Die Rochus Kapelle © Gabriele Schreckenberg
Die Rochus Kapelle © Gabriele Schreckenberg
Die Rochus Kapelle © Gabriele Schreckenberg

Von Gabriele Schreckenberg

Als sie 1665 erbaut wurde, konnte nie­mand ahnen, dass sie 2026 im schöns­ten Glanz erstrah­len würde, die Blu­men am Ein­gang in präch­ti­ger Som­mer­blüte ste­hen und im Innern viele Tee­lichte bereit­ste­hen, die von Pas­san­ten ange­zün­det und auf dem guss­ei­ser­nen Stän­der auf­ge­stellt wer­den dürfen.

Die Rochus­ka­pelle ist ein Kleinod am Weges­rand, von Rahm kom­mend und in Anger­mund ein­tref­fend – oder eben umgekehrt.

Gisela Wie­mer und Andrea Lin­den­laub küm­mern sich um die Instand­hal­tung der Rochus­ka­pelle, die ihren Namen vom Schutz­pa­tron, dem Hei­li­gen Rochus, bekom­men hat. Denn als sie erbaut wurde, tobte die Pest­epi­de­mie auch in Angermund.

300 Jahre lang pfleg­ten die Schüt­zen­brü­der der St. Sebas­tia­nus Bru­der­schaft Anger­mund die Kapelle am Orts­ein­gang von Anger­mund, gleich neben der Pest­wiese. Auch um die Kran­ken haben sie sich auf­op­fernd geküm­mert und die Toten begraben.

Das kleinste Got­tes­haus in Anger­mund
Als 1975 die Land­straße von Anger­mund ins benach­barte Duis­burg-Rahm aus­ge­baut wurde, musste die Kapelle den Stand­ort wech­seln. Zuvor stand sie auf der Wiese, die viele Jahre spä­ter bebaut wurde und direkt neben dem Katha­ri­nen­klos­ter liegt.

Weil die Kapelle bau­fäl­lig war, gelang die Umsied­lung nicht und sie wurde neu erbaut. An ihrer Stelle steht heute eine Stele des Ratin­ger Bild­hau­ers Frie­del Lepper.

Seit 2000 neu gebaut
2000 wurde die Rochus­ka­pelle neu errich­tet. Dank gro­ßen ehren­amt­li­chen Enga­ge­ments und eines hohen Spen­den­auf­kom­mens war der Bau über­haupt mög­lich. 2001 konnte die Kapelle ein­ge­weiht werden.

In die­sem Jahr fei­ert sie ihr 25-jäh­ri­ges Bestehen, das vom Anger­mun­der Kul­tur­kreis bereits im Früh­jahr mit einem Fest­akt gewür­digt wurde.

Wer die Kapelle betritt, spürt sofort den Zau­ber: Der Hei­lige Rochus ist mit Pil­ger­stab als Bron­ze­fi­gur auf einem Podest ver­ewigt und begrüßt die Besucher.

Der För­der­ver­ein Katha­ri­nen­klos­ter Bene­dik­ti­ne­rin­nen Anger­mund e. V. über­nimmt die Für­sorge. Gerade Gisela Wie­mer ist hier feder­füh­rend bei der Instand­hal­tung der Kapelle.