zu befreien und statt­des­sen neues Grün anzu­le­gen. Das bringt gleich meh­rere Vor­teile mit sich: Pflan­zen sor­gen für Ver­duns­tungs­kühle, ver­bes­sern das Klein­klima in der Nach­bar­schaft und schaf­fen zugleich neuen Lebens­raum für Insek­ten und andere Tiere.

Städ­te­wett­be­werb um die Gol­dene Gießkanne
Beson­ders span­nend wird es in die­sem Jahr durch einen Wett­be­werb zwi­schen Düs­sel­dorf, Köln und Bonn. Bis Ende Okto­ber zählt jeder ent­sie­gelte Qua­drat­me­ter – die Stadt mit der größ­ten Gesamt­flä­che gewinnt die “Gol­dene Gieß­kanne”. Wer sich am För­der­pro­gramm betei­ligt, nimmt auto­ma­tisch auch am Städ­te­wett­be­werb teil. Aktu­ell steht Düs­sel­dorf mit 1.268 Qua­drat­me­tern an der Spitze, gefolgt von Köln mit 1.109 und Bonn mit 476 Quadratmetern.

Hit­ze­inseln ver­mei­den, Regen­was­ser ver­si­ckern lassen
Der Effekt ver­sie­gel­ter Flä­chen wird vor allem im Som­mer deut­lich: Beton und Asphalt hei­zen sich bei Hitze stark auf und begüns­ti­gen die Ent­ste­hung soge­nann­ter Hit­ze­inseln. Begrünte Flä­chen wir­ken dage­gen wie eine natür­li­che Kli­ma­an­lage, las­sen Regen­was­ser ver­si­ckern und tra­gen so zur Kli­ma­an­pas­sung der Stadt bei. Beson­ders in dicht bebau­ten Vier­teln mit hohem Ver­sie­ge­lungs­grad macht sich der Unter­schied bemerkbar.

Umwelt­de­zer­nent Jochen Kral appel­liert an die Düs­sel­dor­fer, sich zu betei­li­gen: “Hel­fen Sie, dem Kli­ma­wan­del ent­ge­gen­zu­wir­ken. Ent­sie­geln Sie Flä­chen und schaf­fen neues Grün für ange­nehme Kühle und Fri­sche in Ihrer Umge­bung. Jede ent­sie­gelte und mit Pflan­zen belebte Flä­che leis­tet einen Bei­trag zu einem bes­se­ren Klima in der Stadt.”

Kos­ten­lo­ser Kom­post für die neuen Grünflächen
Wer eine neu ent­sie­gelte Flä­che bepflan­zen möchte, kann dafür kos­ten­frei auf hoch­wer­ti­gen Düs­sel­dor­fer Kom­post zurück­grei­fen. Er ent­steht aus Küchen- und Gar­ten­ab­fäl­len der Bio­tonne sowie aus der Grün­schnitt­samm­lung und wird in der Kom­pos­tie­rungs­an­lage der KDM GmbH zu einem güte­ge­si­cher­ten Boden­ver­bes­se­rer ver­ar­bei­tet. Abge­holt wer­den kann der Kom­post kos­ten­los auf den Recy­cling­hö­fen in Flin­gern und Lohau­sen sowie an den Kom­pos­tie­rungs­an­la­gen in Düs­sel­dorf-Hamm und Ratin­gen. Wer losen Kom­post mit­neh­men möchte, sollte einen geeig­ne­ten Behäl­ter und eine Schau­fel dabeihaben.

So funk­tio­niert die Förderung
Der Ablauf ist unkom­pli­ziert, wie der stell­ver­tre­tende Umwelt­amts­lei­ter Ingo Päh­ler erklärt: “Die För­de­rung durch die Stadt gestal­tet sich ganz ein­fach. Den Antrag im digi­ta­len Antrag­spor­tal aus­fül­len und abschi­cken, die Flä­che ent­sie­geln und anschlie­ßend mit der Foto­do­ku­men­ta­tion die För­der­mit­tel abru­fen.” Das digi­tale Antrags­for­mu­lar fin­det sich unter https://foerderung.duesseldorf.de/. Wer noch mit­ma­chen möchte, sollte sich beei­len: Die Aktion endet am 31. Okto­ber 2026.