Sym­bol­bild Radar­kon­trolle am Kö Bogen © Lokalbüro

 

Der Schul­start hat es in Düs­sel­dorf auch in die­sem Jahr wie­der in sich gehabt – zumin­dest für all jene Auto­fah­rer, die es mit dem Tempo an Schu­len nicht so genau nah­men. Bei einer Son­der­ak­tion der Ver­kehrs­über­wa­chung des Ord­nungs­am­tes wur­den in den bei­den Wochen nach den Som­mer­fe­rien ins­ge­samt 2.745 Tem­po­sün­der an Schu­len regis­triert. Im Vor­jahr waren es noch 2.397 gewe­sen. Fünf Mess­fahr­zeuge und zwei Über­wa­chungs­an­hän­ger waren im Ein­satz, um Tempo-30-Zonen sowie Durch­gangs­stra­ßen an und vor Schu­len zu überwachen.

Die Bilanz der Kon­trol­len fällt ent­spre­chend deut­lich aus: 2.499 Ver­war­nungs­gel­der und 246 Buß­gel­der wur­den ver­hängt, im Vor­jahr waren es 2.171 bezie­hungs­weise 226 gewe­sen. In einem Fall droht einem Fah­rer sogar ein Fahr­ver­bot – im Jahr zuvor waren es noch sie­ben Fälle. Ins­ge­samt kon­trol­lierte das Ord­nungs­amt in dem Zeit­raum 100.308 Fahrzeuge.

Bis zu 74 Stun­den­ki­lo­me­ter zu schnell
Beson­ders gra­vie­rend fiel ein Ver­stoß auf der Ham­bor­ner Straße aus, einer Tempo-30-Zone. Dort war ein Auto­fah­rer mit 65 Stun­den­ki­lo­me­tern unter­wegs. Ihn erwar­ten nun 260 Euro Buß­geld, ein Monat Fahr­ver­bot und zwei Punkte im Ver­kehrs­zen­tral­re­gis­ter. Auf den Durch­gangs­stra­ßen wurde der höchste Wert auf der Venn­hau­ser Allee gemes­sen, wo statt der erlaub­ten 50 Stun­den­ki­lo­me­ter 74 Stun­den­ki­lo­me­ter gemes­sen wur­den. Hier wer­den 115 Euro Buß­geld sowie ein Punkt fällig.

Auch Falsch­par­ker im Visier
Neben den Geschwin­dig­keits­kon­trol­len nahm die Ver­kehrs­über­wa­chung auch die Halt­ver­bote vor den Schu­len ins Visier, die eben­falls dem Schutz der Kin­der die­nen. Obwohl diese ver­stärk­ten Kon­trol­len im Vor­feld umfas­send ange­kün­digt wor­den waren, regis­trierte das Ord­nungs­amt 1.807 Falsch­par­ker, nach 1.749 im Vor­jahr. In 39 Fäl­len musste sogar ein Abschlepp­wa­gen anrü­cken, im Jahr zuvor waren es 49 Fälle gewesen.

Unter den Falsch­par­kern befan­den sich auf­fäl­lig viele soge­nannte Eltern-Taxis: Müt­ter und Väter, die beim Abset­zen ihrer Kin­der kur­zer­hand im Halt­ver­bot hiel­ten und damit selbst zur Gefah­ren­quelle für andere Kin­der wur­den. Ver­war­nun­gen gab es zudem für rück­sichts­lose Geh- und Rad­weg­par­ker sowie für Auto­fah­rer, die ent­ge­gen der Fünf-Meter-Regel zu dicht an Kreu­zun­gen und Ein­mün­dun­gen park­ten und damit die Sicht auf Kin­der ver­sperr­ten, die die Straße über­que­ren wollten.

Erhöh­tes Unfall­ri­siko zu Schuljahresbeginn
Die Son­der­ak­tion hat einen erns­ten Hin­ter­grund: Beson­ders in den ers­ten bei­den Wochen nach Schul­be­ginn ist das Unfall­ri­siko erhöht, weil viele Kin­der erst­mals aktiv am Stra­ßen­ver­kehr teil­neh­men. Über­höhte Geschwin­dig­keit gilt bun­des­weit als eine der Haupt­ur­sa­chen für Unfälle mit Kin­der­be­tei­li­gung. Aus die­sem Grund kon­trol­liert die Ver­kehrs­über­wa­chung des Ord­nungs­am­tes bereits seit 1995 regel­mä­ßig zu Beginn eines neuen Schul­jah­res die Geschwin­dig­keit und die Ein­hal­tung der Halt­ver­bote rund um die Düs­sel­dor­fer Schulen.