Sanfte Landung: Ein Motorflugzeug setzt mit Vater und Sohn an Bord auf der Graslandebahn der Wolfsaap auf. © LB / Olaf Oidtman
Startklar für den Rundflug: Zwei Passagiere nehmen im Segelflugzeug Platz, bevor es über die Wolfsaap in die Luft geht. © LB / Olaf Oidtmann
Ein Gast macht es sich im Motorflugzeug bequem – gleich hebt der Rundflug über Düsseldorf ab. © LB / Olaf Oidtmann

Der Düs­sel­dor­fer Aero-Klub hat am Wochen­ende wie­der zu sei­nem tra­di­tio­nel­len Flug­platz­fest auf die Wolf­saap ein­ge­la­den. Wie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren war der Andrang groß – man hatte sogar das Gefühl, es waren noch mehr Besu­cher als in den letz­ten Jah­ren vor Ort, bedingt wohl auch durch den Aus­fall des Pfer­de­ren­nens auf der Galopprennbahn.

Zwei Tage lang ver­wan­delte sich das Segel­flug­ge­lände im Nord­os­ten der Stadt in einen Treff­punkt für die ganze Fami­lie. Wer selbst ein­mal abhe­ben wollte, konnte sich vor Ort für einen Rund­flug anmel­den – gebucht wurde aus­schließ­lich am jewei­li­gen Ver­an­stal­tungs­tag. Ins­ge­samt stan­den zwei Motor­flug­zeuge und zwei Segel­flug­zeuge für Gast­flüge bereit, dazu kamen acht wei­tere Motor­flug­zeuge aus ganz Nord­rhein-West­fa­len, die auf dem Gelände zu bestau­nen waren. Fünf Heiß­luft­bal­lons run­de­ten das Bild am Sams­tag ab, bevor sie am Sonn­tag wie­der abge­reist waren.

Für die klei­nen Besu­cher war ordent­lich etwas los: Eine Hüpf­burg sorgte für Bewe­gung, das Kin­der- und Jugend­hos­piz Regen­bo­gen­land betreute einen eige­nen Bereich für Kin­der ab drei Jah­ren und bot dort auch Kin­der­schmin­ken an – die Ein­nah­men kamen dabei einem guten Zweck zugute. Ergänzt wurde das Pro­gramm durch die Rol­lende Wald­schule der Kreis­jä­ger­schaft, einen Flug­si­mu­la­tor sowie Glit­zer­tat­toos. Für das leib­li­che Wohl gab es auf dem Fest­ge­lände Pom­mes und Currywurst.

Ein ech­ter Höhe­punkt des Wochen­en­des waren wie schon im ver­gan­ge­nen Jahr die Modell­flug­shows: Am Sams­tag star­te­ten die Modell­pi­lo­ten gegen 14 Uhr, am Sonn­tag bereits gegen 13 Uhr, und begeis­ter­ten die Zuschauer mit ihren Kunst­stü­cken am Him­mel über der Wolfsaap.

Ein beson­de­rer Blick­fang war in die­sem Jahr ein neuer Segel­flie­ger, der erst­mals beim Flug­platz­fest zu sehen war. Das Flug­ge­rät wurde bereits vor zwei­ein­halb Jah­ren bestellt und in die­sem Jahr end­lich aus­ge­lie­fert. Finan­ziert wurde die Anschaf­fung mit rund 185.000 Euro voll­stän­dig aus der Ver­eins­kasse. Das älteste noch genutzte Segel­flug­zeug des Klubs, das aus dem Jahr 1952 stammt, blieb an die­sem Wochen­ende dage­gen am Boden.

Der Düs­sel­dor­fer Aero-Klub selbst zählt zu den ältes­ten Luft­sport­ver­ei­nen der Welt: Seine Wur­zeln rei­chen bis ins Jahr 1902 zurück, als sich die ers­ten Bal­lon­fah­rer in Düs­sel­dorf zusam­men­schlos­sen. 1920 kam der Segel­flug hinzu, seit 1927 trägt der Ver­ein sei­nen heu­ti­gen Namen. Mitte der 1950er-Jahre sie­delte die Segel­flug­ab­tei­lung schließ­lich auf die Wolf­saap um, weil der wach­sende Flug­ver­kehr am Flug­ha­fen Düs­sel­dorf einen geord­ne­ten Segel­flug­be­trieb dort nicht mehr zuließ. Heute zählt der Ver­ein rund 70 Mit­glie­der aller Altersklassen.

Höhe­punkt des Sams­tag­abends war ein­mal mehr das Bal­lon­glü­hen: Gegen 21 Uhr lie­ßen die Bal­lon­fah­rer ihre Hül­len bei Musik im Dun­keln leuch­ten und sorg­ten damit für einen stim­mungs­vol­len Aus­klang des ers­ten Fest­ta­ges – ein Anblick, den viele Besu­cher am Sonn­tag bei ihrem Rund­gang über das Gelände sicher­lich noch vor Augen hatten.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen zum Ver­ein und zum Flug­be­trieb auf der Wolf­saap gibt es unter www.wolfsaap.de.

Das Video ist von Thekla Hal­bach – herz­li­chen Dank für die Zurverfügungstellung.